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Dossier Migration: Flüchtlingskrise  
 
Hintergrund

Flüchtlinge / Globus Infografik 10380 vom 09.07.2015
Daten/ Infografik

Weltweit waren 2014|2015 rund 60|65 Millionen (M) Menschen auf der Flucht vor Kriegen, Konflikten, Gewalt, Verfolgung, Unterdrückung und Not, darunter knapp 40|41 M Binnenflüchtlinge [1] . Die Zahl der Migranten ist ab 2014 stark gestiegen, vor allem als Folge anhaltender Konflikte u.a. in Syrien, Irak, Afghanistan, Sudan, Südsudan, Somalia, Dem.Rep.Kongo und Nigeria. Da diese Konflikte teils sogar noch eskalieren, ist mit weiter steigenden Flüchtlingszahlen zu rechnen.
  
Binnen-Flüchtlinge / Globus Infografik 10368 vom 02.07.2015
Daten/ Infografik
Am stärksten betroffen von der Flüchtlings-Migration sind die Herkunftsländer und ihre Nachbarländer, z.B. im Falle von Syrien (21 M Einwohner): 7,6 M Binnenflüchtlinge plus 4,6 M Flüchtlinge ins Ausland, darunter die Nachbarländer Türkei 1,6 M, Libanon 1,2 M und Jordanien 0,7 M  [2] (Stand: Ende 2014), also gravierend hohe Anteile an der Einwohnerzahl. Migration in einem solchen Ausmaß überfordert diese Länder völlig, zumal die internationale Hilfe bei weitem nicht ausreicht, den Flüchtlingen eine menschenwürdige Existenz zu sichern [17] .
  
Flüchtlingsrouten / Globus Infografik 10251 vom 30.04.2015
Daten/ Infografik

Aufgrund der anhaltend desolaten Lage in ihren Heimat- und Nachbarländern machen sich immer mehr Menschen auf den weiten Weg in die EU. Da es kaum legale Möglichkeiten der Einwanderung in die EU gibt, wagen immer mehr Menschen den lebensgefährlichen Weg über Ost-/ Südosteuropa, das Mittelmeer und die Kanaren, um in den Schengen-Raum zu gelangen und dort Asyl zu beantragen [3] . Im Jahr 2014 wurden insgesamt rund 283.000 illegale Grenzübertritte registriert. Im Zeitraum 2008 bis 2015 stieg die Anzahl der Asylanträge in der EU von 225 k auf 1.257 k, das bisherige Allzeithoch [4] . Weltweit schätzt das UNHCR die Zahl der Asylanträge im Jahr 2014 auf rund 866.000, der vierte Anstieg in Folge und fast der bisherige Spitzenwert von 900.000 im Jahr 1992 [5] .
Schengen-Abkommen / Globus Infografik 10267 vom 15.05.2015
Daten/ Infografik
Gemäß Dublin-Abkommen sollen Asylsuchende in dem Schengen-Land Asyl beantragen, in das sie zuerst einreisen. Diese Regelung führte im Verlaufe 2015 infolge stark steigender Flüchtlingszahlen immer mehr zur Überforderung der Ersteinreise-Staaten, vor allem von Griechenland, Italien, Malta (Mittelmeer-Route) und Ungarn (Balkan-Route). Da viele Flüchtlinge eher in Nordeuropa (insbesondere Deutschland, Österreich, Schweden [6] ) wegen der dort besseren Perspektiven Asyl beantragen wollen und nicht in den Ersteinreise-Ländern, verweigern sie dort teils die Registrierung, weil sie andernfalls gemäß Dublin-Abkommen befürchten, später dorthin abgeschoben zu werden. Deutschland hat diese Regelung für Flüchtlinge aus einem Bürgerkriegsland (Syrien) 2015 zeitweise außer Kraft gesetzt [7] .
  
