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Lexikon Kohle, Steinkohle, Braunkohle  
 
Hintergrund:



Klimaerwärmung

Globale Erwärmung: Daten zum IPCC-Bericht

Überblick:
 
Da es Jahrmillionen dauert, bis sich Kohle aus abgestorbener Biomasse bildet, entsteht keine neue Kohle innerhalb von für Menschen relevanten Zeiträumen. Im Gegensatz zu erneuerbaren Energien, die sich aus unerschöpflichen Energiequellen speisen, sind die Kohle-Vorkommen endlich. Kohle hat jedoch ein weitaus größeres Potenzial als Erdöl oder Erdgas. Das Problem der Reichweite der Kohle-Reserven ist daher - anders als bei Erdöl und Erdgas - nicht vorrangig. Viel wichtiger ist die Klimaerwärmung: Die Verstromung von Kohle (besonders von Braunkohle) ist mit Abstand die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung [1] .
Dennoch setzen immer mehr Länder auf Kohle, zumal die Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit bei Kohle deutlich günstiger sind als bei Erdgas und Erdöl. Durch Verflüssigung und Vergasung kann Kohle außerdem Erdöl und Erdgas ersetzen und auch deren bisherige Vertriebswege (Pipelines, Tankstellennetz) weiter nutzen.

CCS-Technologien
NZZ-Infografik: CCS

Im Hinblick auf den Klimaschutz richten viele Energieexperten und Politiker ihre Hoffnung auf die CCS-Technologien, die derzeit in Entwicklung und Erprobung sind: Mit ihrer Hilfe soll CO2 im großen Maßstab in Kraftwerken abgeschiedenen und auf Dauer sicher vorm Entweichen in die Erdatmosphäre in den Untergrund verpresst werden. Nach Einschätzung von Kritikern sind CCS-Technologien jedoch zu teuer, zu ineffektiv und zu spät verfügbar, um die Klimaerwärmung hinreichend schnell bremsen zu können, damit die 2 °C-Schwelle bei der Klimaerwärmung nicht überschreiten wird.
   
Im folgenden werden die eingangs überblicksartig skizzierten Hauptaspekte detaillierter ausgeführt.
  
Entstehung von Torf,
Braunkohle, Steinkohle
Klett-Grafik:Entstehung von Torf, Braunkohle, Steinkohle
Großansicht [Klett]
Entstehung von Kohle:
 
Kohle ist entstanden aus großen Mengen von Biomasse wie z.B. Farne, die im sehr warmen und feuchten Klima des Erdzeitalters Karbon (vor etwa 280 bis 345 Mio. Jahren) üppig wuchsen. Versanken absterbende Pflanzen in Sümpfen, entstand zunächst durch sauerstofflose Zersetzungsprozesse Torf. Falls dann diese Torfschichten immer mehr mit Sedimenten bedeckt wurden, z.B. infolge von Meereseinbrüchen, entstand unter wachsendem Druck und bei steigender Temperatur durch den sog. Inkohlungsprozess zunächst Braunkohle und schließlich - je mehr Wasser aus den Torfschichten gepresst wurde - Steinkohle und im Endstadium Anthrazit, die Kohleart mit der höchsten Energiedichte. Aus diesem Entstehungsprozess ergibt sich, dass Steinkohle und Anthrazit eher in tieferliegenden Erdschichten zu finden sind, während die erdgeschichtlich jüngere Braunkohle, die überwiegend im Tertiär (vor 2,5 bis 65 Mio. Jahren) entstanden ist, meist im Tagebau gewonnen werden kann [2] .
    



Reserven, Ressourcen
Steinkohle-Potenzial/ BGR
Großansicht [BGR]
Kohle-Potenzial: Reserven und Ressourcen

Bei Vorkommen von Kohle (wie bei anderen nicht regenerierbaren Energien) unterscheiden Geologen zwischen "Reserven" und "Ressourcen" anhand zweier Kriterien: Das Vorkommen ist:
     I:   geologisch sicher bestätigt
     II:  mit heutiger Technik und zu heutigen Preisen rentabel förderbar
Erfüllt ein Kohlevorkommen beide Kriterien, zählt es zu den "Reserven" andernfalls zu den "Ressourcen":  Bei den "Ressourcen" handelt es sich also entweder um Vorkommen, deren Vorhandensein aufgrund geologischer Bedingungen zwar für hoch wahrscheinlich gehalten wird, die aber noch nicht sicher bestätigt sind, oder die Vorkommen sind zwar sicher bestätigt aber (noch) nicht rentabel förderbar. Aus "Ressourcen" können "Reserven" werden, indem ein Kohlevorkommen z.B. durch Anstieg des Kohlepreises oder durch verbesserte Technik förderwürdig wird. Die noch nicht ausgebeuteten Steinkohlevorkommen in Deutschland liegen vergleichsweise sehr tief (1,5-5 km) und wären daher nur zu überhöhten nicht wettbewerbsfähigen Kosten förderbar. Durch steigende Kohlepreise - wie in 2007 bis 2008 - oder durch neue Techniken (z.B. Untertage-Vergasung) könnten Steinkohlevorkommen eventuell auch in Deutschland rentabel verstromt werden [3] .
  


Reserven, Ressourcen
Reserven, Ressourcen nicht erneuerbarer Energieträger fossiler Rohstoffe: Infografik  BGR
Großansicht S.32
Reichweite von Kohle:

Unter den nicht erneuerbaren Primärenergieträgern (fossil: Erdöl, Erdgas, Kohle; nuklear: Uran, Thorium)  hat Kohle mit Abstand die noch größten Ressourcen und Reserven [4] .     => Kohle: Daten/ Statistiken/ Infografiken
   

Prognosen zur Reichweite von Kohle variieren stark je nach Annahmen über die Entwicklung von Nachfrage und Angebot sowie den veranschlagten Reserven, die vom Kohlepreis und der Fördertechnik abhängen, wie oben beschrieben. Bei Fortschreibung des Jahresverbrauchs in 2007 ergibt sich eine "statische Reichweite" (bei konstantem Verbrauch) von 710.602/5.520  ≈ 129 Jahren bei Steinkohle und von 279.311/ 978 ≈ 286 Jahren bei Braunkohle, also weitaus höhere Werte als bei Erdöl (42 Jahre) und Erdgas (58 Jahre).
  
dynamische Reichweite
Kurve der dynamischen Reichweite in Abhängigkeit von der Wachstumsrate p
Großansicht

