Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Themen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Kontakt    Haftungsausschluss

Lexikon Treibhauseffekt / Klimaerwärmung
  Aktuelles/ Archiv     Daten/Statistiken strukturierte Datensammlung  Dokumente  Unterricht   Links

Treibhauseffekt
FAZ-Infografik: Strahlung beim Treibhauseffekt Großansicht
[FAZ.net]
Die Bezeichnung "Treibhauseffekt" rührt daher, dass die Erdatmosphäre im Prinzip wie das Glasdach eines Treibhauses wirkt: Kurzwellige Sonnenstrahlung durchdringt das Glas von außen nach innen ein, wandelt sich in langwelligere Wärmestrahlung um, die dann aber nicht mehr von innen nach außen gelangen kann, wodurch sich das Treibhaus aufheizt.
Nach dem gleichen Wirkungsmechanismus wird die Erde und ihre Atmosphäre erwärmt: Kurzwellige Strahlung von der Sonne trifft auf die Erdatmosphäre. Ein Teil wird ins Weltall reflektiert, ein anderer wandelt sich auf dem Weg durch die Atmosphäre in Wärmeenergie um, der Rest gelangt auf die Erde und wird dort teils wieder in die Atmosphäre reflektiert, teils erwärmt er die Erdoberfläche. Durch diese Prozesse wird die Strahlung langwelliger, was die Rückstrahlquote ins Weltall verringert.
Dieser "natürliche Treibhauseffekt" (FAZ-Grafik) sorgt für eine globale Durchschnitts-Temperatur von ca. 15 ° C am Erdboden, ohne ihn würde eine lebensfeindliche Kälte von - 18 ° C herrschen. Ein wesentlicher Faktor für diesen "natürlichen Treibhauseffekt" ist die Menge des Wasserdampfes in der Atmosphäre.
Temperaturanstieg
Infografik: Temperaturabweichung  1000-2000 / HBS
Großansicht
  [HBS]
Wie groß der Anteil der Sonnenenergie ist, der zur Erderwärmung beiträgt, hängt kurzfristig stark vom Wettergeschehen (z.B. Wolkenbildung) ab. Längerfristig ist aber - neben dem Rückstrahlvermögen der Erdoberfläche (Albedo) - die Zusammensetzung der Erdatmosphäre, insbesondere die Treibhausgas-Konzentration, der entscheidende Faktor. Mit zunehmender Industrialisierung (ab ca 1850) sind die Treibhausgas-Konzentrationen stark gestiegen. Etwas zeitverzögert (ab ca. 1900) hat sich dann auch die globale Durchschnittstemperatur deutlich erhöht: Sie liegt aktuell ca. 0,75° C über dem Mittel der Jahre 1961-1990, das in der Klimaforschung weithin als Bezugswert verwendet wird.
Die Ursache für diese globale Erwärmung sehen die meisten Wissenschaftler inzwischen in dem anthropogenen (durch menschliches Handeln verstärkten) Treibhauseffekt. Diese Einschätzung untermauert auch der letzte Weltklimabericht des IPCC aus dem Jahr 2007.
  
Treibhauseffekt / Folgen
Infografik: der Treibhauseffekt und seine Folgen
Großansicht/ Daten  
Die dpa-Grafik stellt anschaulich die Mechanismen des menschgemachten Treibhauseffektes und seine Folgen dar: Eine Vielzahl menschlicher Aktivitäten erzeugt verschiedene Treibhausgase (auch "Klimagase" genannt), die sich in der Atmosphäre anreichern und dadurch den natürlichen Treibhauseffekt verstärken. Der Anteil der Treibhausgase am anthropogenen Treibhausbeträgt beträgt:
      CO2: 64%;    CH4: 20%;    FCKW: 10%;    N2O:  6%.