Ablauf eines Asylverfahrens / Globus Infografik 10463 vom 21.08.2015
Daten/ Infografik
Unter den EU-Staaten ist Deutschland - gemessen an absoluten Zahlen - das mit Abstand größte Aufnahmeland für Asylsuchende [8] . Aufgrund der anhaltenden Konflikte in den Herkunfsländern rechnen Experten mit 900.000 bis 1.200.000 Asylsuchenden für das Gesamtjahr 2015. Diese sehr hohen Zahlen führen zu immer längeren Bearbeitungszeiten der Anträge (mehrere Monate bis weit über 1 Jahr, teils über 2 Jahre), da die Kapazitäten des zuständigen BAMF bisher nicht schnell genug erhöht wurden und das Asylverfahren gemäß Artikel 16a  GG zeit- und personalaufwändig ist [9] . Hinzu kommen Mängel im Verwaltungsablauf, u.a. bei der Registrierung der Asylbewerber und der Verarbeitung ihrer Daten bei verschiedenen Ämtern (Easy-System) [10] .
  
Der Asylantrag wird vom BAMF gemäß Asylverfahrensgesetz bearbeitet. Als Ergebnis ergeht ein Bescheid an den Asylbewerber, in dem eine der Varianten a) bis e) festgestellt wird [11] .
 
 
2013
2014
2015
2016
2017
Jan-März
Registrierte Flüchtlinge1
1.091.8942
321.3712
-----3
 
Asylanträge: Erstanträge
 
441.899
722.370
54.426
 
Asylanträge: Folgeanträge
 
34.750
23.175
5.731
 
Asylanträge insgesamt
127.023
202.834
476.649
745.545
60.157
 
entschiedene Anträge 100 %
davon in %
80.978
128.911
282.726
695.733
48.259
 
a) Asylberechtigung
1,1 %
1,8 %
0,72 %
0,30 %
0,39 %
 
b) Flüchtlingseigenschaft
12,2%
24,0 %
47,79 %
36,51 %
21,31 %
 
c) subsidiärer Schutz
8,7 %
4,0 %
0,60 %
22,90 %
18,49 %
 
d) Abschiebeverbot
2,7 %
1,6 %
0,73 %
0,73 %
6,32 %
 
  Gesamtschutzquote =
Summe a) bis d)
24,7 %
31,4 %
49,84 %
62,37 %
46,51 %
 
e) Ablehnung
mit ggf. Abschiebung
38,5 %
33,4 %
32,37 %
24,99 %
36,55 %
 
  Rest zu 100 %
(sonstige Erledigung)
36,8 %
35,2 %
17,79 %
12,64 %
16,94 %
 
1 Easy-System   2 ungenau wegen möglicher Mehrfachzählung [12]  
3 Seit Jan. 2017 werden die Zahlen in einer eigenen Asylgesuch-Statistik erfasst und in monatlichen Pressemitteilungen veröffentlicht. Ein direkter Vergleich mit den EASY-Zahlen der Vormonate ist nicht möglich.    
Quelle: BAMF
- Asylgeschäftsstatistik  (Stand: 31.03.17)
  
Das eigentliche Asyl (Artikel 16a  GG) erhalten also nur extrem wenige Asylbewerber (ab 2015: < 1 %), denn es erfordert, dass der Betroffene im Herkunftsland durch den dortigen Staat (oder in dessem Auftrag) persönlich politsch verfolgt wird (wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe). Die Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure (z.B. Terroristen, Warlords, Kriminalität) sowie z.B. Bürgerkriege, Naturkatastrophen, Armut oder mangelnde Perspektiven werden nicht als Asylgrund anerkannt. In solchen Fällen kann allenfalls Schutz als Flüchtling oder subsidiäre Unterstützung über einen begrenzten Zeitraum gewährt werden.
    
