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Daten / Statistiken
AIDS / HIV  
15. Weltaidstag:   1.12.2002

2002
Aktuelles  Kurznachrichten  Presseartikel
AIDS-Projekt HOKISA : Häuser für AIDS-Waisenkinder in Südafrika
 14.internationale Aidskonferenz vom 7.-12.7.2002 in Barcelona
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A I D S Acquired Immune Deficiency Syndrome    
       (Syndrom der erworbenen Immunschwäche)
H I V  =   Human Immunodeficiency Virus      
       (Menschliches Immunschwäche-Virus).  

Aktuelle Informationen 




Verdopplungszeiten

für die Zahl der Aidsinfizierten:
weltweit: bis 2010
in Asien: bis 2007


Alljährlich am 1. Dezember erinnert der Welt-AIDS-Tag an die immer noch wachsende Aidsepidemie. Der 15. Welt-AIDS-Tag 2002 wendet sich mit dem Motto "Live and let live" gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung von Aids-Infizierten und Aids-Kranken.
Die Aidsbekämpfungsorganisation UNAIDS gibt jedes Jahr zum Welt-AIDS-Tag einen Report heraus, in dem die neuesten Daten und Statistiken zur Entwicklung der Aidsepidemie zusammengestellt werden: Seit dem 1.12.2001 stieg in Zahl der Aidsinfizierten weltweit um 2 Mio auf nun 42 Mio. Die Neuinfektionen stagnieren bei 5 Mio, darunter 800.000 Kinder, die Aids-bedingten Todesfälle stiegen von 3 auf 3,1 Mio. Der Anstieg hat sich insgesamt reduziert, weil die Todeszahlen steigen. Regional ergeben sich jedoch große Unterschiede und z.T. dramatische Verschlechterungen, z.B. in einigen Ländern Afrikas (z.B. Kamerun, Nigeria), in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, in China und einigen arabischen Ländern.
Erstmals im Verlauf der Aidsepidemie sind weltweit mehr Frauen als Männer infiziert.  [ausführliche Darstellung der Daten: taz, 27.11.02]
Am schnellsten breitet sich Aids zur Zeit in Zentralasien und Osteuropa aus. Hauptursache laut Weltgesundheitsorganisation: gemeinsame Nutzung von Spritzen unter Drogenabhängigen, deren Zahl durch grassierende Arbeitslosigkeit und Armut dramatisch wachsen.




In Deutschland haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2002 etwa 2000 Menschen neu angesteckt. Bundesweit gibt es 39000 Aids-Infizierte. Seit Ausbruch der Seuche sind ca. 60.000 an den Folgen der Immunschwäche gestorben.
[ausführliche aktuelle Infos: Epidemiologische Bulletin (RKI)]
Grund für die Neuinfektionen in Deutschland sind nach Einschätzung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die wachsende Unkenntnis über Aids-Infektion vor allem unter männlichen Jugendlichen, besonders unter den Migranten aus Osteuropa. So glauben erschreckend viele Jugendliche fälschlicherweise, sie könnten sich nicht bei Menschen anstecken, die gesund wirken und die keine typischen Aidssymptome zeigen oder mit Medikamenten die Aids-Viren schwächen. Alarmierend ist auch die dramatisch wachsende Zahl von traditionellen Geschlechtskrankheiten wie z.B. Syphilis, die als Frühindikator für AIDS-Neuinfektionen gilt, da sie vermehrten ungeschützten Geschlechtsverkehr anzeigt. Fachleute schätzen daher, dass "uns das Schlimmste noch bevorsteht".
[ausführlicher Hintergrund-Bericht: FR 30.11.02, bis ca. 15.12.02 online]
Außerdem halten Experten deutsche Jugendliche für "miserabel aufgeklärt".   
Sexuelles
Aufklärungsverhalten
von Jugendlichen

Studie: "Medien der Sexualaufklärung einschließlich des Internet"
Das Münchener Institut für Jugendforschung meldete Alarmierendes: Knapp 20 % der befragten 536 Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren nahmen an, dass Tampons ein geeignetes Verhütungsmittel seien. Dass Jugendliche in Zeiten von "Bravo", Aids-Kampagnen und einem offenen Umgang mit Sexualität so wenig aufgeklärt sind, überrascht und wirft die Frage auf, wer wie aufklärt und ob z.B das Internet als "anonymer Berater" eine Rolle spielt?
Alexandra Klein
( Erziehungswissenschaftlerin, FU-Berlin) hat sich in ihrer preis-gekrönten Diplomarbeit ("Medien der Sexualaufklärung einschließlich des Internet") mit diesen Fragen beschäftigt. Weitere Infos/Links/Kontakt [TeachersNews]

=> Statistik "Aufgeklärt"   WR-Artikel: "Aufklärung miserabel"  
  