Der Treibhauseffekt hat vielfältige Folgen: die Verdunstung von Wasser nimmt zu, mehr Wasserdampf in der Atmosphäre verstärkt wiederum den Treibhauseffekt; die erhöhte Wärmeenergie in der Atmosphäre verursacht häufigere und extremere Unwetter; die Polkappen und Inland-Gletscher schmelzen, was den Meeresspiegel erhöht, wodurch Küstenregionen gefährdet werden.
Diese unmittelbaren Effekte haben wiederum mittel- und längerfristig gravierende und vielfältige Folgen für Natur und Umwelt und damit auch für die weitere Entwicklung der Menschheit, wie auch die Weltklimaberichte des IPCC herausstellen.
  
Kyoto-Protokoll

Großansicht/ Daten
Um die Klimaerwärmung durch den Treibhauseffekt abzubremsen, wurde 1997 das Kyoto-Protokoll beschlossen mit dem Ziel, bis 2012 die Treibhausgas-Emissionen um 5,2 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Nach schwierigen Verhandlungen trat das Kyoto-Protokoll am 16.02.05 in Kraft. Die meisten Industriestaaten (Ausnahme: USA) haben inzwischen das Kyoto-Protokoll ratifiziert und verpflichten sich damit, im Zeitraum 2008 bis 2012 ihre Treibhausgas-Emissionen gemäß den Vorgaben des Kyoto-Protokolls zu reduzieren. Bei den meisten Staaten zeichnet sich aber eine z.T. drastische Zielverfehlung ab (s. Infografik).
Darüber informiert ausführlich die Extraseite: Kyoto-Protokoll
  

zum Seitenanfang Aktuelles / Archiv
Presse-/ Medien-
Datenbank
Die Presse-/Medienbeiträge (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
Alle Datenbank-Einträge zum Thema  "Treibhausgase":
Jahrgang:
04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 
   
Beliebige Suchbegriffe können recherchiert werden durch direkte Eingabe in die Maske oben auf der Startseite zum Archiv.  
  
Daten/Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
THG-Emissionen
Braunkohlekraftwerke DE 2018
Schmutzige Kohle | Statista
01.07.20    (1703)
Statista: Schmutzige Kohle
Gemäß Kompromiss in der Kohlekommission soll die Kohleverstromung in Deutschland schrittweise bis spätestens 2038 beendet werden, weil sie sehr THG-intensiv ist (bis 1200 gCO2e/ kWh). Das entsprechende Kohleausstiegsgesetz soll am 3.7.20 im Bundestag beschlossen werden. Aus diesem Anlass zeigt die Grafik den THG-Ausstoß der 7 Braunkohlekraftwerke in Deutschland 2018 (in MtCO2e): von Neurath 32,2 über Jänschwalde 23,1 bis Lippendorf 11.7.
Laut Kohleausstiegsgesetz sollen die Stromkonzerne RWE und Leag für entgangene Gewinne aus der Verstromung von Braunkohle mit 4,35 G€ entschädigt werden (), weitere hunderte Millionen für Steinkohle könnten noch hinzukommen. Die Modalitäten wie auch die Höhe der Entschädigungen werden weithin kritisiert, zumal eine Reihe älterer Kraftwerke als längst abgeschrieben gelten ().

Statista: Infotext  Infografik 

| Kohle | Strom | Treibhausgase |
Waldflächen
Welt 1990-2020
 Globus Infografik 13979
12.06.20    (1600)
dpa-Globus 13979: Die Veränderung der Waldflächen
Die Grafik zeigt die Nettoveränderung* pro Jahr der Waldfächen (in Mha) auf den 6 Kontinenten Nordamerika (NA), Südamerika (SA), Afrika (AF), Europa/Russland (ER), Asien (ohne Russland) (AS) und Ozeanien (OZ) in den 3 Dekaden ab 1990:
1990 - 2000:  NA -0,3; SA -5,1; AF -3,3; ER +0,8; AS +0,2; OZ -0,2
2000 - 2010:  NA +0,2; SA -5,2; AF -3,4; ER +1,2; AS +2,4; OZ -0,2
2010 - 2020:  NA -0,1; SA -2,6; AF -3,9; ER +0,3; AS +1,2; OZ +0,4
Insgesamt ist die weltweite Waldfäche seit 1990 um 178 auf zuletzt 4060 Mha geschrumpft**. Zwar hat der Waldverlust im Laufe der Jahre etwas abgenommen, lag aber in der letzten Dekade noch bei 4,7 Mha/Jahr. Anhaltend hoch ist er in Afrika, in Südamerika dagegen hat er sich von anfangs 5,1 auf 2,6 Mha fast halbiert. In den 4 weiteren Kontinenten hat die Waldfäche zugenommen, am stärksten in Asien (ohne Russland) in der Dekade 2000 bis 2010. In der letzten Dekade hat sich der Zuwachs dort jedoch halbiert.

