Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Themen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Kontakt    Haftungsausschluss

Lexikon Kipp-Punkte / Kippelemente im Klimasystem zum Oberthema: Energie/ Ressourcen
 
Hintergrund

Globale Erwärmung: Daten zum IPCC-Bericht
Großansicht/Daten

Globale Erwärmung:
Die globale Durchschnittstemperatur ist seit Beginn der Industrialisierung ab etwa 1850 infolge des durch menschliche Aktivitäten (vor allem Verbrennen fossiler Energien) verstärkten Treibhauseffekts um etwa 0,8 °C gestiegen. Geht die globale Erwärmung immer weiter, beginnen bei bestimmten Schwellenwerten Elemente im Klimasystem zu "kippen", d.h. es  werden Prozesse des Klimawandels in Gang gesetzt, die einen abrupten Wandel vollziehen und meist auch irreversibel sind, also durch menschliches Handeln weder gestoppt noch nennenswert verzögert oder gemildert werden können. Zudem sind viele dieser Klimawandelprozesse selbstverstärkend, z.B. verringert das Abtauen der Polkappen oder von Gletschern die Albedo (Rückstrahlquote) der Erde, wodurch sich die Erde noch mehr erwärmt, was wiederum das Schmelzen beschleunigt usw.
( => Albedo-Rückkopplung)

  

Kippelemete
Kipp-Punkte im Klimasystem: Germanwatch
Großansicht

Klimaforscher vom PIK vermuten, dass folgende 11 Elemente des globalen Klimasystems Kipp-Punkte haben:  Grönland-Eis; Albedo-Abnahme der Arktis; Golfstrom; Versauerung der Meere/ Verringerung der CO2-Pufferung; Eisschild der Antarktis; Amazonas Regenwald; Sahelzone; Monsun in Indien; Auftauen von Permafrostböden; Albedo-Abnahme Himalaya-Gletscher; El Niño[1]

Beispiele für irreversible sich selbst verstärkende Klimaprozesse:

  1. Grönland-Gletscher-Schmelze --> Meeresspiegel-Anstieg und dadurch Umwandlung von hellen in dunklere Flächen --> Albedo-Verringerung --> globale Erwärmung --> verstärkte Grönland-Gletscher-Schmelze
  2. Auftauen von Permafrostböden --> Freisetzung gewaltiger Treibhausgas-Mengen  --> Verstärkung des Treibhauseffekts --> globale Erwärmung  --> Verstärkung des Auftauens der Permafrostböden
  3. Versauerung der Meere --> verringerte CO2-Aufnahmefähigkeit der Meere   --> verstärkter Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmospähre --> verstärkter Treibhauseffekt   -->  verstärkte globale Erwärmung  --> verstärkte Versauerung der Meere.
      


Daten/ Großansicht

Viele Klimaforscher (IPCC) halten global die 2 °C - Schwelle für entscheidend: Steigt die globale Durchschnittstemperatur um mehr als 2 °C gegenüber dem vorindustriellem Niveau, werden vermutlich eine Reihe der oben skizzierten Kipp-Prozesse ausgelöst [2].
Die Hansen-Studie setzt die kritische Schwelle deutlich unter 2 ° C an:
Die Studie sieht Indizien dafür, dass schon bei  + 1 °C wichtige Klimaelemente kippen könnten. [3]

 

 

  
zum Seitenanfang Aktuelles / Archiv
Presse-/ Online-Medien
Datenbank
Der Presse-/Medienspiegel (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
Datenbank-Einträge zum Thema  "Kipp-Punkte":
 Jahrgang:  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017   
   
Beliebige Suchbegriffe können recherchiert werden durch direkte Eingabe in die Maske oben auf der Startseite zum Presse-Archiv.  
  
