Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Themen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Kontakt    Haftungsausschluss

Food and Agriculture Organization FAO

Welternährungstag 2002
( World Food Day )
 16.10. 2002
  

Welternährungsgipfel 2002

  Einführung/ Aktuelles   Presseartikel   
  Hintergrund  Links    Daten/Statistiken    Unterrichtsmaterial  

Spendenaktion per Mausklick: Give Free Food

Aktuelle Informationen 

   

FAO Gründung
16.10.1945

Thema 2002:  Wasser
Quelle sicherer Ernährung
(Food Security)

Aus Anlass der Gründung der FAO ( Food and Agriculture Organization) am 16.10.1945 erinnert der UN-Gedenktag alljährlich am 16.10. an die gewaltigen Probleme ausreichender Versorung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser in vielen Ländern und Regionen weltweit.
Zur Zeit leiden auf der Welt etwa 800 Millionen Menschen Hunger, 170 Millionen davon sind Kinder. Nicht nur Naturkatastrophen und Kriege sind schuld an der unzureichenden Ernährung. Die Ursachen sind weitaus komplexer: Verteilung von Grund und Boden, die Art der Bebauung von Agrarland (z.B. Monokulturen) und Wechselwirkungen mit globalisierten Wirtschafts- und Finanzmärkten spielen u.a. eine wichtige Rolle.  => Ursachen für Hunger und Unterernährung
  

Ziel der FAO
seit 1996:
Halbierung der Zahl
der Hungernden weltweit bis 2015

Schon auf dem vorletzten Welternährungsgipfel 1996 hatte sich die FAO das Ziel gesetzt, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Dieses Ziel wurde beim UN-Millenniumsgipfel 2000 noch einmal bekräfigt: Die Halbierung von Armut und Hunger bis 2015 ist das erste von insgesamt 8 Millenniumszielen.
Auf dem letzten Welternährungsgipfel 2002  fiel die Bilanz seit 1996 verheerend aus: Nach Angaben der FAO nimmt die Zahl der Hungernden jährlich nur um 6 Millionen ab. Um das Ziel der Halbierung der Zahl auf 400 Millionen bis 2015 jetzt noch zu erreichen, wäre jedoch eine Abnahme um 22 Millionen Menschen pro Jahr notwendig. Leider wurden auf dem Gipfel keine substanziellen Beschlüsse gefasst. Es wurde lediglich wiederum das Halbierungsziel unverbindlich bekräftigt.
  

Aufrufe zum
Welternährungstag
So sind nun auch die Aufrufe zum Welternährungstag 2002 geprägt durch den gescheiterten Welternährungsgipfel 2002 und stellen oft nahezu verzweifelte Hilferufe dar, doch endlich etwas Wirksames gegen das weltweite Hungerproblem zu unternehmen, z.B. stellt der stellvertretende Direktor der FAO, Hartwig de Haen, bei der Vorstellung des jährlichen Hungerberichtes resigniert fest: "Der Kampf gegen den Hunger in der Welt kommt nicht mehr voran. Er ist praktisch zum Stillstand gekommen" [vistaverde,15.10.]   
siehe auch: Interview mit Hartwig de Haen [WDR5-Morgenmagazin, 16.10.,7.35 Uhr]
   

zum SeitenanfangPresseartikel

Aktuelle dpa-Meldungen beim Informationsportal 

www.vistaverde.de

 

Das Informationsportal vista verde stellt täglich aktuelle dpa-Meldungen zu verschiedenen Themenbereichen zur Verfügung, so auch zum Themenbereich "Ernährung und Landwirtschaft" . Die jeweilige dpa-Meldung wird ergänzt durch kontextbezogene weitere dpa-Meldungen der letzten Tage/ Wochen/ Monate sowie internen und externen Links und Download-Angeboten wichtiger Dokumente.
  
15.10.02  Der Kampf gegen den Hunger in der Welt kommt nicht mehr voran. "Er ist
praktisch zum Stillstand gekommen", sagte der stellvertretende Direktor
der Welternährungsorganisation FAO, Hartwig de Haen, bei der Vorstellung
des jährlichen Hungerberichtes.
mehr..