Die reine Fortschreibung des jetzigen Verbrauchs ist jedoch angesichts des schnell wachsenden Energieverbrauchs in vielen Ländern (besonders in den BRIC-Staaten und weiteren Schwellenländern) unrealistisch. Besonders in China und Indien ist künftig mit einem weiteren starken Wachstum der Energienachfrage zu rechnen, die schon jetzt überwiegend mit Kohle gedeckt wird [5] . Sollte in einigen Jahren die Öl- und etwas später die Gas-Nachfrage nicht mehr gedeckt werden können, wird vermutlich die Nachfrage nach Kohle um so mehr wachsen, zumal Kohle über Verflüssigung (CtL = Coal to Liquid) oder Vergasung auch die bisherigen Einsatzbereiche von Öl (z.B. Treibstoff) und Gas abdecken und bisherige Transport-/Verteilungswege (Pipelines, Tankstellennetz) nutzen kann. Die Reichweite der Reserven bei wachsendem Verbrauch wird "dynamische Reichweite" genannt. Schon bei geringer Wachstumsrate p reduziert sich die dynamische Reichweite gegenüber der statischen drastisch, wie die Grafik und die Wertetabelle belegen (bei 0 % Wachstum ist die dynamische gleich der statischen Reichweite) [6] :

dynamische Reichweite
S(teinkohle  B(raunkohle
 p
0%
1%
2%
3%
S
129
83
64
54
B
286
136
96
76

Solche Hochrechnungen zur Reichweite sind aber problematisch, weil weder dauerhaftes Wachstum über so lange Zeiträume realistisch ist noch die Entwicklung der Reserven hinreichend präzise abgeschätzt werden kann, in welchem Umfang und zu welchen Preisen also Kohleressourcen noch förderbar werden. Anders als beim Erdöl und Erdgas ist bei Kohle angesichts der noch großen Reserven und enormen Ressourcen nicht die Begrenztheit das Hauptproblem, sondern dass bei der energetischen Nutzung der Kohle besonders viel Kohlendioxid (CO2) entsteht, das den Treibhauseffekt und in der Folge die Klimaerwärmung weiter verstärkt. Viele Energieexperten und Politiker hoffen jedoch, die CO2-Emissionen mittels CCS-Technologien reduzieren und einen steigenden Anteil des Energieverbrauchs über Kohle decken zu können, ohne das Klima zu stark zu belasten. Gegenüber Erdöl und Erdgas hat Kohle in der Tat einige gewichtige Vorteile, nämlich eine bessere Verfügbarkeit mit höherer Versorgungssicherheit sowie eine vielseitige Verwendbarkeit mit der längerfristigen Perspektive, Erdöl und später auch Erdgas durch Kohleverflüssigung und -vergasung zu substituieren.
    







Steinkohle-Potenzial

BGR-Infografik: Steinkohle: Reserven, Ressourcen
Großansicht [BGR]
Verfügbarkeit/ Versorgungssicherheit:
  
Beim Primärenergieverbrauch liegt Kohle weltweit mit einem Anteil von rund 29 % an zweiter Stelle hinter Erdöl [7] , Tendenz vermutlich steigend. Im folgenden werden die Daten differenziert nach Stein- und Braunkohle dargestellt.
   
Steinkohle:
Weltweit wurden 2007 rund 5.523 Millionen Tonnen (Mt) gefördert und 5.520 Mt verbraucht [8] . Zwar konzentrieren sich die Kohlereserven im Vergleich zu Erdöl und Erdgas auf etwas weniger Länder [9] , diese sind aber breiter über den Globus gestreut und unter den Top10-Verbrauchsländern haben nur Japan und Südkorea eine sehr hohe Importabhängigkeit bei gleichzeitig extrem geringen Reserven. Deutlich schlechter stellt sich allerdings die Situation auf den Rangplätzen 11 bis 20 dar: Japan, Südkorea, Deutschland, Taiwan, Großbritannien, Türkei und Italien sind stark importabhängig oder/und ihre Reserven sind in 2 bis 7 Jahren aufgebraucht. Deutschland und Großbritannien haben allerdings große Ressourcen, von denen mittelfristig bei steigenden Preisen ein Teil förderwürdig werden könnte. Eher ungünstig ist auch die Lage für Spanien bei einem Importanteil von rund 2/3 und einer statischen Reichweite von nur 26 Jahren. Auch bei jenen Staaten mit hohem Importanteil oder geringen Reserven ist die Versorgungssicherheit bei Steinkohle jedoch deutlich besser als bei Erdöl und Erdgas, weil unter den Haupt-Exportländern eine Reihe als dauerhaft verlässliche Lieferländer gelten können: Australien, Indonesien, Russland, Südafrika, Kolumbien (mit Einschränkung), USA und Kanada mit zusammen 83,2 % Exportanteil [10] .
  

Braunkohle-Potenzial

BGR-Infografik: Braunkohle: Reserven, Ressourcen
Großansicht [BGR]

Braunkohle:
Da der Wasseranteil der Braunkohle hoch und ihr spezifischer Heizwert klein ist, wird ihr Transport mit wachsender Distanz schnell unrentabel. Daher wird Braunkohle meist nur nahe am Ort der Förderung genutzt (überwiegend Verstromung) [11] . Im Hinblick auf eine nachhaltige Energieversorgung ist die Analyse von Verbrauch und Reserven also nur auf der Ebene einzelner Länder sinnvoll. Unter den Top20-Verbrauchsländern ragt Deutschland mit einem Verbrauch von 180 Millionen Tonnen (Mt) und Reserven von 40.818 Mt (Rang 2; statische Reichweite 227 Jahre (a) ) heraus. Auch die Länder auf Rang 2-5 haben reiche Reserven mit großen Reichweiten: Australien (73 Mt|515 a), USA (71 Mt|435 a), Russland (71 Mt|1290 a) und China (70 Mt|357 a). Noch zweistellig sind die Reichweiten bei den Ländern auf Rang 6-8: Türkei (70 Mt|26 a), Griechenland (64 Mt|45 a), Polen (58 Mt|67 a), wobei Polen allerdings über große Ressourcen (41000 Mt) verfügt. Bei Tschechien (54 Mt|3 a) und Rumänien (37 Mt|11 a) sind die Reserven bald aufgebraucht, ob die Ressourcen (772 bzw.7947 Mt) förderwürdig werden, bleibt einstweilen ungewiss. Bei den Ländern auf  Rang 11 bis 20 sind die Reichweiten günstig (> 100 a) oder ausreichend (Bulgarien 69 a) mit der Ausnahme Indien (33 Mt|13 a). Da Indien jedoch über reiche Steinkohlereserven (73090 Mt|150 a) verfügt, allerdings 53 Mt/a importieren muss, stellt sich für Indien die Frage, ob es seine Steinkohleförderung genügend ausweiten kann.
  
Resümee:
Während Braunkohle in einigen Ländern durchaus einen nennenswerten Anteil an der Energieversorgung hat, spielt sie überregional keine Rolle, da sie wegen ihrer geringen Energiedichte nicht überregional gehandelt wird. Steinkohle hat dagegen ein im Vergleich zu Erdöl und Erdgas deutlich besseres Potenzial:  Die Reichweite der Reserven ist wesentlich höher und die Versorgungssicherheit aufgrund verlässlicherer Lieferländer deutlich besser [12] .
In welchem Umfang Kohle einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten kann, ist also weniger eine Frage der Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit, sondern hängt vielmehr davon ab, ob die CO2-Emissionen und sonstigen Schadstoffe bei der Kohleverstromung hinreichend reduziert werden können. Bevor diese Probleme analysiert werden, soll zunächst die Kohle-Situation in Deutschland etwas detaillierter dargestellt werden.
    




