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Daten/Statistiken Energie/ Rohstoffe/ Ressourcen Anfangsjahr Vorjahr 2022 Folgejahr Endjahr

Anzahl: 72

Konfliktrohstoffe
Tech-Sektor kommt nicht ohne Konfliktmineralien aus | Statista
13.12.22    (2304)
Statista: Tech-Sektor kommt nicht ohne Konfliktmineralien aus
Die Nutzung potenzieller Konfliktmineralien (u.a. Coltan, Gold, Tantal, Zinn, Wolfram) muss in den USA seit dem Dodd-Frank-Act (Title 15) 2010 deklariert werden, seit dem 01.01.2021 gilt eine entsprechende Verordung auch in der EU (). Dadurch soll die Finanzierung eingedämmt werden z.B. von gewalttätigen Milizen in der DR Kongo, die dort u.a. den Abbau der Konfliktrohstoffe Coltan und Zinn kontrollieren. Das Vorgehen ähnelt dem Kampf gegen Blutdiamanten in den 1990-ern. Die großen US-Hightech-Konzerne (Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft, Meta) können jedoch in ihrem Konfliktmineralienreport für das Jahr 2021 nicht ausschließen, Konfliktmineralien bezogen zu haben aus mindestens 9 von 10 Ländern Afrikas, in denen gegen Menschenrechte verstoßende Milizen den Bergbau finanzieren. Dazu zählen DR Kongo, Zentralafrikanische Republik, Südsudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia und Angola. Die Grafik listet die Anzahl dieser Länder differenziert nach den o.g. Tech-Konzernen.

Quelle: Unternehmensangaben

Statista: Infotext  Infografik 

| Rohstoffe | Ressourcenkonflikte | Rohstofffluch |
Erdgasspeicher
DE 2021-2022
Kälte lässt Erdgas-Speicherstand fallen | Statista
10.12.22    (2302)
Statista: Kälte lässt Erdgas-Speicherstand fallen
Im Zuge der fallenden Temperaturen seit etwa Anfang Dezember wurde in Deutschland wieder mehr Erdgas verbraucht und der Füllstand der Gasspeicher hat sich vom Höchststand 100% am 15.11.22 inzwischen auf 94,0% reduziert. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik die beiden Kurven zum Füllstand der Jahre 2021 und 2022. Seit etwa April 2022 verläuft die 2022-Kurve deutlich oberhalb der 2021-Kurve. Besonders groß ist der Unterschied zuletzt am 10.12.: 59,8%| 94,0%. Das aktuell gespeicherte Erdgas hat einen Energiegehalt von 231 TWh und reicht zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate. Das Ziel der Bundesregierung, mindestens 20% Erdgas einzusparen, um eine Gasmangellage zu vermeiden, wurde allerdings bisher mit nur 13% deutlich verfehlt, weshalb der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller weiter auf Erdgaseinsparen dringt ()

Quelle: Gas Infrastructure Europe

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit | Energiesparen |
Klimaschutz-Index
KSI 2023
 Globus Infografik 15763
18.11.22    (2295)
dpa-Globus 15763: Klimaschutz-Index 2023
Alljährlich zur UN-Klimakonferenz bewertet der Klimaschutz-Index (KSI) (engl: Climate Change Performance Index (CCPI)) die Staaten mit dem größten THG-Ausstoß im Hinblick darauf, was sie gegen die Klimaerwärmung unternehmen. Der KSI-2023 anaylsiert 60 Staaten weltweit und die EU mit zusammen rund 90% Anteil an den globlaen THG-Emissionen. Anhand ihres KSI, berechnet als gewichtetes Mittel aus den Bereichen Treibhausgase, erneuerbare Energien, Energieverbrauch und Klimapolitik (Infos), werden die Staaten benotet.
Kein Land hat bisher genug für das 1,5-Grad-Ziel getan, weshalb die ersten 3 Ränge für "sehr gut" wie zuvor demonstrativ leer bleiben. KSI-Ranking (Rg 4-8 ... 59-63):
DK 80 SE 73 CL 70 MA 67 IN 67⟩ … ⟨RU 25  KR 25  KZ 25  SA 22  IR 19⟩ Tabelle.
Deutschland (61,1|Rg 16) schneidet schlechter ab als im Vorjahr (63,8|Rg 13), weil wieder mehr fossile Energien genutzt werden und in neue LNG-Infrastruktur investiert wird, um die Lücken beim Erdgas aus Russland zu kompensieren.

Quelle: CCPI  CCPI-DE  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | 2 °C - Schwelle | Erneuerbare | Fossile Energien |
THG-Emissionen
Sektoren WE 2019
 Globus Infografik 15741
11.11.22    (2293)
dpa-Globus 15741: Globale Treibhausgasemissionen nach Sektoren
2019 wurden global 58,5 GtCO2e Treibhausgase (THG) emittiert: Anteile in %:
Energie 33,2 Landwirtschaft 22,4 Industrie 19,8 Transport 14,9 Gebäude 5,6 Müll 4,1 .
Aufgeschlüsselt nach 9 Anwendungsbereichen liegen (1) Strom-Wärmeerzeugung, (2) Landnutzung, (3) Straßenverkehr und (4) Gärung im Tiermagen (Methan) an der Spitze mit zusammen bereits 50% der Gesamt-Emissionen Tabelle. Daher ist ihre schnelle Transformation hin zur Klimaneutralität herausragend wichtig: Energiewende (schneller EE-Ausbau samt Netzen und Speichern); Agrarwende (Reduzierung der Fleischproduktion, Aufforstung, Vernässung von Mooren); Verkehrswende (Reduzierung von Verkehr, Verlagerung vom Individual- hin zum öffentlichen Verkehr, Elektrifizierung mit EE-Strom).

Quelle: WRI: State of Climate Action 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie   

| Treibhausgase | Energiewende | Nahrung | Mobilität/Verkehr |
Energiequellen
WE 2021
 Globus Infografik 15735
04.11.22    (2289)
dpa-Globus 15735: Woher kommt die Energie?
Der weltweite Primärenergieverbrauch (PEV) ist 2021 gestiegen auf 595,15 EJ (+ 5,5% ggü. Vorjahr), darunter (Anteile in %):
Erdöl 31,0 Kohle 26,9 Erdgas 24,4 Atomenergie 4,3 Wasserkraft 6,8 Erneuerbare 6,7
Die Grafik schlüsselt den Anteil der Primärenergieträger in 7 Weltregionen auf. Die fossilen Energien dominieren in Summe überall. Bei der Atomenergie liegt Europa mit 9,7% an der Spitze, ebenso bei den Erneuerbaren (12,3%). Bei der Wasserkraft liegt Mittel- und Südamerika mit 21,9% mit weitem Abstand vorne, gefolgt von Afrika (7,3%) Tabelle.

Quelle: BP StatRev 2022   BP StatRev DE 2022  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Primärenergie | Erdöl | Erdgas | Kohle | Atomenergie | Wasserkraft | Erneuerbare |
Klimaschäden
Produkte, Industrien
 Globus Infografik 15726
28.10.22    (2285)
dpa-Globus 15726: Kosten der Klimaschäden
Produkte verursachen in ihrem Lebenszyklus (Herstellung, Nutzung, Entsorgung) Klimaschäden teils in erheblichem Umfang, wie die Grafik an 10 Beispielen zeigt.
Anteil der Kosten der Klimaschäden gemessen am jeweiligem Marktwert (in %):
Energie aus Kohle|Erdgas 95|46 Benzin aus Rohöl 41 Bitcoin 35 Rindfleisch 33 SUVs 14 Schweinefleisch 8 Solarenergie 4 Goldabbau 4 Atomenergie 1

Quelle: Jones et al. (2022): "Economic estimation ..."  | Infografik 

| Treibhausgase | Klimaerwärmung | Klimawandelfolgen | Fossile Energien |
Heizungsarmut
DE 2021
 Globus Infografik 15724
28.10.22    (2283)
dpa-Globus 15724: Kaltes Zuhause
2021 waren in Deutschland rund 3,2% der Bevölkerung (2,6 M) von Heizungsarmut betroffen, d.h. sie waren finanziell nicht in der Lage, ihre Wohnung ausreichend zu heizen. Alleinlebende (4,3%) waren überdurchschnittlich betroffen, besonders Alleinerziehende (4,7%); ebenso Familien mit 2 Erwachsenen und 3 oder mehr Kindern (4,5%). Die Grafik zeigt weitere Quoten, differenziert nach Haushaltstyp Tabelle.

Quelle: Destatis  Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Armut & Reichtum | Energie |
Erdgasspeicher
Füllstand
DE 22.10.21/22
Erdgastanks fast voll | Statista
24.10.22    (2281)
Statista: Erdgastanks fast voll
Die Grafik zeigt den Füllstandsverlauf der Erdgasspeicher in Deutschland 2022 im Vergleich zu 2021. Die 2022-Kurve verläuft ab etwa Mitte April 2022 oberhalb der 2021-Kurve und erreicht am 22.10.22 einen Füllstand von 97,2% (Vorjahr: 71,9%), womit die Vorgabe 95% bis zum 1.11.22 erfüllt wird, obwohl aktuell kein Erdgas mehr aus Russland über Pipelines (Jamal, Nord Stream, Transgas) ankommt. Ein Hauptgrund dafür ist der im Vergleich zum Vorjahr geringere Erdgasverbrauch () durch wärmeres Wetter, z.B. lagen die Temperaturen in der letzten Woche 1°C über dem Mittel 2018-2021.
  
Quelle: Gas Infrastructure Europe   Destatis  BNetzA

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Heizungsarmut
EU 2021
Frieren, weil das Geld fehlt | Statista
21.10.22    (2280)
Statista: Frieren, weil das Geld fehlt
2021 waren in der EU 6,9% der Bevölkerung von Heizungsarmut betroffen, d.h. sie waren finanziell nicht in der Lage, ihre Wohnung ausreichend zu heizen. Unter den EU-Ländern variiert die Quote um den Faktor 18,2. Ranking (in %):
BG 23,7 LT 22,5 CY 19,4 GR 17,5⟩ ... ⟨AT 1,7 SI 1,7 SE 1,7 FI 1,3⟩ Tabelle.
Deutschland (Rg 16) lag mit 3,2% deutlich unter dem EU-Ø (6,9%). Alleinlebende und Alleinerziehende waren überdurchschnittlich betroffen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Heizkosten stark erhöht (), deshalb ist 2022 mit einem deutlichen Anstieg der Heizungsarmut zu rechnen.

Quelle: Destatis  Eurostat   

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie   

| Armut & Reichtum | Energie |
BIP-Anteil Industrie
EU 2021
So wichtig ist die Industrie für Europa | Statista
19.10.22    (2279)
Statista: So wichtig ist die Industrie für Europa
In der Europakarte sind die EU-Länder (+CH,NO,UK) gemäß Industriequote (Anteil des Industriesektors am BIP) im Jahr 2021 gefärbt zur Stufung [15; 20; 25; 30]. Im EU-Ø betrug die Quote 23,0%, unter den EU-Ländern variiert sie um den Faktor 3,5. Ranking (in %):
IE 40,2 NO 35,6 CZ 31,2 SI 29,8⟩ ... ⟨UK 17,7 FR 16,8 GR 15,9 LU 11,4⟩ Tabelle
In der Länderauswahl rangiert Deutschland mit 26,6% auf Platz 8 über dem EU-Ø und auch weit über den großen Volkswirtschaften (UK, FR, IT, ES). Wegen des hohen Energieverbrauchs im Industriesektor sind dort die Betriebe besonders betroffen vom starken Preisanstieg bei Strom und Gas, weshalb sie ihre Rentabilität zunehmend einbüßen. Das Ifo-Institut erwartet deshalb, dass Investitionen und Produktion vermehrt ins Ausland verlagert werden. Die Produktion im Industriesektor ist schon seit 2018 rückläufig (), laut Hans-Werner Sinn vor allem als Folge von Problemen in der Autoprodukton (Dieselskandal, Abkehr vom Verbrennungsmotor; schwächelnder Absatz in China, ...) ().