* Differenz zwischen neu gewachsener und verlorener Waldfläche
** Vergleich (Mha): Erdoberfläche: 51.000 (100%); Land 14.943 (29,3%); Wald 4060 (8,0%)
     Wald / Land = 27,2 %;  Wald / Land - Antarktis = 4060 / (14943-2120) = 31,7%.

Quelle: FAO  | Infografik 

| Wald | Treibhausgase | Indikatoren |
Fleischkonsum
Welt 1961-2019
Der Fleischhunger der Welt | Statista
10.06.20    (1681)
Statista: Der Fleischhunger der Welt
Laut Food Outlook (pdf) ist die Fleischproduktion weltweit (in Mt Schlachtgewicht) von 1961|71,3 auf 2019|335,2 gestiegen, insgesamt also um den Faktor 4,7. Besonders in den bevölkerungsreichen Staaten Asiens ist die Nachfrage nach verschiedenen Fleischsorten stark gewachsen mit Schwerpunkt auf Schweine- und Geflügelfleisch. Bei der Produktion von Fleisch wird viel Treibhausgas (THG) emittiert, z.B. pro kg Rindfleisch 12 kg CO2e (ifeu). Weniger Fleischkonsum ist daher ein wirksamer Beitrag zur THG-Reduktion und zum Erreichen des 2°-Ziels bei der globalen Erwärmung.

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  06  07  08  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20 
Daten/ Statistiken/ Infografiken: strukturierte Sammlung


Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Emssions Gap Report 2019
RNE: Peer Review
26.11.19    (137)
UNEP: Emissions Gap Report 2019
Zum diesjährigen Weltklimagipfel (COP25) ab dem 2.12.19 in Madrid veröffentlich die UNEP ihren jährlichen Emissions Gap Report mit einer Analyse der Entwicklung der Treibhausgas (THG)-Emissionen insgesamt (2018: 55,3 GtCO2e Rekord) und besonders der G-20-Staaten, die für 78% der weltweiten Emissionen verantwortlich sind. Laut Report 2019 ist die Lücke zwischen der erforderlichen THG-Reduktion gemäß Pariser Klimaabkommen und den nationalen Zusagen weiter gewachsen, weil die Emissionen der Staaten zu sehr steigen bzw. nicht hinreichend reduziert werden: für das Jahr 2030 beträgt die Lücke aller G20-Staaten 15 bzw. 32 GtCO2e im Hinblick auf das Ziel, die globale Erwärmung auf 2°C bzw. sogar 1,5° zu begrenzen. Um diese Ziele doch noch zu erreichen, müssten die G20-Staaten ihre Anstrengungen für 2°C verdreifachen bzw. für 1,5°C mehr als verfünffachen.

Homepage (engl.)  Summary   Report (engl., pdf)

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Kippelemente |
Emissions-Gap
Report 2018
RNE: Peer Review
27.11.18    (132)
UNEP: Emissions Gap Report 2018
Nachdem der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen (THG) drei Jahre lang in etwa konstant blieb, ist er 2017 von 52,8 auf das Allzeithoch 53,5 GtCO2e (+1,2%) gestiegen. Im Vorfeld der diesjährigen UN-Klimakonferenzin Katowice 2018 vom 3.-14.12.18 mahnt der Emissions-Gap-Report, dass die Staaten ihre bisherige CO2-Reduktion mindestens verdreifachen müssten, um das Pariser Klimaabkommen umzusetzen. Im Vergleich zu 2017 müsste der THG-Ausstoß bis 2030 für das 1,5|2 °C-Ziel um 55|25% gesenkt werden. Nur die bisherigen Reduktionszusagen von Brasilien, China und Japan würden ausreichen.