Tagebau Garzweiler
Tabeabbau Garzweiler
Großansicht/ Infos
Kohle in Deutschland:
  
Braunkohle:
Deutschland ist mit weitem Abstand das Land mit der weltweit umfangreichsten Braunkohlenutzung : 2007 wurden 180,4 Millionen Tonnen (Mt) im heimischen Tagebau in drei Braunkohlerevieren ( Rheinland, Lausitz, Mitteldeutschland) gefördert und 180,0 Mt verbraucht, überwiegend in der Verstromung, wo die Braunkohle mit 24,0 % den größten Anteil hat [13] . Das Verheizen von Braunkohle in Kraftwerken ist aber die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung [14] . So sind unter den 10 am meisten CO2-emittierenden Anlagen in Deutschland 8 Braunkohlekraftwerke [15] . Zur Klimaerwärmung kommen weitere für den Tagebau typische ökologische und soziale Lasten hinzu: Abraumhalden, gestörter Wasserhaushalt, Feinstaubbelastung, Änderung des Lokalklimas, Umsiedlung ganzer Dörfer. Aus diesen Gründen ist die Braunkohleverstromung hochgradig nichtnachhaltig. Die Energiekonzerne RWE und Vattenfall planen dennoch vier weitere Braunkohlekraftwerke [16] und setzen auf CCS-Technologien, mit der das CO2 abgeschieden und unterirdisch endgelagert werden soll.
  

Steinkohle-Subventionen
1992-2005
ZEIT-Grafik: Steinkohle-Subventionen 1992 - 2005
Großansicht [ZEIT 31/03]

Steinkohle:
Aufgrund der geologischen Bedingungen liegen in Deutschland die Kohleflöze in über 1000 m Tiefe und können daher im Vergleich zu anderen Steinkohlevorkommen (z.B. Tagebau in Australien, USA [17] nicht zu wettbewerbsfähigen Kosten gewonnen werden. Um dennoch heimische Kohle zu fördern [18] , wurde 1974 die seitdem hoch umstrittene Steinkohlesubventionierung eingeführt, zunächst als sog. Kohlepfennig (Aufschlag von durchschnittlich 8,25 % auf die Stromrechnung). Wegen Verfassungswidrigkeit wurde der Kohlepfennig 1995 eingestellt. Seitdem wird die Steinkohle direkt aus dem Staatshaushalt subventioniert, von 1997 bis 2006 zusammen rund 35 Mrd. €, zuletzt ca. 2,6 Mrd. € pro Jahr [19] . Mit dem Steinkohlefinanzierungsgesetz vom 20.12.07 wurde das Ende der Subventionen im Jahr 2018 beschlossen. Bis dahin sollen noch weitere 13,9 Mrd. € Subventionen ausgezahlt werden [20] .

Steinkohlebergbau
Globus-Grafik: Steinkohlebergbau: Zechensterben auf Raten
Großansicht/ Daten

Im Jahr 2007 wurden in den noch verbleibenden acht Bergwerken [21] 24,2 Millionen Tonnen (Mt) gefördert [22] . Pro Tonne entstehen in Deutschland Förderkosten von ca.170 €, der Importpreis betrug im Jahresdurchschnitt 2007 rund 68€  [23] , jede Tonne muss also mit ca. 102 € subventioniert werden. Die Subventionen für die Gesamtförderung 2007 betrugen hochgerechnet 24,2 Mt •102 €/ t = 2,5 Mrd. €. Ab Ende 2007 stiegen die Kohleimportpreise auf einen Höchststand im September 2008, seitdem fielen sie wieder im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Jahresdurchschnitt 2008 lag der Importpreis um 55,3 % über dem Vorjahrsniveau [24] . Die hochsubventionierte heimische Steinkohleförderung deckt allerdings nur rund 34 % des Gesamtverbrauchs von 71,3 Mt ab, importiert wurden 47,5  Mt [25] . Die wichtigsten Steinkohlelieferanten Deutschlands waren Russland (19 %), Südafrika (17 %), Polen (16 %), Australien (13 %) und Kolumbien (13 %) [26] .
Manche Energieexperten rechen mit einem neuerlichen starken Anstieg der Kohlepreise, wenn die Weltkonjunktur nach dem Ende der jetzigen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wieder anzieht und der Energiehunger in Ländern wie China und Indien neu entfacht wird. Dann könnte die Erschließung wenigstens eines Teils der 83 Mrd. Tonnen heimischer Steinkohlevorräte rentabel werden, so auch der breitere Einsatz von Techniken wie die Kohleverflüssigung und Kohlevergasung, die im folgenden dargestellt werden.
   




Kohleverflüssigung
Infografik: Kohleverflüssigung
Großansicht
Kohleverflüssigung (CtL):
    
Mit verschiedenen Verfahrenstechniken (CtL = Coal to Liquid, z.B. Fischer-Tropsch, Bergius-Pier) kann Kohle in eine flüssige Substanz überführt werden, die ähnliche Eigenschaften wie Erdöl hat und folglich Erdöl substituieren kann, d.h. es können typische Endprodukte wie Benzin, Diesel und Heizöl im Zuge der Kohleverflüssigung hergestellt werden. Im Vergleich zu Erdöl hat die Kohleverflüssigung jedoch einen deutlich höheren Energieaufwand und einen etwa doppelt so großen CO2-Ausstoß. Sie wird daher bisher im großen Maßstab nur in Südafrika betrieben, wo die Firma Sasol ca. 1/3 des Kraftstoffverbrauchs Südafrikas zum Preis von nur ca. 25 USD/Barrel-Öläquivalent produziert. Für die USA und Europa haben Wissenschaftler des Princton Environmental Institutes Preise von 27 bis 69 USD/Barrel-Öläquivalent berechnet, wobei die CO2-Sequestrierung (Abscheidung und Endlagerung mit CCS-Technologien) bereits enthalten ist [27] . Zwar ist der Ölpreis nach seinem Hoch von fast 150 USD/Barrel im Juli 2008 wieder auf unter 50 USD/Barrel verfallen; die Ölexperten rechnen jedoch mit einem stark steigenden Ölpreis nach Überwindung der aktuellen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Ein dauerhaft hoher Ölpreis von über 100 USD/Barrel scheint wahrscheinlich [28] . Auf solch einem Preisniveau würde die Kohleverflüssigung auch unter nicht optimalen Randbedingungen in Deutschland rentabel werden, vorausgesetzt die CO2-Sequestrierung gelingt in dem dann erforderlichen großvolumigen Ausmaß. Ob das realistisch ist, wird im Abschnitt zur CO2-Sequestrierung detaillierter untersucht
   