Daten/Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Klima-Risiko-Index
KRI-2018
Klima-Risiko-Index-2018: Globus Infografik 12112/ 17.11.2017
17.11.17   (984)
dpa-Globus 12112: Am stärksten von Wetterkatastrophen betroffen
Der jährliche Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch bewertet, wie stark Länder von Wetterkatastrophen (u.a. Stürme, Starkregen, Hochwasser, Überschwemmungen, Hitzewellen) betroffen sind. Einbezogen werden die Folgen für Menschen und die direkten ökonomischen Verluste. Datenbasis ist u.a. der NatCatSERVICE von Munic Re. Der KRI 2018 wird berechnet aus 4 Indikatoren (s. Infos) mit Daten des Jahres 2016 (Jahresindex) und für den Zeitraum 1997 bis 2016.(Langzeitindex). In diesen 20 Jahren verursachten weltweit mehr als 11.000 Extremwetterereignisse rund 524.000 Tote und rund 3,16 Billionen US-Dollar Schäden. Die 10 betroffensten Staaten sind Entwicklungsländer: HN 12,17; HT 13,50; MM 14,00; NI 19,33; PH 201,7; BDPK 30,50; VN 31,83; TH 33,83; DO 34,0. Tabellenansicht
Nach Frankreich und Portugal ist Deutschland (Rang 23|KRI 43,17) das am stärksten betroffene Industrieland, u.a. durch die Hitzewelle 2003 mit mehreren Tausend Toten, Orkan Kyrill 2007 und mehren Hochwasserkatastrophen an Oder, Donau und Elbe. Beim Jahresindex-2016 rückt Deutschland von Rang 64 auf 42 vor: u.a. Stürme und Überschwemmungen verursachten 4 Tote und Schäden von knapp 4 Mrd.$.

Quelle: Germanwatch     Infografik-Bezug      Tabelle/ Infos   

| Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | 2 °C - Schwelle |
Treibhausgas-Ausstoß
DE-2015
Treibhausgase-DE-2015: Globus Infografik 11658/ 07.04.2017
07.04.17   (889)
dpa-Globus 11658: Treibhausgase in Deutschland
Der Treibhausgasausstoß Deutschlands, in Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten* (Mt CO2ä), sank von 1990|1251 unter leichten Schwankungen auf 2015|902, insgesamt um 27,9 %. Ziel der Bundesregierung ist - 40 % bis 2020. Da die Emissionen in 2016 angestiegen sind auf 906 Mt, gerät dieses Ziel immer weiter in die Ferne. Hauptursache sind unzureichende energetische Sanierung von Gebäuden und steigende Emissionen im Verkehrssektor.
* globale Erwärmungswirkung der Treibhausgase im Vergleich zu Kohlendioxid

Quelle: Umweltbundesamt     Infografik-Großansicht      Tabelle/ Infos 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | 2 °C - Schwelle |
Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017 
zum Seitenanfang weitere  Daten / Statistiken / Infografen
  globale Erwärmung  > Daten
  IPCC-Weltklimabericht 2007 > Daten
  Klima   >  Daten
Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
WEO-2014
WEO-2014
12.11.14   (114)
IEA: World Energy Outlook 2014
Jährlich im November veröffentlicht die IEA ihren "World Energy Outlook" (WEO), eine umfangreiche Datensammlung zur Entwicklung der Primärenergieträger in der Vergangenheit sowie Prognosen, in diesem Jahr erstmals bis zum Jahr 2040, samt daraus sich ergebender Konsequenzen für die Versorgungssicherheit sowie den Umwelt- und Klimaschutz. Erfasst werden die nicht regenerierbaren Energiequellen (Öl, Kohle, Gas, Atomkraft) und einige der regenerierbaren (Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Biomasse) im Hinblick auf Energienachfrage und - angebot sowie Energiehandel und Investitionen in Infrastruktur. 2014 zählen u.a. die Gas- und Ölschwemme, verursacht durch Fracking in den USA, zu den Schwerpunktthemen. Aus diesem Datenpool werden ergänzend diverse Statistitiken zu den energiebedingten CO2-Emissionen abgeleitet. Zunehmend werden auch Aspekte wie Energieverteuerung und Folgen der Klimaerwärmung analysiert. Wie schon in den letzten Jahren sieht die IEA die Risiken wachsen, dass das 2°C-Ziel weit verfehlt wird und schlägt deshalb verschiedene Maßnahmen zum drastischen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vor.
  
