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Dossier Coronavirus SARS-CoV-2  (2019-nCoV)
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Coronavirus: Weltkarte, Welt-Data
Coronavirus-Pandemie 2019/2020
Das Center for Systems Science and Engineering (CSSE)
an der Johns-Hopkins University (JHU) bietet
laufend aktualisierte Daten
COVID-19-Daten:  Rangliste
Tag Stand
73
neu
02.04.2020 09:02
72
alt
01.04.2020 08:47

Region/ Land (neu) Infizierte (neu) Tote (neu)
Welt¹ 
938.373 (77.580) 47.273 (5.575)
China² 
82.394 (93) 3.289 (-6)
EX³ 177(0)⁴ 87(-1)⁵*
855.979 (77.487) 43.984 (5.581)*
Deutschland
77.981 (6.173) 931 (156)
WHO: täglicher Report   
Nr.:73 02.04.2020
WHO: Zahlen/Weltkarte
RKI: Zahlen: DE CN Welt
 Risikogebiete
Pandemie-Verlauf (en.)
Epidemie-Deutschland
(Wiki: täglich aktualisiert)
  veränderte Zählweise in China: ab 13.02.20 (BBC, SZ); ab 19.02.20. [13]
1 Welt, inkl. "Sonstige" (Kreuzfahrtschiffe)   2 China-Festland (exkl.Taiwan)
3 Welt exkl. China-Festland: Länder-Anzahl mit i Infizierten  Toten
⁴ Top15 Länder-i: US 216722 (27089), IT 110574 (4782), ES 104118 (8195), DE 77981 (6173), FR 57763 (4927), IR 47593 (2988), UK 29865 (4384), CH 17768 (1163), TR 15679 (2148), BE 13964 (1189), NL 13696 (1029), AT 10769 (577), KR 9976 (89), CA 9731 (1140), PT 8251 (808), ... alle Staaten
*⁵ 87 Länder mit
43.984 Toten:
Top15 Länder
IT 13155 (727), ES 9387 (923), US 4443 (927), FR 4032 (509), IR 3036 (138), UK 2352 (563), NL 1173 (134), DE 931 (156), BE 828 (123), CH 488 (55), TR 277 (63), BR 244 (42), SE 239 (59), PT 187 (27), KR 169 (4), ... alle Staaten
    
Ausbreitung von SARS-CoV-2
   China-Karte China-Karte: Wuhan/ Hubei Wuhan/Hubei Ursprungsort des neuen Coronavirus: Wuhan (China)
Das neue Coronavirus 2019-nCoV (ab 11.02.20: SARS-CoV-2) ist nach bisherigem Stand auf einem Fisch- und Tiermarkt in Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei im Dezember 2019 vom Tier auf den Mensch übergesprungen. Eine Fledermausart gilt als primärer Wirtsorganismus. Als erster vermutete der Augenarzt Li Wenliang ein neues Virus als Ursache für Erkrankungen der Lunge bei Patienten seiner Klinik, die zuvor den Tiermarkt in Wuhan besucht hatten. Er und seine Kollegen informierten über die neue Krankheit in Internet-Foren und warnten vor einer epidemischen Ausbreitung wie bei SARS 2002/03. Statt sofort wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche zu ergreifen, maßregelten die Behörden Li Wenliang und sein Team wegen der "Verbreitung von Gerüchten" und verordneten Stillschweigen [1]
Bei der Behandlung seiner Patienten infizierte sich Li Wenliang mit dem neuen Virus und verstarb am 07.02.20 an den Folgen der Erkrankung im Alter von 33 Jahren. Er wird in weiten Teilen der Bevölkerung als Volksheld und Märtyrer verehrt [3].
    