Die Verteilung der Asylsuchenden auf die Länder und Kommunen (gemäß dem Königsteiner Schlüssel: 2/3 Steueraufkommen, 1/3 Bevölkerungszahl) sowie ihre dortige Unterbringung und Versorgung bereiten aktuell immer mehr Probleme. Mittel- und längerfristig stellt die Integration der Schutzsuchenden enorme seit Gründung der BRD 1949 nicht gekannte Anforderungen an das Bildungssystem, den Wohnungs- und Arbeitsmarkt, an die Sozialsysteme sowie die Gesellschaft insgesamt.
zum Seitenanfang Daten und Fakten zur Flüchtlingskrise
Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Das BAMF bietet in seiner Infothek u.a. folgende Infos / Daten/ Dokumente:
- aktuelle Meldungen - Statistiken - Asylzahlen - Ausländerzahlen
-
Asylgeschäftsstatistik ab Januar 2015
- aktuelle Zahlen zum Asyl (03/2017)

   
statistisches
Bundesamt
Daten/ Statistiken unter "Bevölkerung" / "Migration,Integration" mit u.a. folgenden Themen: Wanderungsstatistik - Ausländer - Einbürgerung  
   
Spiegel-Online Die laufend aktualiserte Sammlung von 20 Fragen mit Antworten umfasst u.a. folgende Aspekte: Bleiberecht in DE; Herkunftsländer der Flüchtlinge, Fluchtursachen und Fluchtwege; Asylrecht, Asylverfahren, Asylantrag; Integration in Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt; Hilfen für Flüchtlinge/ Asylbewerber; Reaktion der Bevölkerung und Maßnahmen der Behördern zur Bewältigung der Flüchtlingskrise; Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und der EU.   
  