Download: Full Report (pdf)  Executive Summary (pfd) [UNEP, 27.11.18]

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | 2 °C - Schwelle |
Konzernatlas
Konzerntatlas:  Grafik Großansicht
12.01.17    (126)
BUND et al.: Konzernatlas
Die industrialiserte Landwirtschaft und stark konzentrierte Lebensmittelindustrie, beherrscht von wenigen weltweit agierenden Konzernen, verursachen Artensterben, Hunger und Armut und einen nennenswerten Anteil der Treibhausgas-Emissionen. Hoch subventionierte Lebensmittel aus dem reichen Norden überschwemmen Agrarmärkte in den armen Ländern des Südens und zerstören lokale Märkte, wodurch immer mehr Kleinbauern in den Ruin getrieben werden. Darüber informiert der Konzernatlas auf 48 Seiten mit zahlreichen Infografiken, Landkarten und Analysen.
Der Atlas steht bei den Herausgebern Heinrich-Böll-Stiftung, Oxfam Deutschland, Rosa-Luxemburg-Stiftung, BUND, Germanwatch und Le Monde diplomatique zum Download bereit. Diese Webseiten bieten ergänzende Infos und Zusammenfassungen.

| Eine-Welt | Armut & Reichtum | Hunger | Rohstoffe | Weltmarkt | Gen-/Biotechnologie | Treibhausgase | Boden | Chemikalien | Gesundheit | Globale Agenda 21 | Eine-Welt | 2030-Agenda | Nachhaltigkeit |
Dokumente: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  06  07  08  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20 
  

Unterrichtsmaterialien: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Treibhauseffekt
UBA-Film: Treibhauseffekt
Erklärfilm
03.04.20   (88)
UBA: Treibhausgase und Treibhauseffekt
Der Film zeigt, welche Treibhausgase den größten Anteil an den vom Mensch verursachten Emissionen haben, wo sie in welchem Umfang entstehen und wie sie so stark reduziert werden können, dass das 2°-Ziel erreicht wird. Dabei werden u.a. die Fachbegriffe "Treibhauseffekt" und "CO2-Äquivalent" erklärt.

Film bei Youtube

| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
UN-Klimagipfel 2019

UNFCCC / flickr.com /
CC BY-NC-SA 2.0

Spezial
05.12.19   (85)
BMU: Weltklimakonferenz 2019
Als Teil seiner Serie "Umwelt im Unterricht" hat das BMU Unterrichtsmaterialien zur UN-Klimakonferenz 2019 (COP25) zusammengestellt. Der Weltklimagipfel vom 2. bis 15.12.19 sollte eigentlich die nächsten entscheidenden Schritte in der Klimaschutzpolitik der UN einleiten, doch blieben die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurück. Was genau wurde beschlossen, welche Ambitionen hat die EU beim Klimaschutz und wie lässt sich die internationale Klimapolitik im Unterricht aufgreifen? Antworten darauf gibt diese BMU-Webseite mit Links zu weiterführenden Materialien.


| Treibhausgase | Treibhauseffekt | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | 2 °C - Schwelle |
Unterrichtsmaterialien: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017  2018  2019  2020    Alle  
zum Seitenanfanginterne Links
Lexikon Erneuerbare Energien  Emissionshandel  fossile Energien  Klimawandel
Spezials: Kyoto-Protokoll    Hochwasser und Klimaerwärmung   
Daten/ Statistiken/ Infografiken zu Treibhausgasen
Ober-Themen Klima   Energie
   
zum Seitenanfangexterne Links / weiterführende Informationen
    
Linksammlungen   Klimawandel    Klima allgemein  
    

Stand: 21.12.09/zgh Klima  Klimawandel | Kyoto-Protokoll  | Emissionshandel |
zur Themenübersicht Klima zum Seitenanfang

Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten  
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt

Kontakt über uns Impressum Haftungsausschluss Copyright   © 1999 - 2020  Agenda 21 Treffpunkt