Quelle: Weltbank

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| BIP | Konsum & Produktion | Energieabhängigkeit |
Heizkosten
DE 2014-2022
 Globus Infografik 15681
07.10.22    (2270)
dpa-Globus 15681: Heizkosten-Abrechnung
Die Grafik zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Heizkosten einer 70 m²-Wohnung in Deutschland von 2014 bis 2021 für die fünf aktuellen Heizungsarten.
Kosten 2021 | Prognose 2022 (in €):
Heizöl 945|1440 Erdgas 820|1370 Wärmpepumpe 840|1285 Fernwärme 965|1045 Holzpellets 580|890
Der Anstieg der Energiekosten 2021 beruhte z.T. auf der kühleren Witterung. Hinzu kam der CO2-Preis von 0,46|0,67ct/kWh für Gas|Öl, der 2022 auf 0,55|0,80 ct/kWh steigt*. Wesentlich stärker stiegen die Energiepreise 2022 als Folge des Angriffkriegs Russlands auf die Ukraine, wie die Prognose für 2022 zeigt. Um Verbraucher und Unternehmen bei der Bewältigung der hohen Energiekosten zu unterstützen, hat die Ampelkoalition Ende September eine Gaspreisbremse angekündigt, deren Details derzeit erarbeitet werden ().
Update 12.10.22: Gaspreisbremse und Einmalzahlung (DLF)
* CO2-Preis 2021|22: 25|30 €/tCO2; Emissionsfaktor Gas|Öl: 182|266 gCO2/kWh .

Quelle: co2online  | Infografik 

| Energie |
Einkommensverteilung
DE 2021
Wen Sonderausgaben in die Armut treiben könnten | Statista
06.10.22    (2266)
Statista: Wen Sonderausgaben in die Armut treiben könnten
Haushalte mit einem Nettoäquivalenzeinkommen* in der unteren Einkommensgruppe (< 16300€/a) liegen so wenig über der Armutsgefährdungsschwelle (2019: 14109 €/a ), dass sie die enorm gestiegenen Energiekosten kaum aus eigenen Mitteln bewältigen können, was besonders auf Alleinerziehende und Haushalte mit einem Erwachsenen zutrifft, wie die Aufschlüsselung von 4 Einkommensgruppen (EG) am Beispiel von 5 Haushaltstypen belegt; hier die untere EG (<16.300 €/a):
Alleinerziehende 33 1 Erwachsener 32 2 Erwachsene +2 Kinder 16 2 Erwachsene 15 2 Erwachsene + 1 Kind 12 Tabelle.
Um Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen zu unterstützen hat die Ampelkoalition im Rahmen des dritten Entlastungspakets eine Reihe von Maßnahmen beschlossen (), u.a.: Einmalzahlungen, höheres Wohngeld sowie eine Strompreis- und Gaspreisbremse, deren Details zurzeit von einer Expertenkommission ausgearbeitet werden ().

* Haushaltseinkommen nach Steuern und Abzügen, dividiert durch die Anzahl der Haushaltsmitglieder (= Summe von Erwachsenen-Äquivalenten: 1.Erwachsene: 1; weitere Erwachsene: je 0,5; je Kind < 14 Jahre: 0,3; Bsp: 2 Eltern + 2 Kinder = 1,5+0,6=2,1)

Quelle: Destatis

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Armut & Reichtum | Energie |
Erneuerbare Energien
Anteil DE 2005-2021
 Globus Infografik 15655
23.09.22    (2259)
dpa-Globus 15655: Erneuerbare Energien
Der EE-Anteil am Energieverbrauch (in %) ist von 2005|7,1 auf 2021|19,2 gestiegen. Die Grafik zeigt den EE-Anteil differenziert nach Sektoren: 2005|2021 in %
Strom 10,3|41,1 Wärme/Kälte 7,9|16,5 Verkehr 3,6|6,8 insgesamt 7,1|19,2 .
Laut neuem EEG (ab 2023) soll der EE-Anteil beim Strom bis 2030 beschleunigt auf 80% ausgebaut werden. Auch die gesamte Strommenge muss drastisch erhöht werden, weil die Enerigewende bei Wärme/Kälte und im Verkehr auf beschleunigter Elektrifizierung (Wärmepumpen, Elektromobilität) basiert, in Kombination mit Energiesparen und Steigerung der Energieeffizienz.
 
Quelle: BMWK  | Infografik 

| Erneuerbare | Energiewende | Ökostrom |
Energieabhängigkeit
EU 2020
 Globus Infografik 15638
16.09.22    (2258)
dpa-Globus 15638: Abhängig von Energie-Importen
Im Jahr 2020 lag der Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch im EU-Durchschnitt bei 58%. Unter den 27 Mitgliedsstaaten variiert er erheblich (in %):
MT 97,6 CY 93,1 LU 92,5 GR 81,4⟩ ... ⟨SE 33,5 RO 28,2 EE 10,5⟩ Tabelle.
Die Länder am Ende der Rangfolge verfügen über erhebliche nationale Energieressourcen, z.B. Estland oder Rumänien (Ölschiefer, Erdöl, Erdgas) und Schweden (Wasserkraft).
Deutschland (Rang 12) liegt mit 63,7% etwas über dem EU-Durchschnitt (57,5%). Der mit weitem Abstand wichtigste Energielieferant Deutschlands war Russland (Erdgas 55%, Erdöl 35%, Steinkohle ca.50%, Uran ?).
Hinweis (zgh): Nach EU-Definition () zählt Atomenergie immer als heimische Energie, unabhängig davon, vorher die Rohstoffe für die Kernspaltung bzw. Kernfusion stammen. ()
  
Quelle: Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Energieabhängigkeit | Primärenergie |
Fernwärmemix
DE 2021
 Globus Infografik 15641
16.09.22    (2255)
dpa-Globus 15641: Wenig grüne Fernwärme
2021 wurden 14,1% der Haushalte in Deutschland mit Fernwärme beheizt, bei der fossile Energien mit zusammen 67,7% immer noch dominieren.
Anteil der Energieträger der Fernwärme 2021 in Deutschland (in %):
➊ Erdgas 46,7 ➋ Erneuerbare 17,3 ➌ Steinkohle 13,9 ➍ Sonstige 9,0 ➎ Abwärme 6,1 ➏ Braunkohle 5,9 ➐ Mineralöl 1,2.
Der Bau eines Fernwärmenetzes ist aufwendig und kostenintensiv, was sich nur für viele Haushalte auf kleiner Fläche lohnt, z.B. in Ballungszentren der Großstädte: in Berlin und Hamburg liegt der Anteil der Fernwärme bei 36%, in Rheinland-Pfalz dagegen nur bei 2,3%.
 
Quelle: iwd, BDEW  | Infografik 

| EW-Wärme | Fossile Energien | Erneuerbare |
Energiemix
Wohnen
DE 2000-2019
Deutsche Wohnenergie ist überwiegend fossil | Statista
14.09.22    (2250)
Statista: Deutsche Wohnenergie ist überwiegend fossil
Der Anteil erneuerbarer Energien (EE) an der Wohnenergie ist in Deutschland zwar von 2000|6,8% auf 2019|15,1% gestiegen, rangiert 2019 aber erst an 4.Stelle im Energiemix.
Anteil der Energieträger am Energieverbrauch für Wohnen (2000|2019, in %):
Gas 38,6|41,2 Strom 17,3|17,6 Heizöl 30,3|17,2 Erneuerbare 6,8|15,1 Fernwärme 5,2|8,3 Kohle 1,9|0,6 .
Bei der Fernwärme ist der EE-Anteil zwar von 2010|7,8% auf 2020|17,8% gestiegen, es dominieren aber weiterhin die fossilen Energien (2020: über 70% von 126 TWh).

Quelle: Dashboard-DE Wohnen  Energiemix

Statista: Infotext  Infografik 

| Energiemix | Erdgas | Erdöl | Erneuerbare | EW-Wärme |
Gasverbrauch
DE 2021-2022
So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr | Statista
12.09.22    (2245)
Statista: So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr
Laut EU-Gas-Notfallplan sollen die EU-Staaten ihren Gasverbrauch vom 1.08.22 bis 31.03.23 um mindestens 15% senken ggü. dem Ø-Gasverbrauch im gleichen Zeitraum der 5 Jahre von 2017 bis 2021. Vor diesem Hintergrund vergleicht die Grafik den monatlichen Gasverbrauch der Jahre 2021 und 2022. Von Jan. bis Jul. sank der Gasverbrauch, im Aug. stieg er jedoch.
Änderung des Gasverbrauchs pro Monat 2022 ggü. Vorjahresmonat in %:
Jan -9,3 Feb -12,5 Mrz -15,7 Apr -14,5 Mai -25,2 Jun -27,1 Jul -3,2 Aug +2,3 .
Der Anstieg im August untermauert die Einschätzung, dass die Reduktionen in H1-2022 nicht hauptsächlich durch Energiesparen erzielt wurden sondern Folge des außergewöhnlich warmen Wetters waren. Mit dem eingesparten Gas werden die Gasspeicher gefüllt (Füllstand am 7.9.: 87%). Bis zum 1.10.|1.11. soll auf 85%|95% aufgefüllt werden.

Quelle: Bundesnetzagentur

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Wind-/Solarenergie
Nettostrom
DE 1.- 8.2022
Sonne Si, Wind No | Statista
09.09.22    (2243)
Statista: Sonne Si, Wind No
Der Anteil erneuerbarer Energien (EE) am Strommix lag 2021 bei rund 46%, in H1-2022 sind es 51%. Ein Großteil entfällt auf Wind- und Solarenergie, deren Verteilung vom Wetter abhängt, das sich im Jahresverlauf typisch ändert. So war der Photovoltaik-Strom im diesjährigem Sommer mit Rekordanzahl von Sonnenstunden () besonders hoch, der Windstrom dagegen fiel deutlich ab, wie die Zeitreihe von Jan bis Aug zeigt:
Anteil von Wind-|Solarergie an der Nettostromerzeugung in DE 1.- 8.2022 in %:
Jan 34,6|2,2 Feb 45,3|5,2 Mrz 18,6|13,2 Apr 27,4|14,3 Mai 19,8|19,6 Jun 15,3|22,0 Jul 17,3|20,5 Aug 11,2|19,7 .

Quelle: Fraunhofer ISE
Statista: Infotext  Infografik 

| Windenergie | Solarenergie | Ökostrom |
Energieexporte
Russland
24.2.-24.8.22
Wie China und Europa Russlands Kriegskasse füllen | Statista
06.09.22    (2241)
Statista: Wie China und Europa Russlands Kriegskasse füllen
Die seitens der EU beschlossenen Boykottmaßnahmen gegen Russland sollen eigentlich die Einnahmen Russlands aus Energieexporten relevant senken. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise hat Russland jedoch rund 158 G€ aus Energieexporten eingenommen, davon 54% aus der EU.
Top10-Importländer von Energie aus Russland (24.2.-24.8.22, in G€):
CN 34,9 DE 19,0 NL 11,1 TR 10,7 IT 8,6 PL 7,4 IN 6,6 FR 5,5 BG 5,2 BE 4,5⟩
Während im Juli und August der Energieimport zahlreicher EU-Länder aus Russland sank, nahm der von China zu, vor allem Flüssiggas und Kohle zur Kompensation sinkender Wasserkraft infolge anhaltender Dürren. Erdöl blieb aber in den letzten sechs Monaten der Hauptimport.

