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  Gezeitenenergie  
 
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Gezeiten-Entstehung
Gezeiten-Entstehung: Großansicht/ Simulation bei planet-schule.de
Großansicht [SWR]

Aufgrund der Entstehungsgeschichte der Erde (Verdichtung von Materie in einem rotierenden Sonnennebel durch Schwerkraft) rotiert sie in 24 Stunden einmal um sich selbst. Infolge der großen Masse der Erde (rund 6 · 1024 kg) steckt in dieser Erdrotation eine gewaltige Energie, die noch Milliarden Jahre reichen wird. In Zusammenwirken mit der Gravitation des Mondes und der Sonne entstehen auf der Erde die Gezeiten (Ebbe und Flut im Abstand von 12 Stunden und 25 Minuten) verbunden mit Tidenhub und Tidenstrom. Gezeitenkraftwerke nutzen die Energie, die im Tidenhub oder Tidenstrom steckt, und wandeln sie in elektrischen Strom um.
 

Tidenstrom-Gezeitenkraftwerk: Großansicht bei Meyers-Lexikon
Großansicht [Meyers]

Tidenstrom-Kraftwerke (Meeresströmungskraftwerke) arbeiten im Prinzip wie Windkraftwerke unter Wasser: sie bestehen aus Unterwasser-Rotoren, die durch den Tidenstrom (oder auch durch sonstige Strömungen im Meer) in beide Richtungen angetrieben werden.
Kommerziell genutzte Kraftwerke dieses Typs gibt es bisher noch nicht, drei Prototypen (Seaflow: Straße von Bristol/ Großbritannien; Kobold: Straße von Messina/ Italien; Hammerfest: Norwegen) werden erprobt.
Das Potenzial dieser Stromerzeugung wird europaweit auf bis zu 3 %, für Großbritannien auf 20 % des gesamten Stromverbrauchs geschätzt. Bis auf Weiteres sind Meeresstrom-Kraftwerke jedoch weit davon entfernt, wettbewerbsfähig zu sein [1] .
  

Gezeitenkraftwerk Titenhub: Großansicht bei Wikipedia  Gezeitenkraftwerk Titenhub: Großansicht bei Wikipedia
Großansicht [Wiki]

Bei Tidenhub-Kraftwerken werden Meeresbuchten durch eine Staumauer abgesperrt. Bei Flut staut sich das Wasser auf der Meerseite und gewinnt dadurch potentielle Energie im Vergleich zum niedrigeren Pegel hinter der Staumauer, bei Ebbe ist es umgekehrt. Dieser Pegelunterschied wird in kinetische Energie umgewandelt, indem in die Staumauer Turbinen eingebaut werden, durch die das Wasser strömen und dadurch die Pegelunterschiede ausgleichen kann.
Das bisher größte Gezeitenkraftwerk bei Saint-Malo (Frankreich, Tidenhub: 12-16 m) erzeugt pro Jahr rund  0,6 TWh Strom. Das an der Bay of Fundy (weltweit höchster Tidenhub: 16 - 21 m) geplante Gezeitenkraftwerk (Nennleistung 5000 MW) wurde bisher wegen der hohen Investitionskosten und wahrscheinlicher Umweltschäden nicht realisiert [2] . In Großbritannien soll im Bristonkanal (Tidenhub bis zu 15 m) das weltweit größte Gezeitenkraftwerk "Severn Barrage" (Nennleistung 8500 MW) gebaut werden [3] . Auch hier werden Umweldschäden befürchtet, und es ist daher fraglich, ob das Projekt nachhaltig realisiert werden kann. Es würde allerdings geschätzte 17 TWh  Strom erzeugen und damit rund 6 % des Stromverbrauchs Großbritanniens decken [4] .

  
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[1] Wikipedia: Meeresströmungskraftwerk ( Z 09.11.08)
[2] Wikipedia: Wellenkraftwerk (Z 12.11.08)
[3] Wikipedia: Severn Barrage (Z 12.11.08)
[4] SDC: Tidal Power (Z 12.11.08)     SDC Report on Tidal Power: Übersicht     Download (pdf, 6,6 MB)
Die Stromproduktion wäre herausragend hoch, wie folgende Vergleiche zeigen:
- Konventionelles Großkraftwerk (z.B. Kernkraftwerk mit 1300 MW Nennleistung): rund 10 TWh
- weltweit größtes Solarkraftwerk Andasol 1 bei Granada (Spanien):  0,18 TWh 
- weltweit größter Off-Shore-Windpark in der Nordsee (geplant 400 MW):  1,5 TWh
Das Gezeitenkraftwerk "Severn Barrage" würde also mehr Strom als 11 Off-Shore-Windparks oder 94 große Solarkraftwerke erzeugen.
    

Stand: 22.02.08/zgh Thema Erneuerbare Energien  
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