zum Seitenanfang Ursachen der steigenden Flüchtlingszahlen

Folgen des
Kolonialismus

Die Ursachen für die aktuelle Flüchtlingskrise reichen historisch weit zurück bis in die Kolonialzeit, als deren Folge eine Vielzahl von problematischen Staaten vor allem in Afrika, Nahost, Asien und Lateinamerika entstanden sind, in denen bis heute keine Politik zum Wohl breiter Bevölkerungsschichten realisiert wird. Das liegt einerseits an den dort herrschenden Eliten, deren Hauptziel meist Selbstbereicherung und dazu Machterhalt ist, andererseits aber auch an den ehemaligen Kolonialmächten (u.a. ESPTGBFRNL) und weiteren reichen Ländern (u.a. USDE), die solche Verhältnisse direkt (Militärhilfe, Rüstungsexport) oder indirekt (u.a. Rohstoff-Import, Tourismus) unterstützen und dadurch aufrecht erhalten.
Reichtum für wenige,
Armut für viele
Der oft vorhandene enorme Reichtum an Bodenschätzen (u.a. Öl, Gas, Kohle, Erze, Selten-Erd-Metalle) und natürlichen Ressourcen (u.a. fruchtbare Böden, Biomasse, Wasserkraft, Solarenergie) kommt meist nur einer sehr kleinen Elite zugute, während die breite Masse unter Armut, oft sogar Hunger leidet. So haben sich vielerorts Kleptokratien herausgebildet, bei denen sich heimische und ausländische Eliten durch Plünderung der Ressourcen auf Kosten der Allgemeinheit bereichern. [13]
Hinzu kommt, dass stark subventionierte Lebensmittel aus den reichen Ländern einheimische Produkte verdrängen und in der Folge lokale Märkte und Arbeitsplätze zerstört werden.
[18]
Folgen der
Klimaerwärmung
Als Folge der Klimaerwärmung leiden immer mehr Regionen unter Wassermangel [14] und sinkenden Ernteerträgen. Extremwetterereignisse (u.a. Hitzeperioden, Dürren, Starkregen, Überschwemmungen) treten häufiger und stärker auf; Klimazonen und großräumige Elemente im Klimasystem (Strömungen in der Atmosphäre und in den Meeren, Monsun, El Nino) verändern sich; der Meeresspiegel steigt. All diese Faktoren schwächen vielerorts die elementaren Existenzgrundlagen (erträgliches Klima, Wasser, Nahrungsmittel, Lebensraum) und verstärken so die Motivation zur Migration.
Bevölkerungswachstum
Perspektivlosigkeit
Da die betroffenen Regionen meist auch hohe Geburtenraten haben, wächst der Anteil der jungen Menschen (vor allem Männer) stark an, die in ihren Ländern nur mangelhafte Perspektiven sehen und sich deshalb aufmachen in reichere Länder in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Kriege und Konflikte Diese Motivation zur Auswanderung kann extrem verstärkt oder auch neu entfacht werden durch Konflikte wie Kriege/ Bürgerkriege (z.B. Afghanistan, Irak, Syrien), revolutionäre Wirren ("Arabischer Frühling") und Terrorismus (u.a. Al Shabaab, Boko Haram, Al Qaida, IS), die unmittelbaren Hauptursachen für das starke Ansteigen der Flüchtlingszahlen weltweit seit 2015.   
zum Seitenanfang Perspektiven
  Die oben analysierten tieferen Ursachen für die verstärkte Migration weltweit werden mit hoher Wahrscheinlichkeit mittel- bis längerfristig mindestens anhalten, sich vermutlich sogar verstärken als Folge der Klimaerwärmung und der wachsenden Konkurrenz um schwindende Ressourcen (Wasser, Nahrungsmittel, Ackerfläche, Bodenschätze, Lebensraum). Es ist also auf Dauer mit einer wachsenden Migration aus Ländern des armen Südens in Länder des reichen Nordens zu rechnen.
Dass diese ihre Grenzen schließen (Festung Europa, Grenzzaun u.a. in Ungarn, Melilla und Ceuta, Grenze zwischen Mexiko und USA
, Israelische Sperranlagen im Westjordanland [15] ) und eher wenig behelligt vom Klimawandel und von der Armut im Rest der Welt ihren Wohlstand für sich behalten wollen, wird ihrer historischen Schuld nicht gerecht und ist das Gegenteil von nachhaltiger Politik. Es wird bestehende Konflikte verschärfen, neue entfachen und Terrorismus verstärken.
Stattdessen muss eine global und regional nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden, wie sie in der Agenda 21, den Millenniumszielen und zuletzt in der 2030-Agenda skizziert ist, d.h. im Kern, der Reichtum muss geteilt werden.
  Längerfristig ausschlaggebend wird sein, die Klimaerwärmung auf unter 2° C, möglichst sogar 1,5° C einzubremsen, wie es auf dem Klimagipfel in Paris 2015 beschlossen wurde. Andernfalls sind Hunderte Millionen Umwelt- und Klimaflüchtlinge wahrscheinlich [16] , mit kaum abschätzbaren Negativfolgen: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten.
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Die Grundprinzipien einer nachhaltigen Lösung der Flüchtlingskrise beschreiben Betts und Collier in ihrem Buch "Gestrandet: Warum unsere Flüchtlingspolitik allen schadet - und was jetzt zu tun ist". Es sei in der Regel sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Lange, gefährliche Fluchtwege und Ausnutzung durch Schlepper würden so vermieden, die (Re)-Integration sei einfacher, die Versorgung weitaus günstiger und die Flüchtlinge könnten nach Ende der Krise leichter wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Auch der durch die aktuell völlig falsche Flüchtlingspolitik verstärkte gravierende Brain-Drain werde wirksam gemindert und dadurch der später oft notwendige Wiederaufbau sowie die Neuordnung der Krisenregionen erleichtert.
Statt Geflüchtete unter fragwürdigen Bedingungen über lange Zeit allenfalls notdürftig (in Lagern) zu versorgen, sollten ihnen gemäß dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" Wege zur möglichst zügigen Selbständigkeit eröffnet werden, insbesondere dadurch, dass sie von Anfang an arbeiten dürfen, sich so ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können und gleichzeitig zur Entwcklung des Aufnahmelandes beitragen. Als gelungenes Beispiel führen die Autoren Uganda an: dort wies die Regierung Geflüchteten aus Kongo, Ruanda, Burundi und Somalia Land in unterentwickelten Regionen zu und gewährte ihnen später landesweite Bewegungsfreiheit. Inzwischen leiten in Kampala mehr als 20 % der Geflüchteten ein Unternehmen mit eigenen Angestellten, von denen 40 % Einheimische sind.
  
