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Lexikon Kipp-Punkte / Kippelemente im Klimasystem zum Oberthema: Energie/ Ressourcen
 
Hintergrund

Globale Erwärmung: Daten zum IPCC-Bericht
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Globale Erwärmung:
Die globale Durchschnittstemperatur ist seit Beginn der Industrialisierung ab etwa 1850 infolge des durch menschliche Aktivitäten (vor allem Verbrennen fossiler Energien) verstärkten Treibhauseffekts um etwa 0,8 °C gestiegen. Geht die globale Erwärmung immer weiter, beginnen bei bestimmten Schwellenwerten Elemente im Klimasystem zu "kippen", d.h. es  werden Prozesse des Klimawandels in Gang gesetzt, die einen abrupten Wandel vollziehen und meist auch irreversibel sind, also durch menschliches Handeln weder gestoppt noch nennenswert verzögert oder gemildert werden können. Zudem sind viele dieser Klimawandelprozesse selbstverstärkend, z.B. verringert das Abtauen der Polkappen oder von Gletschern die Albedo (Rückstrahlquote) der Erde, wodurch sich die Erde noch mehr erwärmt, was wiederum das Schmelzen beschleunigt usw.
( => Albedo-Rückkopplung)

  

Kippelemete
Kipp-Punkte im Klimasystem: Germanwatch
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Klimaforscher vom PIK vermuten, dass folgende 11 Elemente des globalen Klimasystems Kipp-Punkte haben:  Grönland-Eis; Albedo-Abnahme der Arktis; Golfstrom; Versauerung der Meere/ Verringerung der CO2-Pufferung; Eisschild der Antarktis; Amazonas Regenwald; Sahelzone; Monsun in Indien; Auftauen von Permafrostböden; Albedo-Abnahme Himalaya-Gletscher; El Niño[1]

Beispiele für irreversible sich selbst verstärkende Klimaprozesse:

  1. Grönland-Gletscher-Schmelze --> Meeresspiegel-Anstieg und dadurch Umwandlung von hellen in dunklere Flächen --> Albedo-Verringerung --> globale Erwärmung --> verstärkte Grönland-Gletscher-Schmelze
  2. Auftauen von Permafrostböden --> Freisetzung gewaltiger Treibhausgas-Mengen  --> Verstärkung des Treibhauseffekts --> globale Erwärmung  --> Verstärkung des Auftauens der Permafrostböden
  3. Versauerung der Meere --> verringerte CO2-Aufnahmefähigkeit der Meere   --> verstärkter Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmospähre --> verstärkter Treibhauseffekt   -->  verstärkte globale Erwärmung  --> verstärkte Versauerung der Meere.
      


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Viele Klimaforscher (IPCC) halten global die 2 °C - Schwelle für entscheidend: Steigt die globale Durchschnittstemperatur um mehr als 2 °C gegenüber dem vorindustriellem Niveau, werden vermutlich eine Reihe der oben skizzierten Kipp-Prozesse ausgelöst [2].
Die Hansen-Studie setzt die kritische Schwelle deutlich unter 2 ° C an:
Die Studie sieht Indizien dafür, dass schon bei  + 1 °C wichtige Klimaelemente kippen könnten. [3]

 

 

  
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Presse-/ Online-Medien
Datenbank
Der Presse-/Medienspiegel (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
Datenbank-Einträge zum Thema  "Kipp-Punkte":
 Jahrgang:  07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22   
   
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Daten/Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Fleischproduktion
WE 1961-2022
Der Fleischhunger der Welt | Statista
14.09.22    (2251)
Statista: Der Fleischhunger der Welt
Die weltweite Fleischproduktion (in Mt Schlachtgewicht) hat sich von 1961|71 auf 2022|361 mehr als verfünffacht. Trotz Störungen der Produktion und Lieferketten während der COVID-19-Pandemie hat der Aufwärtstrend angehalten, wie die Zeitreihe zeigt (in Mt):
1961 71 1970 100 1980 137 1990 180 2000 230 2010 293 2020 340 2022 361 .
Hauptgrund für den Anstieg sind geringere Produktionskosten von Fleisch durch vermehrten Anbau von Futtermitteln wie Soja und Mais. Vor allem in Asien stieg die Nachfrage, weshalb dort inzwischen das meiste Fleisch produziert wird (Schwerpunkt: Schweine-/ Geflügelfleisch). Die Produktion von Fleisch ist THG-intensiv, z.B. 13 kgCO2e pro kg Rindfleisch () (ifeu).