Informationen: Überblick/ Inhaltsverzeichnis/ Bestellung / Presse-Präsentation  
Download: Pressepräsentation mit den zentralen Aussagen und Infografiken [pdf]

| Energie | Fossile Energien | Erdöl | Kohle | Erdgas | Atomenergie | Erneuerbare Energien | Windenergie | Solarenergie | Wasserkraft | Biomasse | Fracking | Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Weltklimabericht
Weltklimabericht:  Grafik Großansicht
31.03.14   (115)
IPCC: Fünfter Weltklimabericht
Der 5. Sachstandsbericht (engl. 5. Assessment Report, AR5) des Weltklimarats (IPCC) fast den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Klimaerwärmung zusammen.
1) Physikalische wissenschaftliche Grundlagen: CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt. Die globale Erwärmung ist deutlich sichtbar, u.a. Atmosphären- u. Ozeanerwärmung, Schnee- u. Eisschmelze und Meeresspiegelanstieg.
2) Folgen, Anpassung, Verwundbarkeit: Gletscherschmelze; Auftauen von Permafrostböden; negative Bilanz der Ernteerträge; Verstärkung der Wetterextreme; Gefährdung der Lebensgrundlagen (Hitze/ Dürren; Wasser; Nahrung; Lebensraum) erhöhtes Krankheits- u. Todesrisiko; Verlust von Ökosystemen
3) Minderung des Klimawandels: Treibhausgas-Reduktion; Dekarbonisierung durch Energiewende (Strom, Verkehr, Wärme) u. Agrarwende (nachhaltige Land- u. Forstwirtschaft: u.a. Aufforstung, regionale Nutzung von Biomasse/ NaWaRo)
4) Synthesebericht für Politikschaffende (engl. policymakers) : Bekräftigung des 2°C-Ziels und der Appell, durch weltweite Kooperation (neuer Klimavertrag in Paris) noch rechtzeitig zu verhindern, dass gefährliche Kipp-Punkte im Klimasystem ausgelöst werden.

Infos, Präsentationen, Downloads: Fünfter Sachstandsbericht des IPCC

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | 2 °C - Schwelle | Kipp-Punkte | IPCC | IPCC-Bericht | Kyoto-Protokoll | Wasser | Nahrung | Boden | Bio-Vielfalt |
Dokumente: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017 

    
zum Seitenanfang interne Links
internes Lexikon    2 °C Schwelle    Klimawandel  Treibhauseffekt   
Spezials  Weltklimaberich 2007 (IPCC: 4.Sachstandsbericht) 
Ober-Themen  Klima  Energie  
    
zum Seitenanfang externe Links
Potsdam Institut für Klimafolgen-Forschung (PIK )
  
Hintergrund:  Kippelemente im Klimasystem der Erde    (5.2.08)
   
Umweltbundesamt
UBA
Hintergrund:  Kipp-Punkte im Klimasystem (pdf, 255 KB)
Ausführliche Darstellung und Analyse, Literatur und weiterführende Informationen, darunter Links
  
World Wide Fund for Nature (WWF) Hintergrund:  Kipp-Punkte im Klimasystem
Kurze Texterklärung;  Animation mit Globus;  Video
 
zum Seitenanfang Quellen/ ergänzende Hinweise:
1.  Interview mit H.J. Schellnhuber: "Kipp-Punkte im Klimasystem", Germanwatch, März 2006
2.  Stefan Rahmstorf: "Kampf um zwei Grad Celsius", taz 18.11.2005
3. Pressarchiv Jg. 2008:  Artikel zur Hansen-Studie


Stand: 22.02.08/zgh   Klima > globale Erwärmung | Klimawandel |
zur Themenübersicht zum Oberthema: Energie/ Ressourcen zum Seitenanfang

Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten  
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt

Kontakt über uns Impressum Haftungsausschluss Copyright   © 1999 - 2017  Agenda 21 Treffpunkt