Quelle: CREA

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Erdöl | Energieabhängigkeit | Konflikte |
Energiepreise
DE 07.2021-07.2022
Heizöl-Preise um 143 Prozent gestiegen | Statista
22.08.22    (2234)
Statista: Heizöl-Preise um 143 Prozent gestiegen
Die Grafik zeigt den Anstieg der Preise für Heizöl, Erdgas, Strom und Frischwasser vom Juli 2021 bis Juli 2022 ggü. dem dem Jahresdurchschnitt 2015 in %:
Heizöl 143,3 Erdgas 74,4 Strom 31,2 Frischwasser 12,3
Die Strompreise sind zuletzt zwar etwas gesunken, doch der EEX-Stromhandel markierte vergangene Woche einen neuen Höchstwert von 563 €/MWh (= 56,3 ct/kWh, vor einem Jahr 23 €/MWh). Hauptgründe für den Preissprung sind die extremen Knappheiten in Frankreich, Österreich und Italien, die die bereits vorhandene Verunsicherug an den Energiemärkten noch verstärken.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Erdöl | Strom |
Weltbevölkerung
1800-2100
 Globus Infografik 15573
19.08.22    (2233)
dpa-Globus 15573: Wachstum der Menschheit
Die Kurve zeigt die Entwicklung der Weltbevölkerung von 1800 bis 2022 und die Projektion bis 2100. Die 8-G-Schwelle wird hochgerechnet am 15.11.2022 und der Hochpunkt (10,4) etwa in den 2080-ern überschriten. In der Grafik sind einige Zwischenwerte notiert (in G):
1800 0,98 1850 1,26 1900 1,65 1930 2,07 1950 2,48 2000 6,11 2020 7,8 2050 9,69 2100 10,36 .
Die weiter wachsende Weltbevölkerung verstärkt die Konkurrenz um knapper werdende Ressourcen (Wasser, Nahrung, Energie, Rohstoffe, Wohnen) und durch den THG-Ausstoß die Klimaerwärmung. Die Erde ist schon jetzt um den Faktor 1,75 überlastet (), eine Trendwende ist nicht in Sicht und viele Entwicklungsziele der 2030-Agenda werden daher voraussichtlich nicht erreicht.
  
Quelle: UNDESA Bericht  WPP  WPP-Daten  | Infografik 

| Bevölkerung | Ressourcenkonflikte | Klimaerwärmung | 2030-Agenda |
Gasverbrauch
DE 2021, 2022
So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr | Statista
15.08.22    (2229)
Statista: So viel Gas verbrauchen wir im Vergleich zum Vorjahr
Wegen der Gasknappheit beschloss die EU einen Notfallplan: die 27 Mitgliedsstaaten sollen ihren Gasverbrauch vom 1.08.22 bis 31.03.23 um mindestens 15% senken ggü. dem Ø-Gasverbrauch im gleichen Zeitraum der 5 Jahre von 2017 bis 2021. Vor diesem Hintergrund vergleicht die Grafik den monatlichen Gasverbrauch der Jahre 2021 und 2022. In allen Monaten sank der Gasverbrauch, wie die Zeitreihe aktuell bis zum Juli zeigt.
Verbrauchs-Reduktion 2022 ggü. 2021 in %:
Jan 9,3 Feb 12,5 Mrz 15,7 Apr 14,5 Mai 25,2 Jun 27,1 Jul 3,2
Diese Reduktionen wurden allerdings nicht durch Energiesparen erzielt, sondern sind vor allem witterungsbedingt: ab Mitte März war es in Deutschland außergewöhnlich warm, daher sank der Gasverbrauch beim Heizen stark. Das eingesparte Gas wird zum Füllen der Gasspeicher verwendet (Füllstand am 13.08.: 76%). Laut neuer Rechtsverordnung zum §35b EnWG muss bis zum 1.10.|1.11. auf 85%|95% gefüllt werden, um hinreichend auf den kommenden Winter vorbereitet zu sein. Ab 1.2.23 gilt dann wieder ein Mindestfüllmenge von 40%.

Quelle: Bundesnetzagentur 

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energiesparen |
Gewinnsprung
Öl-/Gaskonzerne Q2.21-22
Krisengewinner Big Oil | Statista
02.08.22    (2240)
Statista: Krisengewinner Big Oil
In allen Krisen gibt es Krisenprofiteure, besonders im krisenreichen Jahr 2022 (Ukrainekrieg, Inflation, Dürresommer), u.a. die großen Öl-/Gasmultis, wie die Grafik am Vergleich des Gewinns in Q2-2022|2021 belegt (in G$):
Exxon 4,7|17,9 Chevron 3,1|11,6 Shell 5,5|11,5 bp 3,1|9,3 Total 3,5|5,7 Repsol 0,7|1,2 .
Angesichts dieser enormen "Zufallsgewinne" (Marktlagengewinn, windfall profit) fordern eingie Politiker, diese z.B. mittels einer Übergewinnsteuer abzuschöpfen und damit gezielte Hilfen für besonders durch die Krisen Betroffene zu finanzieren.
 
Quelle: Unternehmensangaben

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdöl | Erdgas |
Gasversorgung
DE ab 30.03.2022

01.08.22    (2224)
Bundesnetzagentur: Aktuelle Lage der Gasversorgung in Deutschland
Das BMWK hat am 30.03.22 die Frühwarnstufe und am 23.06.22 die Alarmstufe des Notfallplans zur Gasversorgung (pdf) in Deutschland ausgerufen. Daher aktualisiert die Bundesnetzagentur ab dem 30.3. laufend ihre Webseite zur Gasversorgung in Deutschland mit u.a. folgenden Infos/Daten:
Einschätzung der Lage; Gasflüsse aus RU (csv) und NO/NL/BE; Füllstände der Gasspeicher; Gaspreis; Erdgasverbrauch/m (csv)
Fragen und Antworten zu den Daten und Grafiken bieten Erklärungen und Hintergrund-Infos. Außerdem erstellt die Bundesnetzagentur täglich einen Lagebericht, der die aktuellen Infos/ Daten/ Grafiken zusammenfasst (pdf). Die Lageberichte (ab 31.03.22) stehen im Archiv zum Download bereit.

Quelle: Bundesnetzagentur

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Erdgasfluss
RU-DE ab 2021
Russland liefert wieder Gas, aber nicht viel | Statista
26.07.22    (2223)
Statista: Russland liefert wieder Gas, aber nicht viel
Der Gasfluss über die Pipeline Nord Stream 1 von Russland nach Deutschland lag seit Anfang 2021 bei rund 73 GW (= 1752 GWh/d) und blieb auch nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine (nach einem leichtem Einbruch) zunächst auf diesem Niveau. Vom 1.6.- 10.7. 22 wurde er reduziert auf etwa 40% und danach auf 0% während der 10-tägigen Wartung bis zum 20.7., danach zunächst wieder hochgefahren auf das Vorniveau 40%. Am 26.7. hat Gazprom jedoch angekündigt, ab dem 27.7. auf etwa 20% zu drosseln, angeblich wegen weiterer Reparaturen. Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die aktualisierten Gasflüsse der 3 Pipelines aus Russland nach Deutschland (Stand: 24.7.22, in GWh/d):
Nord Stream 1 399,1 Transgas 131,9 Jamal 0,0 .
Das Statistische Bundesamt hat ein Dashboard eingerichtet, auf dem u.a. die Gasflüsse laufend aktualisiert werden. Die Bundesnetzagentur erstellt täglich einen Lagebericht zur Gasversorgung ()

Quelle: Statistischen Bundesamt
Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Gasspeicher
DE 2022
 Globus Infografik 15529
22.07.22    (2221)
dpa-Globus 15529: Gasspeicherstandorte in Deutschland
Deutschlands Erdgasverbrauch wird zu über 90% über Import gedeckt. Da Putin versucht, per Drosselung des Gasflusses Deutschland (und die EU) zu erpressen, wird das Füllen der Gasspeicher rechtzeitig vor dem Winter um so wichtiger. Der aktuelle (23.6.) Füllstand beträgt 65,2% (). Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik eine Deutschlandkarte mit den wichtigsten Standorten von Untergrundspeichern markiert nach Speicherart (Kavernen oder Poren) und Volumen zur Stufung [2; 8] TWh :
Etzel, Uelsen, Rehden, Bad Lauchstädt, Bernburg, Bierwang, Breitbrunn.
Ende 2020 waren es insgesamt 16 Poren- und 31 Kavernenspeicher an 33 Standorten mit einem Volumen von rund 24 Gm³ () (ca. 240 TWh). Vergleich: Gasverbrauch DE Jan. 2021|2022: 142|129 TWh (). Kapazität Nord Stream 1: 550 TWh/a.

Quelle: Initiative Energien Speichern  | Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Seltenerdmetalle
DE Import 2020
Woher Deutschland Seltene Erden importiert | Statista
20.07.22    (2220)
Statista: Woher Deutschland Seltene Erden importiert
Die Metalle der Seltenen Erden werden im Zuge der Energiewende in wachsendem Umfang benötigt, z.B. für Windkraftanlagen und Elektroautos. Deutschland deckte seinen Bedarf 2020 zu 100% über Importe.
Top6-Lieferländer 2020 (Anteile in %):
AT 23,8 CN 22,4 US 12,2 FR 11,2 IT 7,5 JP 6,8⟩ (Σ=83,9)
Österreich (Rg 1) ist allerdings nur Zwischenhändler, ebenso FR, IT, JP. Der eigentliche Hauptlieferant ist China, das den Weltmarkt bei den Seltenerdmetallen dominiert, im großen Abstand gefolgt von den USA ().
Bedarf und Preis der Seltenerdmetalle variieren in extremen Bandbreiten. Besonders hoch ist der Preis aktuell für Dysprosium (ca 300 k$/t), das allerdings nur in geringen Mengen (< 100 t/a) benötigt wird, u.a. in Dauermagneten z.B. für Generatoren in Windkraftanlagen.
 
Quelle: Observatory of Economic Complexity  Stormcrow  

Statista: Infotext  Infografik 

| Seltene Erden | Windenergie | Elektroauto | Energiewende |
Seltene Erden
WE 2021
China dominiert den Markt für Seltene Erden | Statista
20.07.22    (2218)
Statista: China dominiert den Markt für Seltene Erden
Mit "Seltene Erden" werden 17 Metalle bezeichnet, die in vielen Highttech-Produkten (Batterien, Glasfaserkabel, Energiesparlampe, Handys, Plasmabildschirme, ...) und Schlüsseltechnologien für die Energiewende (Windkraftanlage; Photovoltaik; Elektroauto; ...) verwendet werden. China dominiert den Weltmarkt, wie die Grafik belegt anhand der weltweiten Reserven 2021 (in Mt):
CN 44 VN 22 BR 21 RU 21⟩
und dem Anteil führender Länder an der weltweiten Minenproduktion 2021 (in %):
CN 61,0 US 15,5 MM 9,4 AU 8,0 TH 2,9⟩.
 