Zur weiteren Information bieten sich die vistaverde-Artikel zum Welternährungsgipfel an.

 

www.taz.de
 
Die taz widmet sich in der Ausgabe vom 16.10.02 mit 3 Artikeln dem Thema:
- Nur der Hunger stirbt nicht. Der weltweite Kampf gegen den Hunger ist "zum   Stillstand gekommen", mahnt die UNO. [taz,16.10.]
- Bauer Bessane hat nichts zu essen. Warum breitet sich in ländlichen Gebieten -   Afrikas Hunger aus, wo doch die Leute ihre Felder bestellen?  [taz,16.10.].
- UNO: Hungerhilfe fehlt überall "Riesige Herausforderung für Afrika" [taz,16.10]
Hungerkatastrophe im Süden Afrikas
Nach Hochrechnungen der UN sind 2 von 14,4 Mio Menschen im Süden Afrikas bedroht von der verheerendsten Hungersnot, die die Region je heimgesucht hat. In Sambia und Swasiland, in Simbabwe, Lesotho und Malawi - überall die gleichen Bilder: leere Kornspeicher, kahle Felder, darbende Menschen.
Die Natur (erst der sintflutartige Regen, dann die anhaltende Dürre) ist nur ein Teil des Problems. Der andere Teil wird von unfähigen, korrupten Politikern verursacht.
Malawis Hungerkatastrophe z.B. ist ein Lehrstück über korrupte Regierungen und inkompetente Helfer.    
Ein ZEIT-Artikel (Nr.45/31.10.02, S.9) von Bartholomäus Grill informiert ausführlich über die Hintergründe der Hungerkatastrophe.
Die Print-Ausgabe enthält eine Infografik/Tabelle (siehe links) mit Statistiken zur Hungersnot
.
Pressearchiv

Weitere Presseartikel zum Themenbereich "Ernährung und Landwirtschaft" finden Sie in unserem Pressearchiv


zum Seitenanfang   Hintergrund-Informationen




Stichwort: FAO

 



Die FAO ist die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Sie umfasst heute 183 Einzelstaaten sowie die Europäische Gemeinschaft als Mitglieder. 1945 mit Sitz in Rom gegründet hat sie zum Ziel, die Effizienz der Ernährungs- und Landwirtschaft zu sichern und die Lebensbedinungen der ländlichen Bevölkerung zu verbessern.
Rund 4.000 Mitarbeiter weltweit beraten u.a. Regierungen in agrarpolitischen Fragen. Deutschland ist nach den USA und Japan der 3.größte Beitragszahler.

  
Definitionen:
"Hunger"
"absolute Armut"

Die Übersichtseite zu den Welternährungstagen informiert im Abschnitt "Hintergrund" über die Definitionen von "Hunger" bzw. "absolute Armut" seitens der FAO bzw. der Weltbank.
  
Ursachen für Hunger und Unterernährung
Die Ursachen für Hunger und Unterernährung sind vielfältig und in komplex vernetzten Wechselwirkungen miteinander verknüpft.
Einige zentrale Ursachen sind: Verteilung von Grund und Boden;  Verschuldung; Unterentwicklung; Armut/ mangelnde Kaufkraft; Exportorientierung;  Monokulturen; mangelnder Zugang zu Märkten; globalisierte Märkte; Ressourcenknappheit;  Kriege und Konflikte; Naturkatastrophen.  => mehr dazu

 

zum SeitenanfangLinks

offizielle Website des World Food Days 2002
Angebot u.a.: aktuelle und Hintergrund-Infos, Programm in Rom;
Audio-/ Videomaterialien; Presseerklärungen,
Runder Tisch der NGOs;
Geschichte des Welternährungstages

http://www.fao.org/wfd/index_en.asp
Hunger / Unterernährung

Hunger lindern  per Mausklick.
Die Website bietet Informationen zum Thema "Hunger / Unterernährung"
Auf der Homepage blinkt alle 3,6 Sekunden auf einer Weltkarte das Land auf, wo (statistisch gesehen)  der nächste Mensch wegen Unterernährung stirbt.
Durch Anklicken des Buttons "Give Free Food" auf der Homepage sorgen spendable Firmen (über die Welthungerhilfe) dafür, dass einmal pro Tag ein vom Hungertod Bedrohter eine Tasse Reis, Mais oder Weizen erhält.  