Untertage-Vergasung
Ostsee-Pipeline/ Wikipedia
Großansicht
[CO2SINUS]
Kohlevergasung:
 
Bei der Kohlevergasung wird der Kohlenstoff, aus dem Kohle überwiegend besteht, durch verschiedene seit langem bekannte chemische Reaktionen in brennbare gasförmige Verbindungen (z.B. Stadtgas, Wassergas, Generatorgas, Synthesegas) überführt. Stadtgas wurde z.B. im 19.Jahrhundert weithin und großvolumig zur Beleuchtung und Heizung eingesetzt, dann aber durch das preiswertere Erdgas verdrängt [29] . Sollten die Preise für Erdöl, Erdgas und Kohle - wie schon 2007/08 - stark steigen, könnte Stadtgas wieder rentabel werden.
Auch aus dem 19.Jahrhundert stammt die Idee der Untertage-Kohlevergasung, die jetzt von Forschern der RWTH Aachen weiter entwickelt wird: Durch Injektion eines Sauerstoff-Wasserdampfgemisches in Kohleflöze wird eine Selbstentzündung bewirkt. Unter Sauerstoffmangel kokelt dann die Kohle in den Flözen vor sich hin, wobei sog. "Synthesegase" mit Bestandteilen wie Methan, Wasserstoff und CO2 entstehen. Diese Synthesegase lassen sich dann in Gasturbinen hocheffizient verstromen. Das CO2 soll abgeschieden und in den ausgebrannten Flözen endgelagert werden [30] .
Kohleschichten
Infografik: Kohleschichten-CO2SINUS
Großansicht
[CO2SINUS]

Die Aachener Wissenschaftler schätzen, dass mit der Untertage-Kohlevergasung eine rentable Ausbeutung jener reichen Kohlevorkommen möglich wird, die in Flözen gebunden sind, die sich vom Ruhrgebiet bis zur Nordsee in 1500 bis 5000 m Tiefe erstrecken und die für den klassischen Bergbau zu tief liegen. Die CO2-Endlagerung in den Flözen muss allerdings noch erforscht und erprobt werden [31] . Auch wenn sie technisch gelingt und wettbewerbsfähig wird, bleibt das Problem, ob das CO2 tatsächlich im Untergrund bleibt und nicht über Ausgasung doch in die Atmosphäre gelangt, wo es den Treibhauseffekt verstärken würde. Dies ist eines der Hauptprobleme aller CCS-Technologien, die im folgenden Abschnitt detaillierter analysiert werden.
  




CO2-Sequestrierung

NZZ-Infografik: CCS

CO2-Sequestrierung (CCS):
  
Die Prozessschritte der CO2-Abscheidung in Kraftwerken und anderen Großanlagen samt der CO2-Verpressung in den Untergrund werden zusammenfassend mit Sequestrierung bezeichnet. International ist aber die englische Bezeichnung "Carbon Capture and Storage" (CCS) weitaus bekannter und wird auch in Deutschland überwiegend verwendet.
Der CCS-Prozess gliedert sich in drei Schritte:
   (1) CO2-Abtrennung im Kraftwerk;
   (2) Verflüssigung des CO2s und Transport zu den Endlagerstätten,
   (3) Verpressung in den Untergrund.
Diese Prozessschritte werden detaillierter in einer Extraseite dargestellt:: 
=> CCS-Technologie.
    


Die CCS-Technologie ist leider sehr energieaufwändig, so dass der Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerks mit CCS um 10 bis 15 %-Punkte sinkt, wodurch der Kohleverbrauch um 25 bis 50 % steigt [43] . Die mangelnde Energieeffizienz ist einer der Kritikpunkte an CCS, die zusammen in einem Extraabschnitt detaillierter dargestellt werden.    => Kritk an CCS
  


Zwar wird CCS in Fachkreisen schon seit einigen Jahren kontroves diskutiert, in den Medien und der Öffentlichkeit wird das Thema jedoch erst stärker beachtet, seit Pläne von RWE für eine CO2-Pipeline vom Braunkohlerevier bei Köln nach Schleswig-Holstein bekannt wurden und sich daraufhin zunehmender Widerstand in den betroffende Regionen und Kommunen entwickelte, vor allem in Norddeutschland, wo das CO2 in den Untergrund verpresst werden soll. Deshalb scheiterte auch ein  CCS-Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vorerst im Bundestag.
Pro- und Contra-Argumente der CCS-Debatte wurden in einem Extraabschnitt zusammen gestellt:  => Stellungnahmen zu CCS
      



Deutschland setzt
auf Kohlekraft
Infografik: Kohlekraftwerke in Deutschland / Globus Infografik 2065 v. 2.5.08
Großansicht/Daten
Pro und Contra Kohlestrom:

Pro: Haupt-Argumente der Verfechter von Kohlestrom in Stichworten: Vermeiden einer sonst angeblich drohenden Stromlücke; Versorgungssicherheit; Steuereinnahmen für die Kommunen; Erhalt von Arbeitsplätzen und von hochspezialisierten Zulieferfirmen, die High-Tech-Geräte für den Bergbau auch für den Export produzieren [45] .

Contra: Neben dem Treibhausgas CO2 stoßen Kohlekraftwerke trotz aufwändiger Filtertechnik zahlreiche weitere Schadstoffe (Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaub, Blei, Arsen, Cadmium, Quecksilber, Dioxine, Furane) in großen Mengen aus [32] . Neben der Verstärkung der globalen Klimaerwärmung belastet die Kohleverstromung also außerdem die Gesundheit vieler Menschen.
.
Widerstand: Vielerorts regt sich daher Widerstand gegen den Neubau von Kohlekraftwerken und einige Pläne wurden inzwischen storniert, in NRW z.B. in Krefeld, Herne und Köln [33] . In Lünen spaltet das von Trianel geplante Kohlekraftwerk die Stadt: Während z.B. der Trianel-Chef vor allem die wirtschaftlichen Vorteile und die günstige Standortlage von Lünen herausstellt, bekämpfen der BUND-NRW und die Bürgerinitiative BIKKK das Neubauprojekt wegen seiner Klima- und Gesundheitsschäden [34] . Inzwischen wurde Klage beim Oberverwaltungsgericht Münster eingereicht gegen die von der Bezirksregierung Arnsberg erlassene 1.Teilgenehmigung [35] . Die Gegner des geplanten Trianel-Kohlekraftwerks wollen notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof gehen [36] .