Zur Umsetzung dieser beiden Grundprinzipien (Heimatnähe und "Hilfe zur Selbsthilfe") schlagen die Autoren kompakte Sonderwirtschaftszonen in den Nachbarländern vor, die unter Hilfe der Staatengemeinschaft - besonders der reichen Länder - betrieben werden und in denen Firmen, auch internationale, den Flüchtlingen Arbeit und Einkommen ermöglichen, wie z.B. beim "Jordan Compact".
 

Rezensionen:

FAZ [14.04.17]    DLF [03.04.17]

Interviews:

mit Alexander Betts: taz [06.04.17]    mit Paul Collier: NZZ [09.04.17]

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Presse-/ Medien-
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Die Presse-/Medienbeiträge (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
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Daten/Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Einbürgerungen-DE-1990-2016
Einbürgerungen-DE-1990-2016: Globus Infografik 11809/ 23.06.2017
23.06.17   (943)
dpa-Globus 11809: Neue Staatsbürger
In Zahl eingebürgter Ausländer in Deutschland (in k, gerundet) stieg zunächst von 1981|36 auf das Allzeithoch 1995|314 und fiel dann auf das Allzeittief 2008|94. Danach stieg die Zahl wieder unter leichten Schwankungen auf 2016|110.
Die Top10 Herkunftsstaaten 2016 waren: TR 16,3 kPL 6,6; UA 4,0; KO 4,0; RO 3,8; IT 3,6; IQ 3,6; GR 3,4; HR 3,0; GB 2,9. Tabellenansicht
Deutlich zugenommen im Vergleich zu 2015 haben die Einbürgerungen aus Griechenland (+ 13 %), Rumänien (+ 28 %) und herausragend aus Großbritannien (+ 361 %) infolge des Brexit.

Quelle: Statistisches Bundesamt     Infografik-Bezug      Tabelle/ Infos    

| Migration | Bevölkerung |
Flüchtlinge
Welt-2016
Flüchtlinge-Welt-2016: Globus Infografik 11810/ 23.06.2017
23.06.17   (940)
dpa-Globus 11810: Flüchtlinge weltweit
Ende 2016 zählte das UNHCR weltweit 66,5 Millionen (M) Flüchtlinge, 0,3 M mehr als 2015, darunter 40,3 | 22,5 M Binnen- | Auslands-Flüchtlinge plus 2,8 M, die einen Asylantrag stellten. Die Haupt-Herkunfts- bzw. Aufnahmeländer der Auslandsflüchtlinge waren [SY 5,5 MAF 2,5; SS 1,4; SO 1,0] bzw. [TR 2,9 MPK 1,4; LB 1,0; IR 1,0] Tabellenansicht
Pro Einwohner beherbergte der Libanon die meisten Flüchtlinge: 169 pro 1000.

Quelle: UNHCR     Infografik-Großansicht      Tabelle/ Infos   

| Migration | Konflikte |
minderjährige Flüchtlinge
EU 2016
minderjährige_Flüchtlinge-EU2016: Globus Infografik 11743/ 19.05.2017
19.05.17   (919)
dpa-Globus 11743: Unbegleitete Flüchtlingskinder
Im Jahr 2016 haben 63.290 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einen Asylantrag in der EU gestellt (Anteile in %):
Top-Aufnahmeländer: DE 57; IT 10; AT 6; GB 5; BG 4; GR 4.
Top-Herkunftsländer: AF 38; SY 19; IQ 7; ER 5; SO 4; GM 4.
nach Altersklassen: < 14 Jahre: 10; 14 - 15 Jahre: 21; 16 - 17 Jahre: 68
nach Geschlecht: Mädchen 11; Jungen 89. Tabellenansicht