nCoV-Ausbreitung
am 23.01.20


WHO: Report-3
Da Wuhan (EW 8,7M, Rg7) [8] zu einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte (Karte) Chinas zählt [9] , konnte sich das Virus im Umfeld verstärkter Reisetätigkeiten zum Neujahrsfest (25.01.20) in wenigen Tagen in viele Regionen Chinas ausbreiten, über Fernflüge dann auch in Länder weltweit [2].
Die WHO begann am 21.01.20 (Tag 1) mit der laufenden Berichterstattung zur Epidemie (täglicher Report s.o.) und rief am 30.01.20 (Tag 10) die "Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite" (PHEIC) aus. Am 11.02.20 (Tag 22) wurde der engültige Name für das neue Coronavirus und die verursachte Krankheit definiert: "SARS-CoV-2" und "COVID-19" (Coronavirus disease 2019).
Am 11.03.20 (Tag 51) erklärte die WHO die Epidemie zur Pandemie mit dem Hinweis: "Wir sind tief besorgt über den alarmierend hohen Grad sowohl der Ausbreitung und Schwere als auch der Untätigkeit." [14] Zu diesem Zeitpunkt waren knapp 120.000 Infizierte in 113 Ländern und 3162 Tote registriert.
   
Hintergrund
 Globus Infografik 13738
Daten/Grafik

Das neue Coronavirus 2019-nCoV
Die Globus-Grafik informiert über das neue Virus, das wie SARS zu den Coronaviren zählt und daher ähnliche Merkmale aufweist bei Ansteckung (Tröpfcheninfektion durch hustende Infizierte) und Krankheitsverlauf (grippeähnliche Symotome, Husten bis zur Atemnot und Lungenentzündung, besondere Gefährdung von Älteren mit Vorerkrankungen). Daher könnte sich die bisherige Epidemie (en.) wie bei SARS schnell zur Pandemie ausweiten [7] .
Update: am 11.03.20 erklärte die WHO die Epidemie zur Pandemie (s.[14])
 
Hygiene gegen Coronavirus
 Globus Infografik 13782
06.03.20    (1635)
dpa-Globus 13782: Mit Hygiene gegen das Coronavirus
Wie bei anderen Viren (z.B. Grippe) helfen schon einfache Maßnahmen, um sich selbst und andere vor einer Infektion zu schützen. Die Infografik gruppiert sie in zwei Phasen:
Vorbeugung: gründliches Händewaschen mit Seife; nicht ins Gesicht fassen; mindestens 2 m Abstand halten zu potenziell Infizierten; nicht teilen von Handtüchern, Besteck u.ä.; Räume regelmäßig gründlich (quer)lüften.
Bei Verdacht auf eigene Erkrankung: Nähe zu anderen meiden, zuhause bleiben; niesen/husten in die Armbeuge oder in Einwegtaschentücher, danach Hände waschen; draußen geeigneten Mund-Nasen-Schutz verwenden; kein Handgeben; Arztbesuch zuvor per Telefon abklären, um Ansteckung anderer in der Arztpraxis zu vermeiden.

Quelle: BZgA  RKI  | Infografik 

| SARS-CoV-2 | SARS | Gesundheit |
Coronavirus Kontaktpersonenen
 Globus Infografik 13783
06.03.20    (1634)
dpa-Globus 13783: Kontaktpersonen mit höherem Infektionsrisiko
Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 scheint sich auf Verbreitungsfähigkeit hin optimiert zu haben: lange Inkubationszeit von 2 bis 14 Tage; bei vielen Infizierten in der Anfangsphase nur geringe oder unspezifische, teils sogar nahezu keine Symptome, so dass Infizierte oft unbemerkt lange Zeit ansteckend sind, insbesondere auch Kinder, die meist nur einen milden Krankheitsverlauf zeigen. Um die Virus-Ausbreitung zu verlangsamen, empfiehlt das RKI daher für (potenziell) Infizierte sowie deren Kontaktpersonen eine 14 Tage (maximale Inkubationszeit) lange häusliche Isolation.
Als Kontaktperson gilt offiziell, wer Kontakt mit einem Covid-19-Erkrankten hatte ab zwei Tage, bevor bei diesem erste Symptome auftraten. Ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken, haben Kontaktpersonen, für die mindestens eine der folgenden Aussagen zutrifft:
- mindestens 15 Minuten lang direkter Kontakt (z.B. Gespräch)
- direkter Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten (z.B. Küssen, Anhusten, Anniesen)
- Tätige in Medizin und Pflege ohne Schutzausrüstung mit Abstand unter 2 Metern (z.B. Untersuchung)
- enges Zusammensein, z.B. beim Fliegen: dieselbe oder bis zur 2.Reihe davor/dahinter.