neue Kohlekraftwerke
in NRW
Infografik: Kohleverflüssigung
Großansicht
In Datteln (NRW) wurde der bereits weit fortgeschrittene Bau eines Kohlekraftwerks von E.On vorerst teilweise gestoppt, nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster am 03.09.09 festgestellt hatte, dass der zugrundeliegende Bebauungsplan den Zielen der Landesplanung sowie dem Bevölkerungs-, Natur-, Landschafts-, Klima- und Ressourcenschutz widerspricht [44] .
In Hamburg ist das von Vattenfall geplante Kohlegroßkraftwerk in Moorburg (1650 MW) stark umstritten und drohte die Koalitionsverhandlungen von Schwarz-Grün scheitern zu lassen. Am 30.9.08 genehmigte die grüne Umweltsenatorin Anja Hajduk das Kraftwerk unter strengen Umweltauflagen und heftiger Kritik aus ihrer Partei und von Umweltverbänden [37] .
Auch gegen die Braunkohle wehren sich betroffene Menschen. Gegen den Tagebau in der Lausitz richtete sich das Volksbegehren "Keine neuen Tagebaue" eines breiten Bündnisses aus Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und den Parteien der Grünen und der Linken, das aber mit rund 25.000 statt der erforderlichen 80.000 Unterschriften am 9.2.09 scheiterte [38] .
Auch der Tagebau im Rheinischen Braunkohlerevier ist umstritten. Das Genehmigungsverfahren von Garzweiler II wurde 1987 eingeleitet. Zahlreiche Einsprüche und Klagen blieben aber bisher erfolglos. Zuletzt erhob der BUND-NRW am 5.12.08 Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Zwangsenteignung seiner Obstwiese im Tagebaubereich [39] . Die Umweltschäden und sozialen Folgen sind insgesamt enorm und belasten auch die Nachbarregionen des Braunkohletagebaus [40] .


  
  Resümee:
 
Ob der Energieträger Kohle Teil eines nachhaltigen Energiemixes sein kann, steht und fällt mit der Frage, ob das bei der Kohleverstromung, Kohleverflüssigung und Kohlevergasung in großem Umfang erzeugte Treibhausgas CO2 mit Hilfe von CCS-Technologien auf  Dauer sicher vorm Entweichen in die Atmosphäre unter der Erde endgelagert werden kann und ob dies schnell genug und zu wettbewerbsfähigen Preisen gelingt. Dies kann mit guten Argumenten bezweifelt werden. Alternative Methoden der CO2-Vermeidung und -Reduktion, nämlich der Emissionshandel in Kombination mit einer forcierten Energiewende sind zugleich preiswerter, klima- und umweltfreundlicher und vermeiden das Anhäufen von CO2 im Untergrund, eine Lastenübertragung auf künftige Generationen, was dem Prinzip der Generationengerechtigkeit widerspricht. Statt mit viel Geld eine eventuell sogar kontraproduktive CCS-Infrastruktur aufzubauen, die außerdem nur einige wenige Jahrzehnte nutzbar wäre, aber langfristig den Ausbau von Druckluft- und Erdgasspeichern sowie der Geothermie blockieren würde, sollten wir uns und künftigen Generationen mit einer Energiewende eine nachhaltige Infrastruktur bereitstellen.
Nicht zuletzt bedeutet Nachhaltigkeit auch Sozialverträglichkeit: Der vielfältige Widerstand gegen Kohlekraftwerke und neuerdings auch gegen CCS zeigt, dass Kohlestrom von vielen Menschen wegen der CO2-Problematik und Umweltschäden sowie Gesundheitsbelastung nicht gewollt wird. Dagegen erfahren Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energien eine breite Akzeptanz, zumal sie auch eine Vielzahl von zukunftsfähigen regionalen Arbeitsplätzen in einem breiten Spektrum von Branchen schaffen [41] [42] .
  
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Daten/ Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Primärenergie
Welt 2016
Weltenergie-2016: Globus Infografik 11903/ 04.08.2017
04.08.17   (962)
dpa-Globus 11903: Weltenergie 2016
Der weltweite Primärenergieverbrauch (PEV) ist im letzten Jahr um 1 % gestiegen auf nun 555,8 EJ. (Anstieg in den letzten 10 Jahren jährlich im Durchschnitt um 1,8 %).
Anteile der Regionen (%): Asien u. Australien 42,0; USA, Kanada 19,6; Lateinamerika 6,7; Europa (inc. ehemalige UdSSR) 21,6; Naher Osten 6,7; Afrika 3,3.
Anteile der Energiearten (%): Öl 33,3; Kohle 28,1; Gas 24,1; Erneuerbare Energien 10,0; Kernenergie 4,5. Tabellenansicht
  
Quelle: BP     Infografik-Bezug      Tabelle/ Infos   

| Primärenergie |  | Erdgas | Kohle | Atomenergie | Erneuerbare Energien |
Strommix
DE 1990-2016
Strommix-DE-1990-2016: Globus Infografik 11708/ 28.04.2017
28.04.17   (911)
dpa-Globus 11708: Strommix - früher und heute
In den Jahren 1990|2016 wurden insgesamt rund 550|648 TWh Strom erzeugt. Der Vergleich des Stommixes der Jahre 1990|2016 zeigt eine deutliche Verschiebung weg von den tradionellen Energiequellen (Anteile in %: Braunkohle 31,1|23,1; Kernenergie 27,7|13,1; Steinkohle 25,6|17,2; Mineralöl 2,0|0,9) hin zu den erneuerbaren Energien 3,6|29,0 und zu Erdgas 6,5|12,4, das als Übergangsenergie zu den erneuerbaren Energien gilt. Diese rangieren inzwischen auf Platz 1, allerdings gefolgt von der besonders klimaschädlichen Braunkohle. Die Atomstrommenge hat sich von 1990 bis 2016 etwas mehr als halbiert auf 84,6 TWh (13,1 % der Bruttostromerzeugung). Tabellenansicht
Ergänzung (zgh): Durch den Atomausstieg werden die aktuell noch betriebenen 8 Atomkraftwerke schrittweise bis 2022 vom Netz genommen. Damit die Versorgungs-sicherheit gewährleistet bleibt und kein Stromausfall im großen Ausmaß (Blackout) entsteht, müssen parallel im Zuge einer forcierten Energiewende a) die Erneuerbaren Energien und b) großvolumige Stromspeicher sowie c) Stromtrassen und d) die intelligente Vernetzung von Stromerzeugern - und verbrauchern (smart grid) ausgebaut werden. Wegen b) kommt noch e) die Umwandlung von Strom in Wasserstoff und/ oder Methan (Power to Gas) hinzu. In allen fünf Bereichen liegt die Entwicklung stark hinter den Erfordernissen zurück. Dadurch wächst das Risiko, dass der Atomausstieg ein 3.Mal revidiert wird (doppelte Merkel-Wende in der Energiepolitik 2010/2011), oder dass vermehrt Kohlestrom den rückgängigen Atomstrom ersetzt, was aktuell in Phasen passiert, wo das Ökostromaufkommen nicht ausreicht (z.B. wg. Dunkelflaute) oder nicht weiträumig genug verteilt werden kann (z.B. wg. unzureichendem Netzausbau). Dies ist mit eine Ursache dafür, dass der CO2-Ausstoß Deutschlands 2016 wieder gestiegen ist.
 