Aids in Afrika

Aids - Waisen

Besonders gravierend wirkt sich die langjährige Aidsepidemie in Afrika aus: Da zunehmend auch viele junge Arbeitskräfte sterben, mangelt es der Landwirtschaft und den Betrieben akut an Arbeitskräften. Dadurch können nicht mehr genügend Lebensmittel und Produkte erzeugt werden, Hunger und wachsende Verelendung in vielen Ländern vor allem im Süden Afrikas sind die Folge. In diesem tiefgreifenden Zerfallsprozess blüht Aids erst richtig auf, da besonders Frauen und Kinder oft gezwungen sind, Sex für Arbeit und Essen anzubieten.
[ausführlicher Hintergrundbericht: taz, 27.11.02]
Ein wachsendes Problem sind auch die
Aids-Waisen: Von den weltweit 13 Millionen Kindern unter 15 Jahren, die durch AIDS einen oder beide Elternteile verloren haben, leben 90 % im südlichen Afrika. Nach einer Schätzung der UNICEF könnten bis 2015 weltweit 25 Millionen Kinder zu AIDS-Waisen werden. [Videotext,25.11.02]

Im folgenden berichten wir über ein Graswurzel-Projekt in Südafrika, das den Aids-Waisen direkt hilft und gleichzeitig Aids-Prävention praktiziert.
  

AIDS- Projekt
"HOKISA"
Homes for Kids
in South-Africa

Haus für AIDS-Waisen

AIDS-Waisen

Initiiert wurde das Projekt von Lutz van Dijk, der das Jugend- buch "Township Blues" schrieb, und Karin Chubb, die es ins Englische übersetzte. Neben großen Spenden (auch aus Deutschland) finanzieren beide das Projekt aus Preisgeldern (Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001) und Tantiemen des Buches, das in Südafrika mittlerweile Pflichtlektüre in den weiterführenden Schulen ist. [Infos / Direktbestellung: s.u]
Zunächst wurde im Township Masiphumelele (dt. "Wir schaffen es") ein Haus für AIDS-Waisen gebaut, das am Weltaidstag eingeweiht wurde. Beim Bau wurden die Menschen aus der Nachbarschaft und dem Township einbezogen: Sie haben über alle Fragen des Projekts mitentschieden. Arbeitslose Handwerker oder Leute halfen beim Bau und bekamen so Arbeit und Ausbildung. Leitung und Knowhow sollen mit der Zeit ebenfalls in lokale Hände übergehen, damit weitere Häuser in Eigeninitiative aufgebaut und geführt werden können. Allmählich soll ein Netzwerk geknüpft werden, mit dem in Selbsthilfe das AIDS-Problem angegangen werden kann. Die Website  hokisa.co.za/page_002.html (engl.)  beschreibt das gesamte Projekt ausführlich und mit vielen anschaulichen Bildern. Weitere Infos [NDS,12/2001], aktueller der folgende Artikel (nicht online)
"HOKISA: Ein Zuhause für Kinder in Südafrika" [NDS,12/2002, S.26]
Hintergrundbericht: "Die Initiative Hokisa sorgt in Südafrika für Mädchen und Jungen, die an Aids leiden - direkt oder indirekt / Hilfe von der GEW" [FR, 26.6.03]

In Deutschland wird HOKISA unterstützt durch den gemeinnützigen Förderverein HOKISA e.V. c/o Bildungswerk für Friedensarbeit, Budapester Str. 21, 53111 Bonn.
eMail: hokisa@bf-bonn.de    Internet: www.hokisa.co.za/deutsch.html
  

Andere AIDS-Waisen-Projekte in Südafrika werden vom Verein "Hope & Future e.V." unterstützt. Hope & Future hilft durch finanzielle Unterstützung schon bestehender Initiativen, um AIDS-Waisenkindern das Leben als Straßenkinder zu ersparen .
Näheres unter http://hope-and-future.de
  

Avoiding AIDS
as easy as:

 Abstain      
Be Faithful 
Condomise
AIDS-ABC: Plakat-Aktion zur AIDS-Aufklärung in Botswana
Botswana ist das Land mit der höchsten Aids-Infektionsrate weltweit: 36%.
Die Lebenserwartung stürzte in den letzten Jahren von 65 auf 39 Jahre ab. Jährlich sterben ca. 10000 der 1,6 Millionen Botswaner an Aids.
Vom Hauptproblem AIDS abgesehen ist Botswana aber ein eher erfolgreiches Ausnahmeland in Afrika, das sich dem üblichen Morast aus Korruption und Misswirtschaft bisher erfolgreich entzogen hat und beachtliche wirtschaftliche und soziale Erfolge vorweisen kann. Den Kampf gegen Aids haben Staat, Wirtschaft und soziale Gruppen koordiniert begonnen. Mittlerweile liegen Kondome in jedem Hotel und Betrieb kostenlos aus. Berater besuchen die Haushalte und klären die Menschen vor Ort auf. Die großangelegte Aids-Aufklärungskampagne zeigt bereits erste Erfolge: die Zahl der Teenagerschwangerschaften ging stark zurück, immer mehr Frauen bestehen sogar beim eigenen Ehemann auf den Gebrauch von Kondomen. [Hintergrundbericht: Wirtschaftswoche 38/ 12.9.02]
  

zum SeitenanfangPresseartikel

 
DIE ZEIT präsentiert eine Auswahl an Websites, die regelmäßig bearbeitet und ergänzt werden. Bei den meisten der angeführten Internet-Adressen findet man weitere Link-Listen zum Thema: zur Aids-Website der ZEIT
  