Quelle: US Geological Survey

Statista: Infotext  Infografik 

| Seltene Erden | Energiewende | Windenergie | Solarenergie | Elektroauto |
Kernenergieanteil
Europa 2021
So wichtig ist die Atomkraft in Europa noch | Statista
07.07.22    (2209)
Statista: So wichtig ist die Atomkraft in Europa noch
Nachdem das EU-Parlament am 6.7.22 den Vorschlag der EU-Komission gebilligt hat, Investitionen in bestimmte Gas- und Atomkraftwerke in der Taxonomie-Verordnung als nachhaltig einzustufen, befürchten Kritiker einen Ausbau der Atomkraft, obwohl deren Hauptrisiken (Atommüll, Terrorangriffe, Proliferation, Havarien) sich vermutlich noch verstärken werden. Aus diesem Anlass listet die Grafik die Top10-Staaten in Europa gemessen am Anteil der Kernkraft an der Stromproduktion 2021 (in %):
FR 69,0 UA 55,0 SI 52,3 BE 50,8 HU 46,8 FI 32,8 SE 30,8 CH 28,8 UK 14,8 DE 11,9⟩.
Die durch den Krieg in der Ukraine wachsende Energieverknappung in Deutschland hat eine kontroverse Debatte über die Laufzeitverlängerung der verbliebenen drei AKW ausgelöst, die laut Atomausstieg Ende 2022 vom Netz gehen sollen. 2021 speisten sie ca. 34 TWh Strom ein (zum Vergleich: Photovoltaik: 45 TWh (); DE gesamt: 582 TWh).

Quelle: IAEA

Statista: Infotext  Infografik 

| Atomenergie | Atomausstieg | Strom |
Atomreaktoren
Altersstruktur
Welt 2022
2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre | Statista
06.07.22    (2207)
Statista: 2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre
Entgegen vielfältiger Kritik hat das EU-Parlament am 6.7.22 den Vorschlag der EU-Kommission gebilligt, Kernenergie (und Erdgas) in der Taxonomie-Verordnung als nachhaltige Energieart zu bewerten (). Aktuell sind weltweit 440 Kernreaktoren am Netz mit einem Anteil von rund 10% an der Stromproduktion. Allerdings sind 65,2|26,1% der Reaktoren schon älter als 30|40 Jahre.
Reaktoranzahl der 10-Jahresintervalle:
≤10 67 ≤20 26 ≤30 50 ≤40 172 ≤50 103 >50 12 .
Neue Reaktorblöcke werden aktuell nur außerhalb der EU gebaut, bis auf 3: Frankreich 1, Slowakei 2 ().

Quelle: IAEA  World Nuclear Association
Statista: Infotext  Infografik 

| Atomenergie | Atomausstieg | nachhaltige Energie |
Photovoltaik-Ausbau
DE 2009-2021
Photovoltaik wieder im Aufwärtstrend | Statista
21.06.22    (2204)
Statista: Photovoltaik wieder im Aufwärtstrend
Im März 2022 waren in Deutschland rund 2,2 M Photovoltaik (PV)-Anlagen installiert mit einer Nennleistung von 58,4 GW. Nachdem der PV-Zubau (in GW) vom Hochpunkt 2011|7,9 stark einbrach auf den Tiefpunkt 2016|1,1, stieg er seitdem laufend auf zuletzt 2021|5,5. Auch der PV-Anteil an der Stromerzeugung ist gestiegen von Q1-21|4,7% auf Q1-22|6,3%. 2018-2021 variierte der eingespeiste PV-Strom (in TWh/m) im Jahresverlauf zwischen etwa 0,5 bis 1 im Winter und knapp 5 bis über 6 von Apr. bis Aug. (Maximum: Juni 21|6,9).
PV-Strom (TWh/a): '15 38,1 '16 37,6 '17 38,8 '18 44,3 '19 45,2 '20 49,5 '21 50,0 ().

Quelle: ISE Statistische Bundesamt 

Statista: Infotext  Infografik 

| Solarenergie | EW-Strom | Ökostrom |
Kohlekraft
DE 2001-2021
Deutschland hat Kohlekraft um 11 Gigawatt reduziert | Statista
20.06.22    (2203)
Statista: Deutschland hat Kohlekraft um 11 Gigawatt reduziert
In Reaktion auf die Drosselung der Erdgaszufuhr aus Russland () hat Wirtschaftsminister Robert Habeck angekündigt, Erdgas bei der Verstromung einzusparen, um die Erdgasspeicher für den kommenden Winter zu füllen (). Ersatzweise soll die Kohleverstromung einstweilen wieder ausgeweitet werden. Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die Entwicklung der Kohlekraft-Kapazitäten 2000-2021 (Zubau|Abbau|Saldo, in GW):
Bilanz insgesamt (GW): 13,78 Zubau - 24,31 Rückbau = - 10,54 Saldo.
Stromkraft 2021 (GW): Braun-/Steinkohle 20,0/19,9; Wind 63,0; PV 56,2; Gas 31,7; Wasser 14,2; Biomasse 11,5; Atom 8,1; Geothermie u.a. 8,0 ().
Der Steinkohlebergbau in DE wurde 2018 eingestellt, der Braunkohletagebau dauert an (2020: 107 Mt). Importiert wurden 31,8 Mt Steinkohle, 45% aus RU. (Daten 2020, BGR-2021).
 
Quelle: Global Coal Plant Tracker

Statista: Infotext  Infografik 

| Kohle | Erdgas | Strom | EW-Strom | Windenergie | Solarenergie | Energieabhängigkeit |
Rohstoffpreise
Das lukrative Geschäft mit essenziellen Rohstoffen | Statista
16.06.22    (2198)
Statista: Das lukrative Geschäft mit essenziellen Rohstoffen
Auf Russland und die Ukraine entfallen zusammen große Anteile beim weltweiten Export von Nahrungsmitteln und Rohstoffen (in %): Weizen 30, Mais 15, Mineraldünger 20, Erdgas 20, Öl 11. Der Ukrainekrieg, verbunden mit gravierenden Exportreduktionen und Störungen der Lieferketten, hat Preisschübe verursacht, wie die Grafik für Brennstoffe, Getreide und Metalle zeigt.
Ø-Preiserhöhung ausgewählter Rohstoffe seit Januar 2022 (in %):
➊ Kohle 69,3 ➋ Weizen 60,1 ➌ Erdgas (USA) 54,6 ➍ Nickel 46,5 ➎ Öl 29,1 ➏ Erdgas (Europa) 26,6 ➐ Mais 23,9 ➑ Platin 21,3 ➒ Palladium 14,8 ➓ Zink 11,4.

Quelle: OECD: Economic Outlook 

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Rohstoffe | Erdöl | Erdgas | OECD |
Erdgaspipelines
DE-RU 01.-06.22
So viel Gas fließt aus Russland nach Deutschland | Statista
15.06.22    (2197)
Statista: So viel Gas fließt aus Russland nach Deutschland
Statt normalerweise rund 167 Mm³* Erdgas täglich liefert Gazprom aktuell nur etwa 100 Mm³* (-40%) über die Ostseepipeline Nord Stream 1, angeblich wegen Reparaturarbeiten durch Siemens (). Aus diesem Anlass zeigt die Grafik die bisherigen Gasflüsse über die drei Pipelines Nord Stream 1, Transgas und Jamal von Januar bis Mitte Juni 2022 (in TWh/Woche**): Jamal hat keine Bedeutung mehr (nahe null), Transgas lag bis Anfang Mai stabil bei etwa 4,5, brach Mitte Mai ein auf etwa 3 und stieg zuletzt wieder auf 3,92. Der Hauptlieferant Nord Stream 1 schwankte etwas um 12, sank zuletzt aber auf 9,24.

* Erdgas hat einen Brennwert von 8,4 bis 13,1 kWh/m³, für überschlägiges Rechnen wird oft 10 kWh/m³ verwendet, also 100 Mm³ Erdgas ≙ 1 TWh.
1 TWh/d = 1000 GWh/24h = 41,7 GW
** 9,24 TWh/Woche = 9240 GWh/7/24h = 55 GW = 40 Großkraftwerke à 1375 MW

Quelle: Statistisches Bundesamt 

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas |
Erdölexporte-RU
Top-Länder 2020
Wohin fließt das russische Öl? | Statista
31.05.22    (2185)
Statista: Wohin fließt das russische Öl?
Die EU hat ein Teil-Embargo geben Erdöl aus Russland beschlossen: Import per Tanker wird boykottiert, über Pipelines läuft er jedoch weiter, z.B. über die Druschba-Pipeline, die Ungarn, Tschechien, Slowakei und Deutschland versorgt (). Aus diesem Anlass listet die Grafik die Top13 Zielländer der Ölexporte Russlands 2020 (in G$):
CN 23,8 NL 9,2 DE 6,3 KR 5,0 PL 4,2 IT 3,7 BY 3,5 FI 2,8 JP 2,1 SK 1,5 UK 1,1 HU 1,0 US 1,0⟩.
Der russische Ölexport nach China entsprach schon 2020 der Summe NL+DE+PL+IT=23,4 und könnte noch deutlich gesteigert werden. Auch Indien und die Türkei verstärken bereits ihre Ölimporte aus Russland und profitieren vom sanktionsbedingten Preisabschlag. Solche Exportverlagerungen könnten die Wirkung des EU-Boykotts auf den Staatshaushalt Russlands merklich schwächen.

Quelle: UN-Comtrade

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdöl | Energieabhängigkeit | Konflikte |
Nahverkehrspreise
DE 2015-2021
 Globus Infografik 15407
27.05.22    (2181)
dpa-Globus 15407: Preise im Nahverkehr
Von Juni bis August gilt das 9-Euro-Ticket: Einen Monat lang kann man per ÖPNV durch ganz Deutschland reisen. Es soll mehr Menschen als bisher motivieren, statt Autos öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und außerdem eine finanzielle Entlastung bieten für die stark gestiegenen Preise bei Energie und Mobilität. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik den Preisanstieg im ÖPNV von 2015 bis 2021 für Bahnfahrten im Nahverkehr und den Verbundverkehr (Tageskarten, Monatskarten u.a.), die beide deutlich über dem Verbraucherpreisindex liegen, der zum Vergleich ebenfalls eingezeichnet ist.
Zeitreihe Index 2015 = 100:  Bahn | Verbund | Preisindex:
'16 101,7|102,6|100,5 '17 105,7|104,3|102,0 '18 110,2|106,0|103,8 '19 113,9|108,0|105,3 '20 115,8|109,6|105,8 '21 116,4|111,3|109,1 .

Quelle: Statistisches Bundesamt  | Infografik 

| Mobilität/Verkehr | Energie | Konsum & Produktion |
Biokraftstoff
EU 2020
Deutschland ist Europas größter Biokraftstoff-Produzent | Statista
19.05.22    (2180)
Statista: Deutschland ist Europas größter Biokraftstoff-Produzent
Die Produktion von Biokraftstoff ist in der EU in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 5,6%/a gewachsen und hatte 2020 einen Anteil von 17,6% an der Welt-Produktion. Durch zunehmende Verknappung von Weizen und anderen Nahrungsmitteln durch den Krieg in der Ukraine wächst die Kritik an Biokraftstoffen, da sie aus Getreide, Mais und Ölpflanzen hergestellt werden, die (oder deren Anbauflächen) sinnvoller für Nahrungsmittel verwendet werden sollten ("Teller statt Tank", "Brot statt Biosprit").Vor diesem Hintergrund listet die Grafik ein Ranking von EU-Ländern zur Produktion von Biokraftstoffen 2020 (in k b | ± ggü.Vorjahr in %):
DE 65|-1 FR 43|-8 NL 37|-2 ES 32|-19 PL 19|+3 IT 16|+8 UK 10|-6 AT 7|+3⟩.