Quelle: AG Energiebilanzen     Infografik-Bezug      Tabelle/ Infos   

| Strom | EW-Strom | Kohle | Erdgas | Erdöl | Atomenergie | Atomausstieg | Erneuerbare Energien |
Kohle, Öl, Gas
EU-28 2015
Kohle_Öl_Gas_EU-2015: Globus Infografik 11601/ 10.03.2017
10.03.17   (882)
dpa-Globus 11601: Die Bedeutung von Kohle, Öl und Gas
Im Jahr 2015 verbrauchte die EU-28 fossile Energien* im Umfang von 1.626 Millionen Tonnen Rohöleinheiten (MtRÖL) pro Jahr, 1,2 % mehr als 2014, aber deutlich unter dem langjährigen Hoch von 1840 MtRÖL im Jahr 2006.
Der Anteil fossiler Energien am Energieverbrauch im Durchschnitt der EU-28 betrug 2015 rund 73 %, in 16|12 Staaten lag der Anteil über|unter dem Durchschnitt. Die Länderliste beginnt mit [CY 94; NL 93; IE 92; PL 91; EE 87] und endet mit [SI 62; LV 61; FR 49; FI 46; SE 30].Tabellenansicht
*Kohle, Kohleprodukte, Erdgas, Rohöl, Mineralölerzeugnisse

Quelle: Eurostat     Infografik-Bezug      Tabelle/ Infos    

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Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Energiewende-Studie
Energiewende-Studie
20.06.16   (127)
Volker Quaschning: Sektorenkopplung durch die Energiewende
Quaschning analysiert in seiner viel beachteten Studie, wie und in welchem Umfang die Erneuerbaren Energien ausgebaut und das gesamte Energieversorgungssystem umgebaut werden müssen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens in Deutschland umzusetzen. Laut Quaschning müssen die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr bis 2040 vollständig dekarbonisiert und deshalb alle Kohlekraftwerke bis 2030 stillgelegt werden. Neuanlagen zur Wärme- und Warmwasserbereitung dürfen ab 2020 nur effiziente Wärmepumpen verwenden (keine fossilen Heizungen mehr). Neufahrzeuge müssen möglichst ab 2025, spätestens 2030, rein elektrisch fahren; deshalb müssen die wichtigsten Fernstraßen mit Oberleitungen für LKW ausgerüstet werden. Basis der gesamten Energieversorung muss ab 2040 Ökostrom hauptsächlich aus Wind- und Solarenergie sein, der teils mittels Power-to-Gas in Methan gewandelt und im Erdgasnetz gespeichert wird, um die Versorgungssicherheit auch in Phasen der Dunkelflaute zu gewährleisten.
 
 Download der Studie [htw-Berlin]  

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WEO-2014
WEO-2014
12.11.14   (114)
IEA: World Energy Outlook 2014
Jährlich im November veröffentlicht die IEA ihren "World Energy Outlook" (WEO), eine umfangreiche Datensammlung zur Entwicklung der Primärenergieträger in der Vergangenheit sowie Prognosen, in diesem Jahr erstmals bis zum Jahr 2040, samt daraus sich ergebender Konsequenzen für die Versorgungssicherheit sowie den Umwelt- und Klimaschutz. Erfasst werden die nicht regenerierbaren Energiequellen (Öl, Kohle, Gas, Atomkraft) und einige der regenerierbaren (Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Biomasse) im Hinblick auf Energienachfrage und - angebot sowie Energiehandel und Investitionen in Infrastruktur. 2014 zählen u.a. die Gas- und Ölschwemme, verursacht durch Fracking in den USA, zu den Schwerpunktthemen. Aus diesem Datenpool werden ergänzend diverse Statistitiken zu den energiebedingten CO2-Emissionen abgeleitet. Zunehmend werden auch Aspekte wie Energieverteuerung und Folgen der Klimaerwärmung analysiert. Wie schon in den letzten Jahren sieht die IEA die Risiken wachsen, dass das 2°C-Ziel weit verfehlt wird und schlägt deshalb verschiedene Maßnahmen zum drastischen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vor.
  
Informationen: Überblick/ Inhaltsverzeichnis/ Bestellung / Presse-Präsentation  
Download: Pressepräsentation mit den zentralen Aussagen und Infografiken [pdf]

| Energie | Fossile Energien | Erdöl | Kohle | Erdgas | Atomenergie | Erneuerbare Energien | Windenergie | Solarenergie | Wasserkraft | Biomasse | Fracking | Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle |
Fossile Energien
EWG-2013
fossile Energien-Prognosen
26.03.13   (113)
Energy Watch Group: Fossile und nukleare Brennstoffe - die künftige Versorgungssituation
Während die IEA in ihrem WEO 2012 eine weitere Ausweitung der Förderung bei Erdöl und Erdgas aufgrund neuer Fördermethoden wie Fracking für realistisch hält, prognostiziert die Energy Watch Group (EWG) in ihrer neuen Studie das baldige Überschreiten des Fördermaximums (Peak) und danach das schnelle Absinken.
  
Download:  Presseerklärung  Präsentation  Kurzfassung (1,5 MB)  Langfassung (4,2 MB)

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Energieagenturen

Energieagentur NRW: www.ea-nrw.de
Deutsche Energie Agentur (DENA): www.deutsche-energie-agentur.de
International Energiy Agency (IEA): www.iea.org
Energiebilanzen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW):
www.ag-energiebilanzen.de
Eine Fülle von Energiedaten bieten insbesondere auch die BAFA und das BMWI
(im folgenden:)

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
BAFA
www.bafa.de

Das Bundesamt stellt eine Fülle von Informationen, Daten und Statistiken bereit, u.a. auch zum Thema Energie: Erdgas, Rohöl, Mineralöl, Steinkohle,
www.bafa.de/ener/index.htm
Die umfangreichen Statistiken finden Sie unter:
http://www.bafa.de/ener/statisti.htm
 

Bundesministerium für
Wirtschaft BMWI
www.bmwi.de

Das Ministerium bietet einige Statistiken zum Thema Energie und Links auf weitere Datensammlungen an:
www.bmwi.de/Homepage/Politikfelder/Energiepolitik/Energiedaten/Energiedaten.jsp
 