Quelle: Eurostat     Infografik-Großansicht      Tabelle/ Infos 

| Migration |
Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017 
  
Unterrichtsmaterialien: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Umweltmigration
Zuflucht Deutschland:  Grafik Großansicht
Atlas
18.04.17   (78)
D. Ionesco, D. Mokhnacheva, F. Gemenne: Atlas der Umweltmigration
ISBN-13: 978-3-86581-837-9
Umweltveränderungen und Folgen des Klimawandels (u.a. Meeresspiegelanstieg, Dürren, Ernteausfälle, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit, Bodenerosion und -versalzung) wurden bisher zu wenig als Fluchtursachen beachtet. Der neue Atlas der Umweltmigration der Hilfsorganisation IOM liefert umfassende Daten und Fakten sowie zahlreiche detaillierte Karten und Grafiken zur Umweltmigration, darunter Aspekte wie Migrationsströme und -routen, Pushfaktoren, bebilderte Fallstudien und mögliche Schutzmaßnahmen für Umweltflüchtlinge, deren Zahl im Verlaufe des 21. Jahrhunderts auf hunderte Millionen steigen könnte mit gravierenden regionalen bis globalen Folgen.
 
ausführliches Inhaltsverzeichnis 
Infos, Inhaltsangabe, Leseprobe, Bestellung [oekom verlag]

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Kolonialismus
Kolonialismus:  Dossier
Dossier
16.11.16   (74)
bpb: (Post)kolonialismus und Globalgeschichte
Das Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zeigt Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte auf und untersucht, wie das koloniale Zeitalter in ehemaligen Kolonialstaaten und anderen Gesellschaften nachwirkt. Es umfasst u.a. folgende Artikel:
Kolonialismus und Postkolonialismus: Schlüsselbegriffe der aktuellen Debatte
Herrschaft und Verwaltung
Geschlecht und Sexualität
Koloniale Gewalt und Kolonialkrieg
Sklaverei und Sklavenhandel
Wissenschaft und Kolonialismus
Antikolonialismus und kulturelle Selbstbehauptung
Afrikanische Zuwanderung nach Deutschland zwischen 1884 und 1945

| Globale Agenda 21 | Konflikte | Migration |
Zuflucht-DE
Zuflucht Deutschland:  Grafik Großansicht
Arbeitsblätter
01.10.16   (75)
bpb: Zuflucht Deutschland
Wie neu ist eigentlich das Phänomen "Flucht"? Was meinen genau Begriffe wie "Asylgesuch" und "Sichere Herkunftsstaaten"? Wie funktioniert das Asylverfahren? Und was bedeutet es im Alltag, "geduldet" zu sein? Der neue Falter nähert sich diesen und weiteren Fragen in fünf Arbeitsblättern/ Kopiervorlagen.
  
Falter Nr.7:  Zuflucht Deutschland  (Infos, Download als pdf, Bestellung)

| Migration |
Unterrichtsmaterialien: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
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Zuwanderung: Abschottung oder gesteuerte Migration
In der Materialienserie "Politik: betrifft uns" bietet der Verlag Bergmoser+Höller aktuelle Unterrichtsmaterialien an.
Alle Hefte dieser Reihe enthalten einen strukturierten detaillierten Unterrichtsverlauf samt Materialien in kopierfähigem DIN-A4-Format nebst Folien für den Tageslichtprojektor.
Themen von Heft Nr.4/2002 (vom 14.9.02)
Meinungen zur Zuwanderung; Geschichte der Zuwanderung seit 1949;
Ausländer: Aufenthaltsrecht, Flüchtlinge, Asylbewerber, Asylberechtigte
gescheiterte Integration; Parallelwelten; Asylmissbrauch
Demographische Entwicklung: schrumpfende überalternde Bevölkerung
Zuwanderung erforderlich: Positionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik
Zuwanderungsgesetz: Änderungen; inszenierter Streit im Bundesrat
Ausführliches Inhaltsverzeichnis / Folienvorschau/ Bezug