 

Welthungerhilfe
www.dwhh.de

Die Deutsche Welthungerhilfe wurde 1962 als Nationales Komitee der "Freedom from Hunger Campaign" der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vom damaligen Bundespräsidenten Lübke gegründet. Heute ist sie eine der größten privaten Entwicklungs-Organisationen in Deutschland. Gemeinnützig, politisch und konfessionell unabhängig, arbeitet die Organisation unter einem ehrenamtlichen Vorstand und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Vorsitzende ist seit November 1996 Ingeborg Schäuble.
Die Website bietet u.a : Aktuelle und Hintergrund-Infos; Projekte; Kontakte; Stellenangebote; Links.
Für den Unterricht besonders interessant ist das umfangreiche Angebot an Infografiken mit erläuternden Texten (siehe: Daten/ Statistiken/ Infografiken)

  
»Brot für die Welt« ist eine Aktion der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit und wird getragen von allen evangelischen Landes- und Freikirchen Deutschlands. In jährlich mehr als 2000 Projekten und Programmen wird gemeinsam mit Partnern in Übersee Hilfe zur Selbsthilfe geleistet.
Unter "Aktuell" (linke Menüleiste) bietet die Website aktuelle Stellungnahmen und Pressemitteilungen zum Welternährungstag.
Unter "Globales Lernen" bietet die Organisation eine Vielzahl von Unterrichtsmaterialien zum Themenbereich "Eine Welt" im Unterricht an.
  

Nach dem Erfolg ihres Buches "Vom Mythos des Hungers" (engl."Diet for a small planet") gründeten Frances Moore Lappé und Joseph Collins die "Denkfabrik" ("think tank") "Institute for Food and Development", das später in "Food First" umbenannt wurde. Die Website (engl.) bietet täglich aktualisierte und vor allem Hintergrund- Informationen.  Besonders interessant unter "Other Highlights":
Anuradha Mittal: On the True Cause of World Hunger
12 Myths About World Hunger
Hope's EdgeThe New Diet for a Small Planet

Das "FoodFirst Information and Action Network" (FIAN) ist der Partner für Aktionen und Kampagnen. (siehe nächsten Absatz)
 


F
oodFirst Informations-
& Aktions- Netzwerk)
www.fian.de

FIAN ist eine internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht sich zu ernähren.    1986 gegründet, sind bei FIAN heute in Deutschland mehr als 1.300 Menschen Mitglieder. In elf weiteren Staaten Asiens, Europas, Lateinamerikas und den USA gibt es FIAN-Sektionen.
FIAN ist die Partner-Organisation der "Denkfabrik" "Food First", die von Joseph Collins und Frances Moore Lappé gegründet wurde, den Autoren des Weltklassikers "Vom Mythos des Hungers".
FIAN tritt dafür ein, dass die Landbevölkerung eine eigenständige Ernährungsbasis und eine entsprechende Rechtsbasis hat, um überhaupt erst in der Lage zu sein, eigene Nahrung produzieren zu können. Das Menschenrecht sich selbst zu ernähren haben die Vereinten Nationen im internationalen Pakt über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte (Sozialpakt) festgeschrieben.

FIAN gibt "FoodFirst" heraus, das Magazin für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Die Ausgaben stehen als pdf-Dateien zum Download bereit.
  
  weitere Links bietet die Extraseite zum Welternährungsgipfel
   

zum SeitenanfangDaten / Statistiken / Infografiken

FAO-Report: The State of Food Insecurity in the World 2002
Food-Insecurity: when people must live with hunger and fear starvation.

