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6. aid-Forum
27.5.2003, Bonn
"Nachhaltig ackern und essen" -
Praxisfähige Modelle für Ernährung und Landwirtschaft

Infos/ Anmeldung/ Bezug der Tagungsunterlagen:
aid-Tagungsbüro
c/o pressto,
Kolumbastraße 5
50667 Köln
Tel.: 0221 285808-14,
Fax: 0221 285808-28,    
E-Mail: info@pressto.de

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft:
Kurztexte/ tiefere Recherche

Anlässlich des diesjährigen aid-Forums "Nachhaltig ackern und essen -
Zukunftsfähige Modelle für Landwirtschaft und Ernährung"
am 27.5.03 in Bonn
veröffentlicht aid jede Woche einen Kurztext zum Thema Nachhaltigkeit. Dabei stehen Praxisbezug und eindrucksvolle Fakten im Vordergrund, die im alltäglichen Geschäft allzu oft aktuelleren Themen weichen müssen. Da die Meldungen nur als "Appetithäppchen" gedacht sind, werden Links zur tieferen Recherche ergänzt. [Harald Seitz, aid-Newsletter vom 7.5.03]

 Diese "Nachhaltigkeitshäppchen" aus den Newslettern werden im folgenden gelistet:
  

Serie:  "Nachhaltigkeitshäppchen"
Die Serie wurde inzwischen in eine Extraseite ausgelagert.

Hier nur eine Übersicht über die Themen
  1. Trauben in Kerosin: Energieaufwand und CO2-Emissionen durch weltweiten Transport
  2. Klimaschutz im Sturzflug: CO2-Emissionen bei verschiedenen Transportmitteln
  3. Bio spart Energie: Kunstdünger: Energieaufwand
  4. Treibhaus oder Sizilien? Tomaten im Gewächshaus
  5. Wenig glückliche Hühner: Hühner-Eier aus Käfighaltung
Materialien
aid-Heft

aid-Vertrieb DVG
Birkenmaarstraße 8
53340 Meckenheim
Tel.: 02225 926146
Fax: 02225 926118
Bestellung@aid.de
www.aid-medienshop.de
"Nachhaltig haushalten - Ideen für eine begrenzte Welt"
36 S., Bestell-Nr. 61-1448, ISBN 3-8308-0338-9, Preis: 2 € + Porto/ Verpackung,
gegen Rechnung, (Rabatte ab 10 Heften)

Neues aid-Heft macht Nachhaltigkeit praktisch:
Moderne Haushalte müssen vielen Ansprüchen gerecht werden: Sie sollen Raum für Erholung und Regeneration bieten, so wenig Arbeit wie möglich machen und dann auch noch umweltfreundlich sein. Tatsache ist, dass westliche Haushalte wenig effizient mit Natur und Umwelt umgehen. Ein Durchschnittsdeutscher beansprucht etwa zehnmal so viel Energie, Straßen und Stahl wie ein Einwohner Argentiniens oder der Philippinen. Bewusste Verbraucher erfahren in diesem Heft, wie sie durch nachhaltigeres Handeln die Zukunft aller sichern können, ohne an persönlicher Lebensqualität zu verlieren.
siehe auch: 6.aid-Forum: "Nachhaltig ackern und essen"
  => Ernährung & Landwirtschaft > Medien
  
6. aid-Forum: Eröffnungsrede von Dr. Margret Büning-Fesel
Nachhaltigkeit statt Wachstum

Ressourcenverbrauch
Modelle "vom Acker bis zum Teller"
Ein "Durchschnitts-Deutscher" beansprucht etwa zehnmal so viel Energie, zehnmal mehr Straßen und zehnmal so viel Stahl wie ein Einwohner Argentiniens oder der Philippinen. "Würden alle Menschen in der gleichen Weise auf Naturressourcen zugreifen wie die reichen Nationen, dann würden fünf Planeten Erde dafür kaum ausreichen", so Dr. Margret Büning-Fesel bei der Eröffnungsrede für das 6. aid-Forum "Nachhaltig ackern und essen - Praxisfähige Modelle für Ernährung und Landwirtschaft" am 27. Mai in Bonn.
Magisches Dreieck der Nachhaltigkeit
Magisches Dreieck 
der Nachhaltigkeit

  
Spätestens seit dem UN-Erdgipfel für Umwelt und Entwicklung in Rio 1992 hat
der Begriff "Nachhaltigkeit" Karriere gemacht. Die Weltbank, führende
Industrieunternehmen, politische Parteien und andere haben - ungeachtet ihrer unterschiedlichen Interessen - "sustainable development" zu einem Leitbild ihres Handelns erklärt. Der Begriff selbst ist aber in den letzten Jahren derart inflationär gebraucht worden, dass die Kommunikation über Nachhaltigkeit immer schwieriger geworden ist. "Nur 15% der Deutschen kennen den Begriff aber nur vier Prozent wissen, was damit gemeint ist", so Büning-Fesel. Beliebt ist die Bezeichnung, wenn positive Perspektiven vermittelt werden sollen. Die Rede ist dann zum Beispiel von "nachhaltiger Gewinnentwicklung". Stattdessen geht es vielmehr darum, Ökologie, Ökonomie und kulturell-gesellschaftliche Dimensionen in Einklang zu bringen. Dr.Büning-Fesel weiter: "Der überkommene Fortschrittsglaube, wonach "Wachstum" das Ziel ist, hat ausgedient."
Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