Pressearchiv

Zahlreiche weitere Presseartikel bietet das
Pressearchiv
zum Thema "Aids / HIV"

  

zum SeitenanfangInformationen zur 14. Internationalen AIDS-Konferenz


Vom 7.- 12. Juli 2002 trafen sich Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und Zivilgesellschaft zu einem Weltgipfel in Barcelona, um über die nach wie vor ungebremste Aidspandemie (weltweite Epidemie) zu beraten. Zu diesem Anlass hatten wir einige Informationen zusammengestellt, die zum Vergleich mit dem jetzigen Stand (zum Weltaidstag 1.12.02) immer noch interessant sind.
  

Mindestens 68 Millionen Menschen werden nach UN-Schätzungen in den kommenden 20 Jahren an Aids sterben, wenn es keinen Durchbruch in der Bekämpfung gibt. Die Immunschwäche verbreite sich weiter und schneller als befürchtet und schlage tiefere Breschen, als Experten es je für möglich gehalten hatten, heißt es im Lagebericht von UNAIDS, dem Aidsbekämpfungsprogramm der UN. (Daten zur Aids-Ausbreitung: siehe Daten/ Statistik)
Die Hauptursache endeckte UNICEF bei Umfragen unter Jugendlichen in aller Welt: Die Mehrheit habe keine Ahnung, wie HIV/Aids übertragen wird und wie man sich davor schützen kann.
  [vistaverde/dpa, 5.7.02]

In einem Beitrag zum Weltaidsgipfel setzte sich der WDR mit der wachsenden Nachlässigkeit bei der Verhütung insbesondere von männlichen Jugendlichen auseinander:
Kondom gilt als Männlichkeitsverlust. Ein richtiger Mann macht es auch ohne - nach diesem Motto verhalten sich viele Jungen. Das weiß Klaus Kwaschnik von der Aidshilfe Köln  "Jungen sind oft ignorant, Mädchen besser informiert"

Klaus Kwaschnik hat bei seiner Arbeit festgestellt: das Thema AIDS steht bei Jugendlichen nicht mehr im Vordergrund. "Viele Jugendliche hören, dass es Medikamente gegen die Krankheit gibt und dass es vielen Infizierten relativ gut geht. Sie ziehen dann oft den falschen Schluss." Vor allem Jungen verdrängen das Thema. Sie vertreten die Haltung: AIDS betrifft mich nicht, das war ein Problem der 80er Jahre.  [ausführlich: WDR-Online]
  
Presseartikel
Im Umfeld der 14. Internationalen Aidskonferenz vom 7.- 12. Juli 2002 in Barcelona berichteten einige Tages- und Wochenzeitungen intensiv zum Thema Aids. Eine Auswahl von Presseartikeln haben wir zu einer Extra-Seite zusammengestellt.

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dpa-Grafik: AIDS - die Zerstörung des Immunsystems


Die Infografik "Zerstörung des Immunsystems" informiert über
die Wirkungsweise des HI-Virus in 4 Stufen:
1) Infektion mit dem HI-Virus z.B. durch Geschlechtsverkehr, Bluttransfusion
2) Das HI-Virus schleust sein Erbmaterial in Immunzellen ein
3) Die Immunzelle produziert neue HI-Viren und zerstört sich dabei selbst
4) Einige HI-Viren überleben die Immunabwehr. Nach mehreren Jahren bricht das Immunsystem zusammen, der Mensch wird AIDS-krank.
zur Großansicht der Grafik

  

weitere
Hintergrund-Infos

Die Themenseite zu AIDS/ HIV enthält in der Rubrik "Hintergrund" ausführliche Inhalte zu folgende Aspekten:
  •  Ursprung von Aids: Woher kommt Aids?
  •  Erworbene Immunschwäche
  •  Impfung, Therapie, Heilung ?
  •  Medikamente gegen Aids
  •  Aids in Süd-Afrika
  •  Besonders betroffen: Mädchen und Frauen


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  => AIDS/ HIV: Dokumente
 

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  => AIDS/ HIV: Unterrichtsmaterialien/ Medien

   

Stand: 26.11.04/zgh

Themen:  AIDS / HIV  

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