   
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[1] Bei der Verstromung von Braunkohle bzw. Steinkohle entstehen pro kWh 1153 bzw. 949 g CO2, bei Erdgas 428 g, also weniger als die Hälfte CO2. Datenquelle: dpa Grafik: Stromerzeugung und Klimabilanz [04.02.08]
[2] a) Wikipedia: Kohle    BGR:  Kohle   (Z 20.01.09) 
b) Klett:  Bildfolge zur schrittweisen Entstehung von Torf, Braun- und Steinkohle  (Z 20.01.09)
c) poweron.ch: Kohle: Entstehung & Abbau; geologisches Profil: Ablagerung von Braunkohle im Rheinland   (Z 20.01.09)
d) Planet-Wissen: Entstehung von Steinkohle (Z 20.01.09)
e) Quarks & Co: Wie aus Bäumen Braunkohle wurde (Z 14.04.09)
[3] Matthias Korfmann: Forscher geben der Kohle Zukunft. Aachener Wissenschaftler wollen in großer Tiefe Energie gewinnen -CO2 bleibt unter der Erde [Westfälische Rundschau 11.06.08]
[4] Datenquelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR): Energiestudie 2007;
Download: Energiestudie 2007 - Kurzfassung [6,7 MB, Stand: 31.12.07;  Erscheinungsdatum: 17.12.08].
Statt "Steinkohle" und "Braunkohle" verwendet die BGR die Bezeichnung "Hartkohle" (= Steinkohle + Anthrazit) und sog. "Weichbraunkohle" (Brennwert < 16.500 kJ/kg). Da diese Bezeichnungen wenig geläufig sind, verwenden wir die besser bekannten bisherigen Begriffe, also Steinkohle = Hartkohle; Braunkohle = Weichbraunkohle.
[5] a) Georg Küffner: In China geht jeden zweiten Tag ein Kohlekraftwerk ans Netz [faz.net 13.07.07]
Im Artikel eingebettet die Infografik: Kohle bleibt wichtigster Energieträger der Stromerzeugung
b) Hintergrund-Infos bietet das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in seiner Serie "Kohle weltweit":
b1) IPP-Energie-Perspektiven: Kohle in China [Ausgabe 01/2001] , Landkarte der Kohlevorkommen
b2) IPP-Energie-Perspektiven: Kohle in Indien [Ausgabe 03/2001], Landkarte der Kohlevorkommen
[6] Dynamische Reichweite der Kohlereserven:
Es bezeichne: jährliche Wachstumsrate p, Reserven R, Anfangsverbrauch A, Verbrauch V(1) im 1. bis V(n) im n.ten Jahr, wobei n die dynamische Reichweite bezeichnet. Damit folgt: V(1) + ... + V(n) = R.
Die Verbräuche V(1), ..., V(n) bilden eine geometrische Folge mit der bekannten Formel:
V(1) + ... + V(n) = A • ((1+p)n - 1) / p,    also: A • ((1+p)n - 1) / p = R.
Kürzen mit  A liefert  ( (1+p)n - 1) / p = R/A= s, wobei s die statische Reichweite bezeichnet, d.h. die dynamische Reichweite hängt nicht getrennt von den Einzelwerten A und R ab, sondern von ihrem Quotienten R/A=s, also von der statischen Reichweite.
Auflösen von ( (1+p)n - 1) / p = s nach n liefert:   n = ln(1 + sp) / ln( 1 + p)
Steinkohle mit s = 129  z.B.: p= 1 %:  n ≈ 83;  p= 2 %:  n ≈ 64;  p = 3 %:  n ≈ 54.
Braunkohle mit s = 286 z.B.: p= 1 %:  n ≈ 136; p= 2 %:  n ≈ 96;  p = 3 %:  n ≈ 76.
Der Graf der Funktion  p -> n  verläuft anfangs besonders steil abwärts, d.h. der Grad der Abnahme der Reichweite ist für kleine p besonders stark. Ein anschauliches Maß dafür ist die Halbierungsrate, also jene Wachstumsrate, beim dem die dynamische Reichweite nur halb so groß ist wie die statische. Ersetzen wir in der Gleichung n = ln(1 + sp) / ln( 1 + p)  die linke Seite durch s/2, so folgt: s/2 = ln(1 + sp) / ln( 1 + p). Einsetzen von s für Stein- bzw. Braunkohle und numerisches Lösen der Gleichung nach p liefert dann die Halbierungsrate: Steinkohle: 2 %, Braunkohle: 0,9 %.x
[7] Daten aus: BP-Statistical Review of World-Energy 2008  >  Weltweiter Primärenergieverbrauch [Juni 2008]
[8] Tabellen 22 bis 27 in [4]  ( BGR: Energiestudie 2007 - Kurzfassung [6,7 MB, Stand: 31.12.07])
[9] Vergleich der kumulierten Anteile (in %) der Reserven bei Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas
 
Top3
Top5
Top10
Steinkohle
66,4
81,8
95,5
Braunkohle
60,8
80,8
90,6
Erdöl
43,1
59,6
82,6
Erdgas
55,3
62,6
75,8
Kohle ist auf weniger Länder konzentriert als Erdöl und Erdgas, z.B. besonders ausgeprägt bei Top3  und Top5.
  