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| Bevölkerung | Zuwanderungsgesetz |
 
zum Seitenanfang externe Links
Wikipedia  Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015
 Migration   Asyl    Flüchtlingsthematik‎    Immigration (DE)
   
Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge (BAMF)
  Migration nach DE (u.a. Einreisebestimmungen, Nachzug d. Familie)
  Asylverfahren   Einbürgerung  
    
zum Seitenanfang Anmerkungen
Anmerkungen werden im obigen Text durch [n] markiert, wobei n eine interne Nummer ist, die der zeitlichen Reihenfolge der Einführung der Anmerkungen [1], [2], [3], ..., folgt, die im Zuge von Ergänzungen abweichen kann von der Reihenfolge im Text. Durch einen Klick auf   [n]  gelangt man an die Textstelle der Anmerkung.
  
Bei sich möglicherweise verändernden Quellen (Websites) wird das Datum des Zugriffs (Z TT.MM.JJ) notiert, ansonsten das interne Datum [TT.MM.JJ] der jeweiligen Quelle, sofern vorhanden.
  
[1] a) 2014: Flüchtlinge in der Welt [Globus-Infografik 10380, 09.07.15]
b) 2015:
Geflüchtet [Globus-Infografik 11109, 08.07.16]
[2] Flüchtlinge im eigenen Land  [Globus-Infografik 10368, 02.07.15]
[3] Flüchtlingsrouten in die EU [Globus-Infografik 10251, 30.04.15]
[4] Auf der Suche nach Asyl [Globus-Infografik 11679, 13.04.15]
[5] Schutzsuchende in der Welt [Globus-Infografik 10214, 16.04.15]
[6] a) Die Versorgung von Asylbewerben ist in diesen Ländern vergleichsweise gut. In Deutschland orientieren sich die Leistungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) am Regelbedarf (RBEG), der auch für Arbeitslosengeld II (ALG II) und Sozialhilfe gilt, in|nach den ersten 15 Monaten z.B: Alleinstehende 354|404 €, 1 Paar 636|728 €, 2 Eltern mit 2 Kindern (6-13 J.) 1120|1268 € für Ernährung, Kleidung, Gesundheitspflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts. Hinzu kommen regelmäßige Kosten für Unterkunft und Heizung sowie Einmalleistungen (u.a. Ausstattung der Wohnung). Da diese Beträge ein Vielfaches des mittleren Einkommens in den meisten Herkunftsländern ausmachen, entfalten sie eine Sogwirkung (Pull-Faktor) zusätzlich zu den eigentlichen Fluchtursachen (Push-Faktor).
b) Matthias Thibaut et al.: Wie viel Geld bekommt ein Flüchtling in Europa? [Handelsblatt, 18.08.15]
c) Die Integrationsfähigkeit und -bereitschaft sind in diesen Ländern bisher vglw. groß, weil ihre wirtschaftliche und soziale Lage sowie die demografische Entwicklung - tendenziell sinkende Einwohnerzahlen, verbunden mit Fachkräftemangel) günstig waren für Einwanderung, stoßen aber auch hier bei schnell ansteigenden Immigrantenzahlen inzwischen vielerorts immer mehr an Kapaziätsgrenzen.
[7] Dublin-Verfahren ausgesetzt: Syrien-Flüchtlinge dürfen in Deutschland bleiben [Spiegel-Online, 25.08.15]
[8] Auf der Suche nach Asyl: [Globus-Infografik 10188, 02.04.15]
[9] Ablauf eines Asylverfahrens [Globus-Infografik 10463, 21.08.15]
