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Lexikon Free Trade Area of the Americans (FTAA)
Área de Libre Comercio de las Américas - ALCA
panamerikanische Freihandelszone

FTAA/ panamerikanische Freihandelszone
  ftaa-alca.org
Die geplante panamerikanische Freihandelszone soll von Alaska bis Feuerland reichen. Der FTAA-Vertrag sollte ursprünglich rechtzeitig in 2005 abgeschlossen werden, damit die Freihandelszone ab 2006 starten kann. Beim letzten Gipfeltreffen der OAS (Organization of American States) am 4./5.11.05 in Mar del Plata (Argentien) konnte aber keine Einigung über die Wiederaufnahme von Gesprächen erzielt werden, das FTAA-Projekt stagniert daher derzeit.
Am Freihandels-Projekt beteiligen sich 34 Staaten in Nord-, Süd- und Zentralamerika (außer Kuba) mit ca. 800 Millionen Menschen (Vergleich: EU-25: 453 Mio.)
Diese Staaten weisen jedoch erhebliche Unterschiede auf: Ob aus diesem stark heterogenen Gemisch von einigen großen (allen voran die dominierende USA, danach Kanada, Brasilien) und vielen kleinen Ökonomien jemals ein integrierter funktionierender Freihandelsraum entstehen kann, wird von Fachleuten bezweifelt.
  

unterschiedliche Interessen
Hintergrundbericht:
Sprengstoff in wohldosierten Mengen. Der lange Weg von der Freihandelsrhetorik zum Abbau der Zölle von Alaska bis Feuerland [FR, 20.11.03]

Ein Dämpfer für die USA
Bei den Verhandlungen über den größten Handelsblock der Welt behält Brasiliens Außenminister die Oberhand über den Handelsbeauftragten der USA
[taz, 22.11.03]

Eine Mini-FTAA (NAFTA) besteht seit 1994 zwischen USA, Kanada und Mexiko. Eine Studie bilanziert: Heilsversprechen der Befürworter traten nicht ein - aber große Katastrophen auch nicht
[taz, 22.11.03]

In den bereits seit 1994 dauernden Verhandlungen hat sich gezeigt, dass die verschiedenen Interessen nur schwer zu harmonisieren sind. Insbesondere zwischen den USA und Brasilien zeichnet sich eine wachsende Kontroverse ab, zumal Brasilien als Führungsmacht innerhalb der G21 maßgeblich zum Scheitern des letzten WTO-Gipfel in Cancún 2003 beitrug. Seitdem drängen die USA verstärkt darauf, den Freihandel auf dem amerikanischen Kontinent zu ihren Gunsten auszuweiten. Mit einer Strategie des "Teile und herrsche" versuchen die USA, durch bilaterale Abkommen kleine Staaten auf ihre Seite zu ziehen, u.a. um die Position Brasiliens zu schwächen. So gab Robert Zoellick (oberster Handelsbeauftragter der USA) einen Tag vor Beginn des Treffens der 34 Handelsminister der FTAA-Staaten am 20./21.11.03 in Miami die Absicht bekannt, mit Peru, Kolumbien, Ecuador, Bolivien, Panama und der Dominikanischen Republik bilaterale Abkommen über den Abbau von Zöllen und den Zugang zu Märkten zu schließen.
Brasilien als starkes Agrarland will vor allem, dass die USA ihre Agrarsubventionen abbauen, damit brasilianische Agrarprodukte den US-Markt erobern können. Dagegen wehrt sich die Agrarlobby in der USA vehement. Im Vorfeld der Präsident-schaftswahlen 2004 rechnen Beobachter nicht mit nenneswerten Zugeständnisse bei den Agrarsubventionen seitens der USA.
Brasilien sieht das FTAA-Projekt als zu US-domininiert und favorisiert daher einen Ausbau der bestehenden Freihandelszonen, insbesondere des MERCOSUR.
  
Amerika-Gipfeltreffen
in Monterrey

OAS-Gipfel, Monterrey 2004
Beim Gipfeltreffen der OAS (Organization of American States) am 12./13.1.04 in Monterrey (Mexiko) zeigten sich wieder einmal die erheblichen Interessens-gegensätze der zukünftigen FTAA-Mitglieder. So verfolgte z.B. die US-Regierung das Ziel, die FTAA in das Abschlussdokument mit dem konkreten Startdatum 1.1.2005 aufzunehmen. Venezuela lehnte aber vehement ab, dass die FTAA überhaupt im Schlussdokument erwähnt wird, Brasilien dagegen war entgegen bishergier Kritik an der FTAA eher dafür. Schließlich einigten sich die Teilnehmer auf die Kompromiss-formulierung, nach der gemäß dem "beschlossenen Zeitplan" verfahren werden soll. Dieser bei der Ministerkonferenz am 20./21.11.03 in Miami verabschiedete Zeitplan sieht aber, wie von der USA gewünscht, Anfang Januar 2005 für den Start der FTAA vor. Insofern konnte sich die USA zwar indirekt durchsetzen, Experten halten diesen Termin aber auf dem Hintergrund der neuerlich deutlich gewordenen kontroversen Positionen für unrealistisch.
 

Amerika-Gipfeltreffen
in Mar del Plata

Hintergrundbericht:
1:0 für Südamerika
[taz, 7.11.05]

Beim 4. Gipfeltreffen der OAS (Organization of American States) am 4./5.11.05 in Mar del Plata (Argentien) bestätigten sich die immer noch erheblichen Interessens-gegensätze der künftigen FTAA-Mitglieder. Die USA mit ihren Verbündeten scheiterten mit dem Versuch, die Wiederaufnahme der FTAA-Gespräche für den April 2006 festzuschreiben. Vor allem Venezuela und die 4 Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay sperren sich gegen weitere FTAA-Verhandlungen, bevor nicht das Kernproblem der Argarsubventionen seitens der USA und der EU im Rahmen der anstehenden WTO-Verhandlungen (Gipfel in Hongkong) im Sinne der Agrarstaaten des Südens geklärt ist.
  
Infografik: Freihandelszonen in Amerika; Großansicht [FR]
Großansicht [FR]
Infografik: Freihandelszonen in Amerika
In die Amerika-Karte sind die folgende Freihandelszonen farbig markiert:

NAFTA
(North American Free Trade Agreement): USA, Kanada, Mexiko
Web: nafta-sec-alena.org  nafta.net        Info: www.erdkunde-online
Andengemeinschaft: Kolumbien, Ecuador, Peru, Venezuela, Bolivien
Info: erdkunde-online
MERCOSUR (Mercado Común del Cono Sur): Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay; ab Dez.2005: Venezuela;      assoziiert: Chile, Bolivien.
Gegründet wurde der Mercosur 1991 nach Vorbild der EU.
Bericht: Mercosur will Europa unter Druck setzen [taz,12.12.05]
Web: mercosur-info.com  erdkunde-online
Die Grafik ist eingebettet in den FR-Artikel: "Freihandel soll Stellung in Lateinamerika sichern." [FR, 06.09.03]
  
   
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Lexikon: WTO    G21  
Spezials: WTO-Gipfel in Cancún 2003   
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Lexikon FTAA  [Politikerscreeen]
   

Stand: 7.11.05/zgh Themen Eine-Welt/ Globalisierung
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