Datenquelle: siehe [4], BGR: Energiestudie 2007 - Kurzfassung
Tabellen im Anhang: Steinkohle: Tabelle 23; Braunkohle. Tabelle30;
Erdöl: Tabelle 9; Erdgas: Tabelle 16.
[10] Die Daten wurden anhand von [4] (BGR: Energiestudie 2007 - Kurzfassung [6,7 MB, Stand: 31.12.07]) zusammengestellt. Die BGR hat freundlicherweise die Kohle-Tabellen als Excel-Datei zur Verfügung gestellt. Aus diesen Tabellen wurde eine neue Tabelle für die Top20-Steinkohle und Top20-Braunkohle-Verbrauchsländer erstellt, in der wichtige Daten in einer einzigen Tabelle zusammengefasst werden und die eine Rangbildung nach eigenen Kriterien ermöglicht.
[11] S. 94 in: Herman-Josef Wagner: Was sind die Energie des 21.Jahrhunderts? Der Wettlauf um die Lagerstätten, Fischer Taschenbuch Verlag, Juli 2007. (Inhaltsverzeichnis,  Rezension,   Bestellung bei Amazon) .
Das Buch ist Teil der Serie "12 Bücher zur Zukunft der Erde", die vom "Forum für Verantwortung" im Rahmen der Bildungsinitiative "Mut zur Nachhaltigkeit" erstellt wurde.
[12] Die Daten wurden anhand von [4] (BGR: Energiestudie 2007 - Kurzfassung [6,7 MB, Stand: 31.12.07]) zusammengestellt. Die BGR hat freundlicherweise die Kohle-Tabellen als Excel-Datei zur Verfügung gestellt. Aus diesen Tabellen wurde eine neue Tabelle für die Top10-Braunkohle-Verbrauchsländer erstellt, in der die wichtigsten Parameter zusammengefasst werden.
[13] Globus Grafik 2048: Deutschlands Strom-Mix 2007 [25.04.08]
[14] dpa Grafik 3731: Stromerzeugung und Klimabilanz [04.02.08]
[15] WWF-Pressemitteilung: WWF-Ranking zeigt: Kohlekraftwerke als größte Klimaverschmutzer [12.04.07]
[16] Globus Grafik 2065: Deutschland setzt auf Kohlekraft [02.05.08]
[17] a) IPP-Energieperspektiven: Kohle in Australien [Nr.01/2002]   Kohle in den USA [Nr.03/2000]
b) Christine Mattauch: Weg mit dem Bergen. In den USA wächst der Widerstand gegen eine brutale Form des Steinkohleabbaus [ZEIT 43/18.10.07]
[18] Verfechter der umstrittenen Kohlesubventionen begründen sie u.a. mit folgenden Argumenten: Verringern der Energieabhängigkeit vom Ausland; Abbremsen des sonst zu heftigen Strukturwandels; Erhalt von Arbeitsplätzen und von hochspezialisierten Zulieferfirmen, die High-Tech-Geräte für den Bergbau auch für den Export produzieren. Die Kritiker halten die Kohlesubventionen für Geldverschwendung und kontraproduktiv: Sie verzögerten einen notwendigen Strukturwandel und erhielten nicht sinnvolle Arbeitplätze im Bergbau statt neue in zukunftsfähigen Branchen, wie z.B. die Erneuerbaren Energien, zu fördern. Die Importabhängigkeit sei wegen verlässlicher Lieferländer (s.o) unproblematisch. Siehe z.B.: Fritz Vorholz: Die Kohle-Lüge [ZEIT 31/24.07.03]
[19] Wikipedia: RAG Deutsche Steinkohle AG > Subventionen  (Z 05.02.09)
[20] Siehe Tabelle S.2 im Steinkohlefinanzierungsgesetz: Gesetz zur Finanzierung der Beendigung des subventionierten Steinkohlebergbaus zum Jahr 2018   [20.12.07]
[21] a) In  Deutschland sind noch 8 Steinkohlebergwerke in Betrieb: 6 Ruhrrevier, 1 Saarland, 1 Ibbenbüren. Details bei Wikipedia (Z 05.02.09)
b) Globus Grafik: Steinkohlebergbau: Zechensterben auf Raten [07.03.08]
c) Planet Wissen: Geschichte des Steinkohlebergbaus in Deutschland [15.05.2008]
[22] siehe [4] ( BGR: Energiestudie 2007 - Kurzfassung)
[23] a) BAFA: Kraftwerkskohle: Mengen und Preisübersicht (Z 05.02.09)
b) FAZ-Artikel: Der Kohlepreis zieht an [faz.net 28.01.08] und dortige Infografiken-Serie.
c) dpa/rb: Steinkohlepreis um die Hälfte gestiegen [Lausitzer Rundschau 25.06.08]
[24] BoerseGo.de: Importpreise Dezember 2008 [27.01.09]
[25] siehe [4] ( BGR: Energiestudie 2007 - Kurzfassung)
[26] Fischer Weltalmanach 2009, S.687
[27] World Cole Institute (WCI): Coal to Liquids (CtL) > Coal: Liquid Fuels  S.20. Dort wird auf folgende Studie verwiesen:
Williams/ Larson/ Haiming: Synthetic Fuels in a world with high oil and carbon prices [Juni 2006].
[28] Eugen Weingart: Renaissance der Kohle [Rohstoffwelt 24.09.08]
[29] Wikipedia: Kohlevergasung  (Z 05.02.09)
[30] siehe [3]: Forscher geben der Kohle Zukunft [WR 11.06.08]
[31] a) siehe [3]: Forscher geben der Kohle Zukunft [WR 11.06.08]
b) Ingo Wagener: Kohle verstromen ohne Bergbau [DLF  24.10.08]
[32] BUND: Widerstand gegen das geplante Kohlekraftwerk von EnBW und die Verbrennungsanlage von Stora Enso in Karlsruhe [10.10.2007]
[33] a) Dietmar Seher: Kohlekraftwerks-Pläne bleiben oft nur Papier. Landesregierung und Energiekonzernen fällt es immer schwerer, den großzügig geplanten Ausbau der Kohlekraft in NRW voranzutreiben [Westf. Rundschau 08.12.08]
b) BUND-Landkarte: Kohlekraftwerke: Neubau-Pläne, Widerstand und Erfolge   (Z 18.02.09)
[34] a) Katja Sponholz: Ein Kraftwerk spaltet die Stadt. Pro und Contra Kohlekraftwerk in Lünen [WR 30.04.08]
b) Pro: Manfred Ungethüm (Triangel-Chef ): Unser Kraftwerk wird Lünen nicht belasten. [WR 30.04.08]
c) Contra: Peter Bachau (Stellv.Vorsitzender der BI Kontra Kohlekraftwerk e.V.): Bereich schon jetzt total überlastet [WR 30.04.08]
[35] a) BUND: Geplantes Trianel-Steinkohlekraftwerk in Lünen: BUND reicht Klage gegen Kraftwerke ein. [16.06.08]
b) Lünen, Bürgerinitiative: BI-Kontra-Kohlekraftwerk  
[36] Dietmar Seher: Kohlekraftwerks-Pläne bleiben oft nur Papier
[37] ler/dpa: Grüne Umweltsenatorin genehmigt Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg [Spiegel-Online 30.09.08]
[38] taz: Volksbegehren gegen Tagebaue gescheitert [die tageszeitung 10.02. 09]
[39] Dirk Jansen/ Dirk Teßmer (BUND-NRW): Garzweiler II: Mit Verfassungsbeschwerde gegen die Zwangsenteignung [679 KB, 05.12.08]
[40] a ) Quarks & Co: Einer Region wird das Wasser entzogen (Z 14.04.09)
b) Quarks & Co: Wenn die Bagger kommen. Umsiedlung durch Braunkohle (Z 14.04.09)
[41] Das "Integrierte Energie- und Klimaschutz-Programm" (IEKP) der Bundesregierung (Meseberger-Klimapaket von 2007/08) wird bis zum Jahr 2020 ca. 500.000 zusätzliche Beschäftige bringen, so das Ergebnis der Studie "Investitionen für ein klimafreundliches Deutschland" [25.07.08], die im Auftrag des Umweltministeriums (BMU) von Forschern des PIK (Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung) und des ISI (Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung) erstellt wurde. BMU:  Überblick / Zusammenfassung/ Download-Angebote [Stand: 21.11.08]
[42] a) Laut  Umweltwirtschaftsbericht 2009 arbeiten rund 1,8 Millionen Menschen im Bereich des Umweltschutzes und der alternativen Energien, mit wachsender Tendenz.
b) BMU/UBA-Grafik: Beschäftigungswirkungen erneuerbarer Energien [Januar 2009]
[43] siehe: CCS-Technologie  >  Anmerkung [2] und [7]
[44] a) Andreas Wyputta: Klimakiller vor dem Aus. Das Oberverwaltungsgericht Münster erzwingt den Baustopp für das geplante Kohlekraftwerk in Datteln. [taz 18.09.09]            
b) DUH: Pressemitteilung [17.09.09]  Hintergrund: Handlungspflichten der Bezirksregierung nach dem OVG-Urtei
   Übersicht: Verfahrensstand E.On-Kraftwerk Datteln 
[45] siehe auch [18]

Stand: 22.02.08/zgh Thema Energie & Ressourcen  
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