Quelle: BP: StatRev. 2021

Statista: Infotext  Infografik 

| Mobilität/Verkehr | Energie | Nahrung | Biomasse | NaWaRo |

Atommülllager
DE 2021
 Globus Infografik 15384
13.05.22    (2175)
dpa-Globus 15384: Hochradioaktive Abfälle
Laut Atomausstiegsplan sollen Ende 2022 die restlichen drei Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen*. Zurück bleibt radioaktiver Atommüll, der zurzeit provisorisch gelagert wird in 1116 CASTOR-Behältern in 3 zentralen und 13 dezentralen Zwischenlagern, deren Standorte samt Anzahl und Ablaufdatum in der Deutschlandkarte eingetragen sind Tabelle.
Langfristig muss der hochradioaktive Atommüll mindestens eine Million Jahre (AkEnd) sicher in einem Endlager aufbewahrt werden, dessen Standort bis 2031 ermittelt werden soll. Geeignet sind vor allem Regionen mit Salz, Ton oder Granit als Wirtsgestein (). Laut einem BGE-Zwischenbericht (28.9.20, pdf, 26 MB) sind 54% der Flächen in Deutschland grundsätzlich geologisch geeignet, auch 7 Regionen im Bundesland Bayern, wo der meiste Atommüll erzeugt wurde. 2050 soll das Endlager den Betrieb aufnehmen.
* Um die Abhängigkeit von fossilen Energien aus Russland nach dessen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu reduzieren, wurde die Laufzeitverlängerung diskutiert. Wirtschaftsminister Habeck wandte jedoch ein, dass die Vorbereitung zur Abschaltung zu weit fortgeschritten sei, als dass die drei restlichen AKW länger in Betrieb gehalten werden könnten.

Quelle: BASE  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie  | Kontext 

| Atomenergie | Atomausstieg |
Erdgas-Einsparung
DE 2022
So viel Erdgas könnte Deutschland einsparen | Statista
10.05.22    (2173)
Statista: So viel Erdgas könnte Deutschland einsparen
In Reaktion auf den Ukrainekrieg will Deutschland seine Energieimporte aus Russland schnell reduzieren, insbesondere beim Erdgas, wo der Importanteil Russlands inzwischen von 55% (Ende 2021) auf 35% (April 2022) gesenkt werden konnte ( pdf↗). Außerdem könnten noch 2022 Einsparungen von 10,6 bis 28,2 % ggü. 2020 erzielt werden gemäß 3 Szenarien:
➊ Baseline ➋ mittlere ➌ optimischte Einsparung,  in vier Sektoren:
Private Haushalte| Gewerbe/Dienstleistung| Industrie| Strom-/Wärmeerzeugung  (in Gm³):
Nachfrage 2020: 25|12|26|22   ➊ 23|10|23|20  ➋ 21|10|21|15  ➌ 21|10|17|13.
➊ moderate Einsparungen auf das Niveau 2014/2015 (damals hohe Gaspreise);
➋ Strom: Ersatz von Erdgas durch Kohle; Heizen: Raumtemperatur ➘; Wärmepumpen;
➌ Großteil durch Industrie, vor allem Nahrungsmittel und Chemie.
Ergänzend: Diversifizierung der Lieferländer; effizientere Nutzung von Pipelines/ Speichern; kurzfristiges Senken der Gasnachfrage um 19 bis 26%.

Quelle: DIW

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Fossile Energien | Energieabhängigkeit |
Düngemittel
Preisanstieg
2019-2022
Dünger wird deutlich teurer | Statista
02.05.22    (2171)
Statista: Dünger wird deutlich teurer
Die Grafik zeigt die Preisentwicklung für fünf Düngemittel von 2019 bis 2022. Die Preise sind schon ab 2020 gestiegen (außer Kaliumchlorid), zuletzt sprunghaft (außer Phosphat) infolge des Kriegs in der Ukraine, der die Gaspreise in die Höhe trieb. Gas ist ein wichtiger Rohstoff für die Produktion von Kunstdünger. Die extremen Preise setzen einen Teufelskreis in Gang: Landwirte zögern beim Düngemittelkauf in Hoffnung auf sinkende Preise ⇒ Nachfrage sinkt ⇒ Hersteller drosseln die Produktion ⇒ Düngemittel werden knapper ⇒ Preise steigen.
Preise etwa Ende März 2022 (in $/t):
➊ DAP 938 ➋ UREA 908 ➌ TSP 793 ➍ Kaliumchlorid 563 ➎ Phosphorit 179.
(1) Phosphat-Stickstoff-Dünger   (2) Harnstoff   (3) konzentrierter Stickstoff-Dünger  (4) Dünger auf Basis von Kalisalz   (5) Gestein zur Produktion von Phosphordünger.

Quelle: World Bank

Statista: Infotext  Infografik 

| Nahrung | Hunger | Erdgas | Konflikte |

Heizungsarten
Wohnungen DE 1995,2020
Mehrheit der Wohnungen werden mit Gas und Öl beheizt | Statista
27.04.22    (2167)
Statista: Mehrheit der Wohnungen werden mit Gas und Öl beheizt
Die Grafik vergleicht den Anteil der Energieträger beim Heizen von Wohnungen in Deutschland der Jahre 1995|2020 (in %):
➊ Gas 39,6|49,5 ➋ Öl 39,0|25,0 ➌ Fernwärme 8,2|14,1 ➍ Strom 5,6|2,6 ➎ Wärmepumpe 0,0|2,6 ➏ Sonstige 11,0|6,2.
Der Langzeitvergleich zeigt, dass die Wärmewende im Gebäudebestand kaum vorangekommen ist. Nur bei Neubauten ist zuletzt ein deutlicher Trend hin zu Erneuerbaren Energien (EE) zu erkennen, vor allem Ersatz von Erdgas (44,1➘33,2%) durch Wärmepumpen (24,0➚35,5%) (Vergleich 2016, 2020 ). EE-Heizungen sind zwar teurer bei der Anschaffung (), aber sparsamer bei den Betriebskosten.

Quelle: BDEW (pdf

Statista: Infotext  Infografik 

| EW-Wärme | Erdgas | Erdöl | Strom |
Stromerzeugung
Kosten DE 2021
Folgekosten von Atomstrom am höchsten | Statista
12.04.22    (2158)
Statista: Folgekosten von Atomstrom am höchsten
Auch wenn der Ökostromanteil bis 2030 auf 80% gesteigert werden soll (), bleibt wegen des Atom- (Ende 2022) und Kohleausstiegs (2030 ) eine Lücke in der Stromerzeugung, die vor dem Ukrainekrieg vor allem mit Erdgaskraftwerken überbrückt werden sollte. Da Erdgas nun jedoch durch die Kriegsfolgen keine Versorgungssicherheit mehr bietet, wird zunehmend diskutiert, die drei noch laufenden AKW nicht planmäßig Ende 2022 abzuschalten. Neue Brennstäbe würden jedoch erst ab Herbst 2023 nachgefüllt werden können; auch müssten umfangreiche Sicherheitsprüfungen erfolgen sowie neues Personal eingestellt und geschult werden. Außerdem erweist sich die Atomenergie bei den gesamtgesellschaftlichen Kosten* mit Abstand als die teuerste Variante der Stromerzeugung (in ct/kWh):
➊ Atom 37,8 ➋ Braunkohle 25,5 ➌ Steinkohle 23,3 ➍ Solar 22,8 ➎ Wind-Offshore 18,5 ➏ Wind-Onshore 8,8.

* Marktpreis + Subventionen + Folgekosten (Umwelt, Klima, Gesundheitsschäden)

Quelle: FÖS (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Strom | Ökostrom | Erdgas | Atomenergie | Solarenergie | Windenergie |
Energieimport EU
Russland 2020
 Globus Infografik 15301
01.04.22    (2164)
dpa-Globus 15301: Russland als Energielieferant der EU
Russland zählt beim Anteil an den Welt-Reserven an fossilen Energien zu den wichtigsten Ländern: Erdgas 20% (Rg 1 ), Kohle 15% (Rg 2 nach USA 23%), Erdöl 6% (Rg 6 ). Der Anteil der Energieimporte aus Russland ist daher in der EU hoch, in Deutschland besonders beim Gas (EU|DE Anteil in %):
Gas: 41,1|58,9; Öl 36,5| 35,2; Kohle 19,3|21,5.
Ranking: Anteil der Importe aus Russland am Energiebedarf (%):
LT 96 SK 57 HU 54 NL 49 GR 47 FI 45 PL 35 DE 31⟩ ... ⟨LU 4 IE 3 CY 2⟩ Tabelle.

Quelle: Eurostat  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Energieabhängigkeit | Erdöl | Erdgas | Kohle | Fossile Energien |
Klimaziele
DE 2030-2045
 Globus Infografik 15302
01.04.22    (2146)
dpa-Globus 15302: Deutschland wird die Klimaziele 2030 verfehlen
Das Klimaziel für 2030 (-55% THG ggü.1990 ) wurde nach dem BVerfG-Klimaurteil (24.03.21) in der KSG-Novelle (18.08.21) verschärft auf -65%, zusätzlich: bis 2040: -88%, bis 2045 Klimaneutralität, nach 2050 negative Emissionen. Laut einer Prognose des Bundesrechnungshofs werden 2030 jedoch 40,2% mehr THG als die Zielvorgabe 438 MtCO2e emittiert. Neben der Gesamtreduktion 65% bis 2030 wurden für die ersten 6 von 7 Sektoren (KSG Anlage 1) jeweils THG-Obergrenzen festgelegt (KSG Anlage 2). Auch jeder Sektor wird seine Zielvorgabe überschreiten, wie die Grafik zeigt Tabelle. Etwa 70 von 110 Maßnahmen zur THG-Reduktion haben laut Bundesrechnungshof keine nachgewiesene Reduktionswirkung, effektiv seien lediglich acht, u.a. weniger Kohleverstromung und die Verschärfung der Vorgaben im EU-Emissionshandel (EU-ETS).

Quelle: Bundesrechnungshof  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Treibhausgase | 2 °C - Schwelle | Emissionshandel | Energiewende |
Energiemehrkosten
DE 01.-03.2022
Energiemehrkosten belasten geringe Einkommen stark | Statista
31.03.22    (2145)
Statista: Energiemehrkosten belasten geringe Einkommen stark
Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Energiepreise auf Rekordhöhe getrieben, wodurch die privaten Haushalte um so mehr überproportional betroffen werden, je geringer ihr verfügbares Einkommen ist, so die Ergebnisse einer RWTH-Kurzstudie zur Einkommensverteilung:
1.-10. Dezil Energieanteil am Einkommen (%) | Erhöhung ggü.Jan.2020 (%P):
1.Dezil 13,3|3,2* 2.Dezil 11,8|3,1 3.Dezil 11,3|2,9 4.Dezil 10,3|2,7 5.Dezil 9,8|2,6 6.Dezil 9,1|2,4 7.Dezil 8,5|2,3 8.Dezil 7,8|2,1 9.Dezil 7,1|2,0 10.Dezil 5,3|1,4 .
Die Mehrbelastung könnte etwa 600.000 Haushalte unter die Schwelle der Armutsgefährdung drücken (). Die Autoren der Studie halten eine Deckelung oder Reduktion der Energiepreise (etwa durch staatliche Eingriffe) für ungünstig, da solche Maßnahmen das dringend erforderliche Energiesparen ausbremsen. Stattdessen empfehlen sie direkte Hilfen für bedürftige Haushalte.