17.4.2002
Im Jahr 2002 hat die Bundesregierung eine nationale Strategie vorgelegt. Mit 21 Zielen und Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung zeigt sie Perspektiven auf für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert. Die Ziele und Indikatoren geben auch für die Landwirtschaft die Richtung vor, in die die Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten gehen soll.
Auf dem 6. aid-Forum präsentierten Referentinnen und Referenten wissenschaftliche Visionen und zukunftsfähige Praxisprojekte für Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung und zeigten, wie unser privater Lebensstil an zukünftigen Erfordernissen ausgerichtet werden kann.
[aid-Newsletter 28.5.03, Harald Seitz]

  
6. aid-Forum: Überblick zu verschiedenen Beiträgen
 
Lebensstil auf Kosten der nachfolgenden Generationen

"Die Deutschen besitzen die teuersten Einbauküchen, aber sie essen die billigsten Lebensmittel", so charakterisierte Matthias Berninger, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, die derzeitige Haltung der Bundesbürger zum Essen und Trinken. Rund hundert Fachvertreter aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Lebensmittelwirtschaft diskutierten kürzlich auf dem 6. aid-Forum über das Thema "Nachhaltig ackern und essen" im Wissenschaftszentrum in Bonn. Nur rund 12 % ihres Einkommens geben die Deutschen derzeit jährlich für Lebensmittel aus. Stetig in den letzten Jahren sanken die Preise für Grundnahrungsmittel, stetig verringerten sich die Einkommen der Landwirte, die sie erzeugten. Hauptsache die Tomate sei rot, wie sie schmecke oder welchen Pestizidgehalt sie aufweise, danach würde in Deutschland anders als in den europäischen Nachbarländern nicht gefragt, erläuterte Berninger weiter. Die deutschen Verbraucher konsumierten überwiegend nach Preisgesichtspunkten und fragten zu wenig nach Qualitäts- oder Umweltgesichtspunkten. Dieser Lebensstil gehe auf Kosten künftiger Generationen.
"Nachfolgende Generationen wollen gleiche Lebenschancen haben, deshalb ist dringend ein Umdenken erforderlich", forderte Dr. Margret Büning-Fesel, geschäftsführender Vorstand des aid infodienst, dem Ausrichter der Veranstaltung.

  
  Als Suffizienz statt Effizienz, übersetzbar als "Gut leben" anstatt "Mehr haben", beschrieb Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Buchautor und Bundestagesabgeordneter, in seinem Referat die nachhaltigere Lebenseinstellung.
Unterschiedliche Ansätze zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils wurden auf der Tagung vorgestellt. Nachhaltiges Wirtschaften sei politisches Programm, betonte Staatssekretär Berninger. In den nächsten zehn Jahren sollen 20 % der landwirtschaftlichen Betriebe ökologischen Landbau betreiben. Dieses Ziel strebe die Bundesregierung mit ihren Förderprogrammen an.

  
  Über nachhaltige Produktionsmethoden beim Pflanzenbau z.B. durch den Einsatz von Sensoren bei Düngung und Pflanzenschutz, berichtete Professor Dr. Jürgen Rimpau von der Deutschen Gesellschaft für Landwirtschaft. Umweltschonende Produktionsmethoden und konkrete Maßnahmen zur Erhaltung der Biovielfalt, Wasserqualität und Bodenfruchtbarkeit, die den Vertragspartnern
z. B. beim Spinatanbau vorgeschrieben sind, stellte Dierk Peters vom
Lebensmittelkonzern Langnese-Iglo vor.
  
ausführliche Infos:
Initiative 2000plus:
Schulmaterialien aus Recycling-Papier


Mit Campaigning-Aktionen zur Nachhaltigkeit versucht die Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW), Verbrauchereinstellungen zu beeinflussen und nachhaltigen Konsum einzuüben. Dirk Wendland, Kampagnenleiter der VZ NRW präsentierte ganz praktische "futureins"-Projekte. So wurde, um den Verkauf von Recyclingpapier zu fördern, in Schulen gezielt auf Hefte mit dem Umweltengel aufmerksam gemacht und gleichzeitig Händler ausgezeichnet, die diese Produkt anboten.
  "Nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum sind notwendig, um die
Ressourcen für künftige Generationen zu sichern
", darüber waren sich alle
Diskussionsteilnehmer auf dem Podium aus Politik, Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft einig. Gute Ansätze
und konkrete Vereinbarungen über die Verminderung des CO2-Ausstoßes bis hin
zur Überfischung der Meere gibt es bereits. Wie es gelingt, diese Vereinbarungen einzuhalten und nachhaltiges Handeln global umzusetzen, dafür fehlt jedoch bislang das Patentrezept.   [Ute Gomm, aid-Newsletter, 4.6.03]
  
   

Stand: 18.06.03/zgh Themen:  Ernährung & Landwirtschaft   Nachhaltigkeit   zur Themenübersicht zum Oberthema zum Seitenanfang

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