Quelle: FAO

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Klimaneutralität
EU 2050
 Globus Infografik 15431
03.06.22    (2191)
dpa-Globus 15431: Klimaneutral bis 2050
Mit dem European Green Deal will die EU ihre THG-Emissionen bis 2030 um mindestens 55% ggü. 1990 verringern und bis 2050 auf null senken. Die Grafik listet die Kernaspekte des Programms, u.a.: EE-Ausbau; saubere Technologien; energieeffiziente Gebäude; ÖPNV-Ausbau; Elektrifzierung der Mobilität; Revitalisierung, Erhalt und Ausbau von CO2-Senken (Moore, Böden, Wälder); langlebigere reparierbare Produkte.

Quelle: EU-Kommission: Überblick  Umsetzung  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  08  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22 
zum Seitenanfang weitere  Daten / Statistiken / Infografen
  globale Erwärmung  > Daten
  IPCC-Weltklimabericht 2007 > Daten
  Klima   >  Daten
Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Production-Gap-Report 2021
Ariadne-Report
11.10.21    (141)
UNEP: Production Gap Report 2021
Im Vorfeld des UN-Klimagipfels COP26 publiziert UNEP seinen jährlichen "Production Gap Report", der die Diskrepanz analysiert zwischen der von Regierungen geplanten Produktion fossiler Energien und jener Menge, die vereinbar wäre mit dem Klimaabkommen von Paris, also der Bergrenzung der globalen Erwärmung auf unter 2°C, möglichst sogar auf 1,5°C. Laut Report wollen die Staaten, die das Paris-Abkommen unterzeichnet haben, jedoch bis 2030 240% mehr Kohle, 71 % mehr Erdgas und 57% mehr Erdöl fördern als vereinbar mit dem 1,5-Grad-Ziel. Auch werden die fossilen Energien global immer noch weitaus stärker subventioniert als die erneuerbaren. Der Report fordert stattdessen eine beschleunigte Dekarbonisierung.

Überblick/ Hintergrund/ Downloads  

| Treibhausgase | Fossile Energien | Kohle | Erdöl | Erdgas | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Emssions Gap Report 2019
RNE: Peer Review
26.11.19    (137)
UNEP: Emissions Gap Report 2019
Zum diesjährigen Weltklimagipfel (COP25) ab dem 2.12.19 in Madrid veröffentlich die UNEP ihren jährlichen Emissions Gap Report mit einer Analyse der Entwicklung der Treibhausgas (THG)-Emissionen insgesamt (2018: 55,3 GtCO2e Rekord) und besonders der G-20-Staaten, die für 78% der weltweiten Emissionen verantwortlich sind. Laut Report 2019 ist die Lücke zwischen der erforderlichen THG-Reduktion gemäß Pariser Klimaabkommen und den nationalen Zusagen weiter gewachsen, weil die Emissionen der Staaten zu sehr steigen bzw. nicht hinreichend reduziert werden: für das Jahr 2030 beträgt die Lücke aller G20-Staaten 15 bzw. 32 GtCO2e im Hinblick auf das Ziel, die globale Erwärmung auf 2°C bzw. sogar 1,5° zu begrenzen. Um diese Ziele doch noch zu erreichen, müssten die G20-Staaten ihre Anstrengungen für 2°C verdreifachen bzw. für 1,5°C mehr als verfünffachen.

Homepage (engl.)  Summary   Report (engl., pdf)

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Kippelemente |
Dokumente: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  08  09  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22 

    
zum Seitenanfang interne Links
internes Lexikon    2 °C Schwelle    Klimawandel  Treibhauseffekt   
Spezials  Weltklimaberich 2007 (IPCC: 4.Sachstandsbericht) 
Ober-Themen  Klima  Energie  
    
zum Seitenanfang externe Links
Potsdam Institut für Klimafolgen-Forschung (PIK )
  
Hintergrund:  Kippelemente im Klimasystem der Erde    (5.2.08)
   
Umweltbundesamt
UBA
Hintergrund:  Kipp-Punkte im Klimasystem (pdf, 255 KB)
Ausführliche Darstellung und Analyse, Literatur und weiterführende Informationen, darunter Links
  
World Wide Fund for Nature (WWF) Hintergrund:  Kipp-Punkte im Klimasystem
Kurze Texterklärung;  Animation mit Globus;  Video
 
zum Seitenanfang Quellen/ ergänzende Hinweise:
1.  Interview mit H.J. Schellnhuber: "Kipp-Punkte im Klimasystem", Germanwatch, März 2006
2.  Stefan Rahmstorf: "Kampf um zwei Grad Celsius", taz 18.11.2005
3. Pressarchiv Jg. 2008:  Artikel zur Hansen-Studie


Stand: 22.02.08/zgh   Klima > globale Erwärmung | Klimawandel |
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