* Lesebeispiel: Das 1.Dezil gibt im Durchschnitt 13,3% seines Einkommens für Strom, Heizung und Kraftstoffe aus, 3,2%P mehr als im Januar 2020.

Quelle: RWTH-Kurzstudie

Statista: Infotext  Infografik 

| Armut & Reichtum | Energie | Konsum & Produktion | Konflikte |
Benzinpreis
EU+UK 11.03.22
So teuer ist tanken im Europa-Vergleich | Statista
25.03.22    (2137)
Statista: So teuer ist tanken im Europa-Vergleich
Russland zählt zu den größten Erdölländern (Rg 2 bei Förderung und Export), der Ukrainekrieg hat daher die Ölmärkte stark verunsichert und die Benzinpreise auf Rekordhöhe getrieben. Vor diesem Hintergrund listet die Grafik ein Ranking der Kosten einer Tankfüllung (60 ) Super-Benzin E10 in 16 Ländern (€, am 11.03.22):
NL 144 DE 132 BE 126 IT 124 CH 124 DK 119⟩ .. ⟨CZ 88 PL 86 HU 76⟩ Tabelle.
Rangfolge bei Umrechnung in Arbeitsstunden (Bruttolohn-Ø Vollzeitjobs 2018):
HR 15,2 HU 13,8⟩ ... ⟨DE 6,7 FR 6,5 BE 6,2 UK 5,5 LU 4,5 DK 4,0 CH 3,5⟩ Tabelle.
Die Bundesregierung hat die Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate auf EU-Mindestmaß gesenkt; der Benzin-|Dieselpreis soll dadurch um 30|14 ct/ reduziert werden.

Quelle: ADAC Eurostat

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Ölpreis | Erdöl | Energie | Konsum & Produktion |
Ökologischer Fußabdruck
Welt 2018
Die Welt ist nicht genug | Statista
24.03.22    (2143)
Statista: Die Welt ist nicht genug
Die Ressourcen der Erde sind im globalen Durchschnitt um den Faktor 1,75 übernutzt. Auf einzelne Länder bezogen variiert der Überlastungsfaktor erheblich, wie das Ranking ausgewählter Länder für 2018 zeigt:
QA 9,02 US 5,13 AU 4,48 AT 3,83 RU 3,36 DE 2,95 CH 2,75 CN 2,40 IN 0,76⟩.
Würden also alle 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde so leben wie der Durchschnitt z.B. in Deutschland, bräuchte es 2,95 Erden, um die dafür benötigten Ressourcen bereitzustellen, d.h. rein rechnerisch hat Deutschland sein Jahresbudget an regenerierbaren Ressourcen bereits am 04.05.22* (nationaler Erdüberlastungstag in DE) verbraucht. Unter den ausgewählten Ländern hat nur Indien einen Faktor < 1 (Länderdaten). Besonders die Länder mit hohem BIP/c (), darunter die EU (), treiben die globale Überlastung in die Höhe. Der globale Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day (EOD)) fiel 2021 auf den 29.Juli, 2022 rückt er einen Tag vor auf den 28.Juli.

* 365 Tage/2,95=123,7 Tage, 124.Kalendertag (2022) = 04.05.2022

Quelle: Global Footprint Network

Statista: Infotext  Infografik  | Serie 

| Indikatoren | Rohstoffe | Globale Agenda 21 | 2030-Agenda |
Öl-Einsparpotenzial
Industrieländer
So könnte der Westen weniger Öl verbrauchen | Statista
22.03.22    (2134)
Statista: So könnte der Westen weniger Öl verbrauchen
Die Rohölpreise sind seit Beginn des Ukrainekriegs sprunghaft angestiegen, dadurch auch die Einnahmen Russlands (Rang 2 der Öl-Exporteure). Um den Divisenfluss und damit auch die Finanzierung des Krieges zu verringern, wollen westliche Länder ihre Ölimporte aus Russland reduzieren oder sogar stoppen. Täglich werden weltweit rund 99 Mb Erdöl verbraucht, davon 44,6 Mb (45%) durch die Industrieländer (IL) ("advanced economies"). Die IEA hat einen 10-Punkteplan vorgestellt, mit dem die IL ihren Ölverbrauch innerhalb von 4 Monaten auf 41,8 Mb (-6,3%) senken könnten:
Maßnahme: Reduktion des durchschnittlichen täglichen IL-Ölverbrauchs (in Mb):
➊ Tempolimit auf Autobahnen: 0,4 ➋ bis zu 3 Tage Homeoffice pro Woche: 0,4 ➌ autofreie Sonntage in Städten: 0,4 ➍ ÖPNV verstärken: 0,3 ➎ Straßennutzung für Privat-PKW beschränken: 0,2 ➏ Carsharing ausbauen: 0,4 ➐ LKW-Effizienz erhöhen: 0,3 ➑ Flugzeuge durch (Nacht-)Züge ersetzen: 0,1 ➒ Geschäftsflüge vermeiden: 0,3 ➓ E-Mobilität stärken: 0,1.

Quelle: IEA: 10 Punkte-Plan

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdöl | Ölpreis |
Benzinkosten
Arbeitsminuten
DE 1972-2022
So lange arbeiten wir für 1 Liter Benzin | Statista
16.03.22    (2130)
Statista: So lange arbeiten wir für 1 Liter Benzin
Vor allem der Ukrainekrieg hat die Spritpreise zuletzt auf Rekordhöhe getrieben, nicht nur in ct/ sondern auch gemessen an den Arbeitsminuten* pro Liter, wie die Grafik für den Zeitraum ab 1972 für Superbenzin zeigt: Der Spritpreis (in ct/) ist von anfangs 35 auf zuletzt 223** gestiegen, die Arbeitsminuten pro Liter von anfangs 4,91 auf zuletzt 6,18, beide Endwerte auf Allzeithoch.

* Fachkräfte im produzierenden Gewerbe, Daten nur bis Q3.2021
** bundesweiter Durchschnittswert am 16.03.2022

Quelle: MWV, destatis

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Energie | Ölpreis |
Diesel-/Benzinpreis
Steueranteil DE
Tankstellenpreise bestehen zur Hälfte aus Steuern | Statista
15.03.22    (2129)
Statista: Tankstellenpreise bestehen zur Hälfte aus Steuern
Die steigenden Energie- und Spritpreise werden immer mehr zum Problem für Haushalte und Wirtschaft, besonders für alle, die weite Strecken per Dieselantrieb zurücklegen müssen, denn der Dieselpreis liegt inzwischen trotz Steuerprivilegierung sogar über dem Benzinpreis. Daher wird u.a. diskutiert, die staatlichen Steuern/Abgaben zu verringern. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik, wie sich der Diesel-|Benzinpreis zusammensetzt (Anteile in %):
➊ Produktpreis 34,6|33,2 ➋ Energiesteuer 29,4|36,6 ➌ Mehrwertsteuer 16,0|16,0 ➍ Deckungsbeitrag 14,1|10,2 ➎ CO2-Steuer 6,0|4,0.
Steuern+Abgaben: Diesel|Benzin = 51,4|56,6% beim Preis 157|180 ct/ *
* Hinweise (zgh): Die Aussage "Hälfte Steuern" stimmt nur bei einem Diesel-|Benzinpreis von rund 163|214 ct/ xlsx-Tabelle, denn nur die Mehrwertsteuer erhöht sich proportional (16% = 19%/(1+19%)) zum Verkaufspreis, die anderen Steuern/Abgaben sind unabhängig festgelegt in ct/: Energiesteuer 47,04|65,45; CO2-Steuer 8,04|7,20; Erdölbevorratungsabgabe 0,30|0,27.
Mit steigendem Spritpreis sinkt daher der relative Anteil der Steuern+Abgaben immer weiter, z.B. beim Diesel-|Benzinpreis 250 ct/ℓ auf 38%|45% xlsx-Tabelle.

Quelle: en2x 

Statista: Infotext  Infografik  | Tabelle/Infos 

| Ölpreis | Energie | Konsum & Produktion |
Verbraucherpreise
DE 02.2021-02.2022
Energie deutlich teurer als vor einem Jahr | Statista
15.03.22    (2128)
Statista: Energie deutlich teurer als vor einem Jahr
Von 02.2021-02.2022 sind die Verbraucherpreise für Haushaltsenergie (Strom, Gas, andere Brennstoffe) (+20,8%) sowie Heizöl/Kraftstoffe (+30,2%) weitaus stärker gestiegen als der Gesamtindex ohne Energie (+3,3%). Als Folge des Ukrainekriegs rechnet DIW-Präsident Marcel Fratzscher 2022 mit einem sinkenden BIP und noch stärker steigenden Preisen (Inflationsrate deutlich über 5%). Im Falle einer Eskalation des Krieges und immer neuer Sanktionen könne die Inflation sogar auf bis zu 10% steigen () .

Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Energie | Ölpreis | Konsum & Produktion |
Energieversorgung
DE 2020
 Globus Infografik 15256
11.03.22    (2125)
dpa-Globus 15256: Die Energieversorgung Deutschlands
Der Ukrainekrieg hat erneut nachdrücklich gezeigt, wie verhängnisvoll hoch die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten ist, besonders bei fossilen Primärenergien (PEV). Im Jahr 2020 betrug der PEV 11,9 EJ (Import:71,5%), die sich so verteilen: Anteil in % | Import-Anteil in %:
➊ Mineralöl 34,4|98 ➋ Erdgas 26,4|95 ➌ Erneuerbare 16,5|0 ➍ Braunkohle 8,1|0 ➎ Steinkohle 7,5|100 ➏ Kernenergie 5,9|100 ➐ Sonstige 1,3|0.
Der hohe Anteil Russlands beim Import von Erdgas (55% ), Erdöl (35% ) und Steinkohle (ca.50%) kann nur reduziert werden durch schnellen EE-Ausbau und zügige Diversifizierung der Energieimporte weg von Russland hin zu anderen Lieferländern und Energieträgern (Flüssigerdgas, Wasserstoff, Solarstrom / Desertec).

Quelle: AGEB  AGEB  BGR  UBA  | Infografik 

| Primärenergie | Energiemix | Erdöl | Erdgas | Erneuerbare | Kohle | Atomenergie | DESERTEC |
Spritpreise DE
03.2021-03.2022
Krieg in der Ukraine erreicht deutschen Benzinmarkt | Statista
08.03.22    (2123)
Statista: Krieg in der Ukraine erreicht deutschen Benzinmarkt
Der Ukrainekrieg hat die Preise für Energie und Kraftstoffe inzwischen auf Allzeithochs getrieben, Diesel z.B. auf über 2€/. Schon im Februar waren die Spritpreise auf Rekordhöhe gestiegen: Diesel|Superbenzin 1,73|1,65 €/ℓ. Vor diesem Hintergrund zeigt die Grafik die Entwicklung der Spritpreise für Diesel|Superbenzin vom 1.2.21 bis 1.3.22: 133,5|151,5 ➚ 175,6|182,7 ct/ℓ.
Im März sind die Energie- und Spritpreise weiter gestiegen. Sollte es zu verschärften Sanktionen bis hin zum Importstopp von fossilen Energien aus Russland kommen, ist ein weiterer kräftiger Preisanstieg wahrscheinlich.