[10] a) Rainer Burger, Rüdiger Soldt: Behörden im Handbetrieb [FAZ, 10.10.15]
b) Jan Bielicki: Wie zählen die Behörden Flüchtlinge? [SZ, 27.11.15]
[11] BAMF: Aktuelle Zahlen zu Asyl, Ausgabe Sep. 2015 [BAMF (pdf), Z 10.10.15]
[12] siehe [10 b]
[13] a) Tom Burgis: Der Fluch des Reichtums. Warlords, Konzerne, Schmuggler und die Plünderung Afrikas [perlentaucher], Westend-Verlag 2016. Rezension: Marc Engelhardt: Tom Burgis analysiert die Komplizenschaft des Westens [DLF 9.2.17]
b) Acemoğlu/Robinson vertreten in "Warum Nationen scheitern" die These, dass Staaten dann erfolgreich sind, wenn sie durch "inklusive" (einbeziehende) Institutionen geprägt werden, die Grundlage für funktionierende demokratische Rechtsstaaten, die vor allem dadurch auch wirtschaftlich gedeien. "Extraktive" (ausschließende, ausbeuterische, auslaugende, herausziehende) Institutionen - oft entstanden aus einer Verlängerung kolonialer Verhältnisse - dagegen begünstigen Autokratien und damit einhergehend sozialen und wirtschaftlichen Niedergang.
[14] a) Fabian Kretschmer: Inder streiten um Flusswasser [taz, 21.09.16]
b) Planet Wissen: Konfliktstoff Wasser (Jordan, Nil, Euphrat und Tigris) [WDR-Fernsehen, 16.08.16]
c) Hanna Gersmann: Globaler Kampf um die Ressource Wasser könnte für milliardenschwere Verluste von Firmen auf dem deutschen Markt sorgen [taz, 28.08.14]
d) Marc Engelhardt: Die Angst vor Wasser-Kriegen [FR, 13.03.12]
e) Dominic Johnson: Afrikas Wasserkrieg. Streit um die Nutzung des Nils [taz, 15.05.10]
[15] Martin Klingst: Zäune: An den Grenzen der Humanität [DIE ZEIT 12.11.15]
[16] a) Fred Schmidt: Klimaflüchtlinge werden zum Haupttreiber künftiger Migration [ISW 23.11.15]
b) Reinhard Merkel: Die reichen Staaten sollten sich auf eine andere, gewaltige Flüchtlingsbewegung gefasst machen: die Klimaflüchtlinge.[FAZ 22.9.15]
c) Claudia Ehrenstein, Günther Lachmann: Regierung erwartet 200 Millionen Klimaflüchtlinge [welt.de, 22.09.15]
d) "Wollen Sie, dass wir zu Ihnen kommen?". Der Inselstaat Kiribati droht durch den Klimawandel im Meer unterzugehen. Präsident Anote Tong ruft im ZEIT-Interview um Hilfe [DIE ZEIT 22.10.15]
e) Greenpeace-Studie: Klimaflüchtlinge - die verleugnete Katastrophe [19.6.07]
[17] a) Auf der Geberkonferenz am 04.02.16 in London wurden 11 Milliarden US-$ für syrische Flüchtlinge zugesagt. Bisher wurden weniger als die Hälfte der damals zugesagten Gelder von den Regierungen an das UNHCR überwiesen. [taz 22.09.16]
b) Marc Engelhardt: Wie Geberländer ihre Versprechen brechen [dlf, 14.12.15]
c) Thomas Gutschker: Wie der Hunger die Syrer in die Flucht trieb [FAZ, 08.11.15]
d) Ruth Eisenreich: Was Merkel übersehen hat. Eine Chronologie in Zitaten [SZ, 24.09.15]
[18] Isabell Paff, Tobias Zick: EU-Importe torpedieren Afrikas Wirtschaft [SZ, 29.12.16]
 

Stand: 21.09.16/zgh
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