Zum Welternährungstag am 16.10.02 hat die FAO (Food and Agriculture Organisation mit Sitz in Rom) einen aktuellen Report herausgegeben, der umfangreiche Hintergrund-Informationen und Statistiken zur weltweiten Ernährungssituation enthält. Der Report wird in mehreren Teilen als pdf-Dateien zum Download angeboten, insbesondere auch Tabellen mit Strukturdaten zu betroffenen Ländern.

www.fao.org/docrep/005/y7352e/y7352e00.htm
  weitere Daten bietet die Extraseite zum Welternährungsgipfel 2002, insbesondere zahlreiche Infografiken der Welthungerhilfe
   

zum SeitenanfangUnterrichtsmaterialien


TV-Tipps

Arte Themenabend

am 15.10.02

Gut geeignet für den Unterricht, auch als Einstieg, sind die beiden Filme im Rahmen des ARTE- Themenabends "Die Hungermacher" (am 15.10.02). Am Beispiel der Länder Indien und Senegal wird exemplarisch herausgearbeitet, warum in diesen Ländern viele Menschen hungern müssen, obwohl genügend fruchtbares Land vorhanden ist. Insbesondere wird auch die Rolle der Industrieländer in komplexen Wirkungszusammenhängen dargestellt ( u.a.: Grüne Revolution, Blaue Revolution, genmanipulierte Pflanzen, Monokulturen in Folge des Kolonialismus, Importzölle und -beschränkungen der Industrieländer, Verfall von Rohstoffpreisen, Verschuldung der Entwicklungsländer)
Ergänzend zum TV-Programm bietet Arte umfangreiche Informationen zum Thema "Hunger"

Grafikdienst Nr.9/02

Vergrößern: Klick auf Grafik
Die bietet in ihrem Grafikdienst eine Infografik mit ergänzendem Text zur internationalen Getreideproduktion. 2001 wurden über 2 Mrd. Tonnen geerntet. Mais, Reis und Weizen sind die bei weitem wichtigsten Getreidearten. Auf sie entfallen rund 85 % der weltweiten Ernte. Allerdings sind diese Getreidearten regional sehr unterschiedlich verteilt.
Grafik und Text wurden zu einem DIN-A4-Infoblatt zusammengefasst.
Download Infoblatt : pdf/208KB    WinWord-doc/ 98KB  
Für hochauflösenden Druck bieten wir die Grafik zusätzlich einzeln an:
Download Grafik:   pdf/254KB;    eps/854KB

Zahlreiche weitere Infografiken der Welthungerhilfe auf der
   Extraseite zum Welternährungsgipfel 2002
»Brot für die Welt« ist eine Aktion der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit.
Unter "Globales Lernen" bietet die Organisation eine Vielzahl von Unterrichtsmaterialien zum Themenbereich "Eine Welt" im Unterricht an.
  

Globales Lernen
Eingangsseite zu vielen nützlichen Angeboten und Servern betreffend das "Globale Lernen":   www.eine-welt-netz.de

Einen weiteren ergiebiger Einstieg in das "Globale Lernen" bietet der Hamburger Bildungsserver:   http://lbs.hh.schule.de/globlern/
     


Das Welthaus Bielefeld (existiert seit 1980, früher "Dritte Welt Haus" genannt) versteht sich als Entwicklungsagentur, die durch politische Arbeit hier in unserer Gesellschaft wie auch durch Projektzusammenarbeit in den Ländern des Südens einen Beitrag zur Überwindung von Armut und zur Verwirklichung von mehr Gerechtigkeit leistet.
Datenbank für Unterrichtsmaterialien: www.welthaus.de/avsek.html :
die vom Welthaus Bielefeld redigierte Datenbank der EWIK (Eine-Welt- Internet-Konferenz). Dort finden Sie ständig aktualisiert und ergänzt Hinweise auf viele (noch erhältliche) Unterrichtsmaterialien. Viele Materialien können auch online bestellt werden:
Datenbank entwicklungsbezogener Unterrichtsmaterialien: www.eine-welt-unterrichtsmaterialien.de
Angebot von Medien: www.welthaus.de/kistesek.html
  
weitere Materialien 
bietet die Extraseite zum Welternährungsgipfel 2002

Stand:16.10.2002/zgh

 Welternährungstage: Übersicht      Ernährung & Landwirtschaft

zur Themenübersicht zum Oberthema zum Seitenanfang


Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten  
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt

Kontakt über uns Impressum Haftungsausschluss Copyright   © 1999 - 2017  Agenda 21 Treffpunkt