Quelle: destatis, MWV, ADAC

Statista: Infotext  Infografik 

| Ölpreis | Energie | Konflikte |
Atomkraft
EU 2020
 Globus Infografik 15242
04.03.22    (2120)
dpa-Globus 15242: Atomkraft in der EU
In der EU wurden 2020 insgesamt 683,5 TWh Atomstrom erzeugt, die sich auf 13 Länder verteilen (Rangfolge in TWh):
FR 353,8 DE 64,4 ES 58,3 SE 49,2 BE 34,4 CZ 30,0 FI 23,3 BG 16,6 HU 16,1 SK 15,4 RO 11,5 SI 6,4 NL 4,1⟩ Tabelle.
Beim Anteil des Atomstroms am EEV ergibt sich eine andere Reihenfolge, bei der Frankreich (41,1%) und Schweden (31,4%) an der Spitze liegen (DE 6,2%).
Energiemix der EU 2019: Anteile am PEV in %:
Fossil (Erdöl 36,3 Erdgas 22,3 Kohle 12,7) 71,3; Atomenergie 13,1; EE 15,5; Andere 0,1.
In Deutschland wurden Ende 2021 drei Atomkraftwerke abgeschaltet, die restlichen drei sollen Ende 2022 folgen ().

Quelle: Eurostat  Eurostat  BUND  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Atomenergie | Endenergie | Primärenergie | Energiemix | Strom |
Atomkraftwerke
Ukraine
Die Kernkraftwerke der Ukraine | Statista
03.03.22    (2118)
Statista: Die Kernkraftwerke der Ukraine
Der Krieg in der Ukrainekrieg gefährdet zunehmend die dortigen Atomkraftwerke und erhöht das Risiko von Havarien, bei denen Radioaktivität austritt, wie zwei Ereignisse der letzten Tage zeigen. Nach Informationen der IAEA setzten am 3.3. Artillerie-Geschosse ein Verwaltungsgebäude im Kernkraftwerk Saporischschja in Brand. Laut Regierungsangaben wurde bisher keine erhöhte Radioaktivität in der Umgebung gemessen. In der Vorwoche hatten russische Truppen das Kernkraftwerk Tschernobyl besetzt und dabei radioaktiven Staub aufgewirbelt, der seit der Nuklearkatastrophe 1986 die Umgebung belastet. Vor diesem Hintergrund zeigt die Ukrainekarte die aktuell von Russland besetzten Gebiete sowie die 5 AKW-Standorte mit insgesamt 21 Reaktorblöcken:
in Betrieb | in Bau | stillgelegt | zerstört:
Saporischschja 6|0|0|0 • Tschernobyl 0|0|3|1 • Riwne 4|0|0|0 • Chmelnyzkyj 2|2|0|0 • Süd-Ukraine 3|0|0|0.

Statista: Infotext  Infografik 

| Atomenergie | Tschernobyl | Konflikte |
Inflation DE
01.2021-01.2022
Energie deutlich teurer als vor einem Jahr | Statista
03.03.22    (2117)
Statista: Energie deutlich teurer als vor einem Jahr
Vom Januar 2021 bis Januar 2022 haben sich die Verbraucherpreise deutlich erhöht: Heizöl und Kraftstoffe: + 29,3%; Haushaltsenergie (Strom, Gas/Brennstoffe): +18,3%. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise ohne Energie stieg dagegen nur um 3,2%. Laut Modellrechnungen des IW könnte die Inflation insgesamt auf 6,1% steigen, falls der Ukrainekrieg andauert.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Statista: Infotext  Infografik 

| Konsum & Produktion | Erdgas | Energie |

LNG-Terminals
Europa 2022
Regierung plant Bau von LNG-Terminals in Deutschland | Statista
01.03.22    (2113)
Statista: Regierung plant Bau von LNG-Terminals in Deutschland
Um die Abhängigkeit von Erdgas aus Russland zu mildern, soll mehr Flüssigerdgas (LNG) in die EU und nach Deutschland importiert werden (). Vor diesem Hintergrund zeigt die Europakarte die LNG-Terminals, die in der EU bereits in Betrieb (31) und in Planung (6) sind. Deutschland verfügt bisher zwar über ein gut ausgebautes Erdgasnetz () , aber über kein LNG-Terminal: zwei neue sind deshalb in Brunsbüttel und Wilhelmshaven geplant. LNG hat jedoch Nachteile: geringere Energieeffizienz durch Verflüssigung und Tankertransport; besonders umwelt- und klimaschädigende Förderung mittels Fracking (künstliche Erdbeben, hoher Wasserverbrauch, Wasserkontamination, Gesundheitsbelastung, Methanleckagen). Durch Diversifizierung der Energieversorgung und mehr Wettwerb auf den Energiemärkten verringert LNG aber die Energieabhängigkeit von einzelnen Ländern (wie Russland) und kann daher als Brückentechnologie im Übergang zu einer grundlegenden Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien dienen.

Quelle: Statista-Recherche

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit | Energiewende | Erneuerbare |
Gasexport-Import
Top20-Länder 2020
Top20-Erdgas-Export-Importländer 2020
28.02.22    (2139)
Sonst: Top20-Erdgas-Export-Importländer 2020
2020 wurden weltweit 2124|2123 Gm³ Erdgas exportiert|importiert.
Top20-Länder: Export bzw. Import (Anteil in %):
RU 17,3 US 11,1 QA 10,7 NO 8,3 AU 7,6 DE 5,8 CA 5,3 TM 4,1 DZ 2,9 NL 2,9⟩ ...
DE 12,2 CN 10,6 JP 8,0 US 5,5 IT 5,1 MX 4,9 NL 4,6 KR 4,1 TR 3,7 FR 3,6⟩ ... Tabelle
Beim Export|Import entfielen auf die Top4|7 zusammen 47|51%, auf die Top20 90|83%.
An der Spitze beim Import lag Deutschland mit 160 Gm³ Erdgas; 91 Gm³ wurden im Inland verbraucht, davon 55,2% aus Russland ().

Quelle: BGR: Energiestudie-2021 (pdf)  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdgas | Fossile Energien | Energieabhängigkeit |
Ölexport-Import
Top20-Länder 2020
Top20-Erdölexport-Importländer 2020
28.02.22    (2138)
BGR: Top20-Erdölexport-Importländer 2020
2020 wurden weltweit 2124|2123 Mt Erdöl exportiert|importiert.
Top20-Länder: Export|Import (Anteil in %):
SA 15,7 RU 10,9 CA 8,9 IR 8,0 US 7,4 AE 5,7 NG 4,4 KW 4,3 NO 3,9 KZ 3,3⟩ ...
CN 25,4 US 13,8 IN 9,6 KR 6,3 JP 5,8 DE 3,9 ES 2,6 IT 2,4 NL 2,3 SG 2,2⟩ ... Tabelle
Beim Export|Import entfielen auf die Top4|3 zusammen 51|49%, auf die Top20 91|89%. Deutschland importierte 83 Mt Erdöl, darunter 26,3 Mt (31%) aus Russland ().

Quelle: BGR: Energiestudie-2021 (pdf)  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdöl | Fossile Energien |
Erdölländer
WE 2020
 Globus Infografik 15226
25.02.22    (2136)
dpa-Globus 15226: Ölmarkt weltweit
2020 wurden weltweit 4163|4240 Mt Erdöl gefördert|verbraucht (-7,2%|-9,1% ggü.Vorjahr). Top10-Ölländer Förderung|Verbrauch (Anteil in %):
US 17,9 RU 12,3 SA 12,0 CA 6,1 IQ 4,9 CN 4,7 AE 4,0 BR 3,8 IR 3,4 KW 3⟩
US 21,3 CN 15,8 IN 5,0 SA 3,5 RU 3,4 JP 3,1 KR 2,8 BR 2,5 CA 2,3 DE 2,2⟩. Tabelle
Hauptgrund für den starken Rückgang bei Förderung und Verbrauch war die coronabedingte Rezession. Mit einem PEV-Anteil von 31,2% blieb Erdöl der wichtigste Energieträger weltweit (), auch in Deutschland (34%, ).

Quelle: BGR  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdöl |
Erdgasländer
WE 2020
 Globus Infografik 15227
25.02.22    (2135)
dpa-Globus 15227: Gasmarkt weltweit
2020 wurden weltweit 3994|3937 Gm³ Erdgas gefördert|verbraucht (-3,4%|-1,5% ggü.Vorjahr). Top10-Länder Förderung|Verbrauch (Anteil in %):
US 23,7 RU 17,4 IR 6,4 CN 5,1 QA 4,6 CA 4,0 AU 3,9 NO 2,8 SA 2,6 DZ 2,1⟩
US 21,9 RU 12,4 CN 8,2 IR 5,9 SA 2,8 CA 2,8 JP 2,6 DE 2,3 MX 2,2 UK 1,9⟩. Tabelle
Zwischen den Weltregionen wurde erstmals mehr Erdgas per Flüssiggas als durch Pipelines transportiert. In Deutschland ist Erdgas der zweitwichtigste Energieträger (PEV-Anteil 27%) nach Erdöl (34%) ()

Quelle: BGR  | Infografik  | Tabelle/Infos  | Serie 

| Erdgas |
Exportländer
Russland 2019
Deutschland ist ein wichtiger Exportmarkt für Russland | Statista
25.02.22    (2111)
Statista: Deutschland ist ein wichtiger Exportmarkt für Russland
Deutschland ist Russlands drittgrößter Exportmarkt, wie das Ranking der Exportländer Russlands 2019 zeigt (Exporte in G$):
CN 573 NL 44,8 DE 28,0 BY 21,7 TR 21,1 SK 16,4 IT 14,3 KZ 14,3 UK 13,3 US 13,2⟩.
Erdöl und Erdgas waren die Haupt-Exportprodukte Russlands nach Deutschland (59% |19,4 G€), außerdem Metalle und Kohle ()

Bei den Niederlanden (Rg.2) ist der sog. "Rotterdam-Effekt" (destatis) zubeachten: Viele Exportprodukte haben zwar Rotterdam als Zielort, werden dort aber umgeladen und weiter transportiert nach z.B. Deutschland oder England.

Quelle: WITS

Statista: Infotext  Infografik 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion | Erdgas | Erdöl |
Außenhandel
DE-Russland
2000-2021
 Globus Infografik 15232
25.02.22    (1441)
dpa-Globus 15232: Deutschlands Handel mit Russland
Die Kurven zeigen den Außenhandel Deutschlands mit Russland von 2000 bis 2021 (Exporte|Importe in G€). Der Handelssaldo (Exporte - Importe) war bis 2019 immer negativ (Tiefpunkt: 2018: - 10,1), nur 2020 leicht positiv (+1,6), da die Importe von Rohöl und Erdgas coronabedingt deutlich geringer waren. 2021 stiegen die Importe durch anziehende Konjunktur kräftig (+54%); der Saldo sank auf -6,5 = 26,6 - 33,1 Tabelle.
Wichtigste Export- bzw. Importgüter 2021 (in G€):
➊ Maschinen 5,8 ➋ Autos, Autoteile 4,4 ➌ Chemie 3,0 ➍ Pharma 2,6 ➎ Elektrik 1,7
➊ Erdöl/-gas 19,4 ➋ Metalle 4,5 ➌ Kokerei, Ölprodukte 2,8 ➍ Kohle 2,2 ➎ Chemie 1,2
Der Anteil Russlands am DE-Handelsvolumen 2021 betrug 2,3% (Rg 13 ).

Quelle: Destatis  | Infografik  | Tabelle/Infos 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion | Erdöl | Erdgas | Chemikalien |  |
Erdgasspeicher
DE 01.-02.2022
Deutsche Erdgas-Reserven schrumpfen schnell | Statista
24.02.22    (2109)
Statista: Deutsche Erdgas-Reserven schrumpfen schnell
Der Füllstand der Erdgasspeicher in Deutschland ist von 53,7% anfang Januar auf aktuell 30,4% gesunken. Deutschland ist in hohem Grad abhängig von Energieimporten aus Russland: Erdgas 57%, Kohle 36%, Erdöl 29% (). Sollte Russland seine Energieexporte nach Deutschland reduzieren oder gar einstellen (oder umgekehrt: Sanktionen/ Embargo der EU), droht mindestens ein kräftiger Anstieg der Energiepreise (Gas-, Öl-, Strompreise ), möglicherweise sogar ein Engpass in der Energieversorgung, der aber durch verstärkten Import von Flüssigerdgas (LNG) () gemildert werden könnte ().
  
Quelle: Gas Infrastructure Europe

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Erdöl | Strom | Energieabhängigkeit | Konflikte |
BIP-Reduktion
Embargo gegen Russland
Gas-Embargo würde Russland empfindlich treffen | Statista
24.02.22    (2108)
Statista: Gas-Embargo würde Russland empfindlich treffen
Die EU belegt Russland wegen seines Kriegs gegen die Ukraine mit Sanktionen , die in erster Linie die Ökonomie Russlands spürbar treffen sollen. Vor diesem Hintergrund listet die Grafik die erwartete BIP-Reduzierung Russlands bei sektoralen Sanktionen der EU* (in %):
➊ Erdgas: 2,9 ➋ Rohöl: 1,2 ➌ Maschinen, Anlagen: 0,5 ➍ Kraftwagen: 0,3 ➎ Unternehmensdienstleistungen: 0,2 ➏ Elektrische Geräte: 0,1 ➐ Transportausrüstung: 0,1 ➑ Computertechnik: 0,1.

* simuliert wurde ein völliger Stopp aller Importe/ Exporte der jeweiligen Produktgruppe

Quelle: IfW Kiel

Statista: Infotext  Infografik 

| Konflikte | BIP | Konsum & Produktion | Erdgas | Erdöl |
Flüssigerdgas (LNG)
Lieferländer
EU28 2020
Wo die EU ihr Flüssiggas bezieht | Statista
24.02.22    (2107)
Statista: Wo die EU ihr Flüssiggas bezieht
Als Folge des Kriegs Russlands gegen die Ukraine wird wahrscheinlich der Erdgasexport aus Russland nach Europa sinken. Die Erdgas-Lücke soll teils durch verstärkten Import von Flüssigerdgas (LNG) kompensiert werden (). Vor diesem Intergrund sind in der Weltkarte die Importströme von LNG nach Europa 2020 eingezeichnet (in Gm³):
QA 27,1 US 22,5 RU 17,1 NG 12,5 DZ 8,0 NO 4,0 GQ 1,2 AO 1,0 EG 0,4 PE 0,4 AR 0,2⟩.
Der Anteil Russlands (17,1%) müsste, zusätzlich zum Pipeline-Erdgas, durch erhöhten Import aus den anderen Ländern kompensiert werden. LNG hat jedoch Nachteile: 1) Deutschland hat kein eigenes LNG-Terminal; 2) LNG (z.B. aus Fracking) ist viel klimaschädlicher als normales Erdgas ()

Quelle: BGR (pdf)

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Fracking | Energieabhängigkeit |
Russland-Gas
Importanteil
Europa 2020
So abhängig ist Europa vom Gas aus Russland | Statista
24.02.22    (2106)
Statista: So abhängig ist Europa vom Gas aus Russland
Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird vermutlich die Versorgung Europas mit Erdgas aus Russland einschränken. Vor diesem Hintergrund listet die Grafik ein Ranking zum Anteil russischer Gasimporte am inländischen Gasverbrauch von Staaten in Europa im Jahr 2020 (oder aktuellster Stand)
Länderauswahl: Importanteil in %, gerundet; 100%, 0% zusammengefasst:
HU LV BA MK MD 100 FI 67 DE 57 IT 40 FR 20 UK 4 AT HR DK IE UA 0⟩

Quelle: Eurostat

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Energieabhängigkeit |
Handelsbilanz
Russland 2001-2021
Russlands Handelsüberschuss steigt in der Krise | Statista
22.02.22    (2104)
Statista: Russlands Handelsüberschuss steigt in der Krise
Mehr als 2/3 des Exports Russlands entfielen auf Erdöl und Erdgas (gefolgt von Metallprodukten sowie Chemikalien, Holz und Getreide). Russland zählt zu den Top-Exporteuren von Erdgas und Erdöl, deren Preisanstieg haben daher Russlands Handelsüberschuss zuletzt (Q4-2021) deutlich erhöht (➚ 67,6 G€), entsprechend auch das Handelsdefizit der EU mit Russland (➚ 69,2 G€). Die Grafik zeigt die Entwicklung von 2001 bis 2021 der Exporte (differenziert nach Erdöl, Erdgas, Sonstige) sowie der Importe. Die Handelsbilanz (Exporte-Importe) ist zusätzlich als rote Kurve eingezeichnet. Die Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts wird vermutlich den Export und Import deutlich senken.

Quelle: Zentralbank der Russischen Föderation

Statista: Infotext  Infografik 

| Weltmarkt | Konsum & Produktion | Konflikte | Erdöl | Erdgas |
Erdölpreis
OPEC 1970-2021
 Globus Infografik 15201
11.02.22    (2095)
dpa-Globus 15201: Der Ölpreis 1970 bis 2021
Die Kurve zeigt die Entwicklung des Ölpreises für OPEC-Rohöl (in $/b) im Jahresdurchschnitt von 1970|1,67 bis 2021|69,89 (2020|41,47).
Markante Punkte: Allzeithoch: 2012|109,45, Allzeittief seit 1976: 1998|12,28.  ƵR 
2021 ist der OPEC-Ölpreis stark gestiegen (+68,5,2% ggü. Vorjahr). Eine Ursache war die Erholung der Konjunktur nach dem Einbruch im Coronajahr 2020 und eine entsprechend erhöhte Nachfrage nach Erdöl, während die erdölproduzierenden Länder das Angebot weiter eher knapp hielten im Hinblick auf Risiken wie reduzierte Mobilität durch Corona. Auch der eskalierende Russland-Ukraine-Konflikt bewirkte einen kräftigen Risikoaufschlag: so stieg der Barrel-Preis im Oktober auf über 72 US-$.

Quelle: Opec  | Infografik  | Serie  | Zeitreihe 

| Ölpreis | Erdöl | OPEC |
Handelspartner
Russland 2020
EU und Russland - trotz Sanktionen eng verbunden | Statista
09.02.22    (2092)
Statista: EU und Russland - trotz Sanktionen eng verbunden
Die Annexion der Krim 2014 durch Russland hat den Ex-/Import mit seinen Handelspartnern teils reduziert (Ausnahmen), wie der Vergleich der Anteile der Top5-Staaten am gesamten Warenexport und -import 2013|2020 zeigt (in %: )
Ex: ⟨EU 50,7|33,7 CN 6,8|14,7 NL 11,3|7,5 UK 3,1|6,8 DE 7,0|5,5⟩
Im: ⟨EU 40,0|33,9 CN 16,9|23,7 DE 12,0|10,1 US 5,3|5,7 BY 4,4|5,4⟩.
Hinweise (zgh): Eine Eskalation im Ukraine-Konflikt würde die Handelsbeziehungen aufgrund dann verhängter Sanktionen weiter beeinträchtigen, wovon besonders Deutschland erheblich betroffen wäre, vor allem im Hinblick auf die Energieversorgung, wie die Importanteile bei den Top3-Primärenergien 2020 zeigen (in %): Erdgas 55 , Steinkohle 36 (), Erdöl 31 (). Ein Ersatz von Erdgas aus Russland z.B. durch Import von Flüssigerdgas (LNG) (aus: Katar, USA, Australien, ... ) würde Erdgas - und über Wechselwirkungen auch andere Energiearten - weiter verteuern mit gravierenden Folgen für Deutschland und die EU.

Quelle: IMF, IW

Statista: Infotext  Infografik 

| Konflikte | Konsum & Produktion | Erdgas | Kohle | Erdöl | Energieabhängigkeit |
Ökostrom-Anteil
DE 2011-2021
 Globus Infografik 15182
04.02.22    (2087)
dpa-Globus 15182: Strom aus erneuerbaren Energien
Der Anteil des Ökostroms (in TWh|%) ist in Deutschland von 2011:123,8|20,4 laufend gestiegen auf 2020:249,7|44,1, danach erstmals gesunken auf 2021:238,0|40,9, weil der On-|Offshore-Windstrom um 12%|7% nachließ.
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Ökostromenergien 2011-2021 (TWh, 2021-sortiert):
➊ Onshore-Wind: 49,2|92,0 ➋ Photovoltaik: 19,6|51,2 ➌ Biomasse: 32,1|43,9 ➍ Offshore-Wind: 0,6|25,3 ➎ Wasserkraft: 17,7|19,7.
Zum Erreichen der Klimaziele (2030: 437 MtCO2e; 2045: Klimaneutraliät ) ist ein enormer EE-Ausbau erforderlich: laut Koalitionsvertrag (pdf) sollen 80% des für 2030 veranschlagten Stromverbrauchs von 690-750 TWh durch Erneuerbare Energien erzeugt werden (S. 55u).

Quelle: BDEW  BDEW  | Infografik  | Serie 

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Erdgaspreis EU 12.2020 - 12.2021
Erdgaspreis steigt innerhalb eines Jahres um 549 Prozent | Statista
17.01.22    (2077)
Statista: Erdgaspreis steigt innerhalb eines Jahres um 549 Prozent
Die Gafik zeigt die Kurve zum Durchschnittspreis für Erdgas in Europa (in $/MBtu*) im TTF-Handel von 12.2020 bis 12.2021. Sie startet mit 5,9 und bleibt bis Anfang Juni unter 10. Danach steigt sie immer steiler an auf ca. 31 bis etwa Mitte Oktober. Nach einem Rückgang auf etwa 27 bis Mitte November steigt sie weiter steil an auf zuletzt 38,0 (insgesamt Anstieg um 544%). Hauptgrund für den starken Preisanstieg ist wachsende Nachfrage aufgrund anziehender Konjunktur in Asien und Europa. Auch gibt es Indizien für ein geringeres Angebot durch Gazprom, z.B. verringerter Transport über die Jamal-Pipeline. Erdgas ist mit einem PEV-Anteil von 27% nach Erdöl (32%) der wichtigste Energieträger in Deutschland (). 94% des Erdgases müssen importiert werden, davon 55% aus Russland ().

* Btu = British thermal unit = 293 kWh = 26,4 m³ Erdgas • 11 kWh/m³ Erdgas

Statista: Infotext  Infografik 

| Erdgas | Primärenergie |
  

erstellt: 22.04.24/ zgh Energie/ Rohstoffe/ Ressourcen Anfangsjahr Vorjahr 2022 Folgejahr Endjahr

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