Quelle: Robert Koch-Institut  | Infografik 

| SARS-CoV-2 | SARS | Gesundheit |
Wikipedia-Grafik
Wikipedia

   SZ-Grafik
SZ 28.03.20
Abflachung der Pandemiekurve
Die Anzahl der Corona-Infizierten entwickelt sich angenähert und geglättet in einer glockenförmigen Kurve. Ohne Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung steigt die Zahl schnell an (blaue Kurve) und überschreitet bald die Kapazitätsgrenze des Gesundheitssystems, die als gestrichelte waagerechte Linie eingezeichnet ist. Mit Maßnahmen zur räumlichen Distanzierung (u.a. Schließung von Einrichtungen, Ausgehsperren, Kontaktverbote, Quarantänen u.ä.) kann die Virenausbreitung so verlangsamt werden, dass die Kapaziätsgrenze nicht überschritten wird (gelbe Kurve). Die vier Kurven in der SZ-Grafik für Deutschland [15] zeigen allerdings, dass die Coronakurve weitaus drastischer als in der obigen Grafik gesenkt und gestreckt werden muss, weil die Kapazitätsgrenze unter realen Verhältnissen deutlich weiter unten verläuft.
Die Infiziertenzahl steigt in der 1.Phase bis etwa zur Hälfte der maximalen Höhe der obigen glockenförmigen Kurve exponentiell*, in Deutschland z.B. hat sich die Anzahl in den 4 Tagen vom 13.3.(2369) bis 17.3.(7272) verdreifacht, das ist ein täglicher Anstieg von 32,4%* bzw. eine Verdopplungszeit von rund 2,5 Tagen*.
Solch ein rasantes Wachstum ist nur so lange möglich, wie das Potenzial der noch Infizierbaren sehr groß ist. Je mehr Infiziert werden, desto kleiner wird dieses Potenzial und die tägliche Zahl der Neuinfizierten verringert sich laufend, was die 2. Phase kennzeichnet.
In der 2. Phase verringert sich "Basisreproduktionszahl", d.h. die Basis q* der Exponentialfunktion* wird kleiner und die Zahl der täglich Neuinfizierten geht immer weiter zurück bis auf schließlich null (q=1: konstante Funktion i(t) = i(0) ).
Wikipedia-Grafik
Wikipedia
In den ersten beiden Phasen, also bis zum Maximum, wird die Pandemiekurve durch das auch aus anderen Sachzusammenhängen (z.B. Bevölkerungswachstum) bekannte "Logistische Wachstum" modelliert.
Die 3.Phase, die Abklingphase, könnte dann z.B. durch eine an der Maximums-Hochgerade gespiegelt "Logistische Funktion" oder ggf. durch exponentiellen Zerfall angenähert werden:   i(t) = i(0)•qt mit q < 1.
Wie bei jeder Modellierung sollte beachtet werden, dass die Modelle auf bestimmten festen Parametern beruhen, die sich in der Realität während des Pandemieverlaufs verändern könnnen oder sollen, um die Kurve abzuflachen und in die Länge zu ziehen.
   * Exkurs in die Mathematik

Bezeichne p die Wachstumsrate, q = 1+p den Wachstumsfaktor pro Tag
und i(t) die Infiziertenzahl zur Zeit t. Exponentielles Wachstum wird dann beschrieben durch die Funktionsgleichung i(t) = i(0) • qt,  t ist die Anzahl der Tage ab festgelegtem Anfang. Aus den Zahlen oben für Deutschland folgt:
i(0) = 2369; i(4) = 7272; q4 = 3,070, also q = 4.Wurzel(3,070) = 1,324, (p = 0,324), mit der Funktionsgleichung: i(t) = 2369 • 1,324t,   t in Tagen ab dem 13.3.2020.
Die Verdopplungszeit t₂ berechnet sich wie folgt aus q:
Aus i(t₂) = 2•i(0) folgt 2•i(0) = i(0)•qt, durch Kürzen:  2 = qt₂ .
Logarithmieren ergibt : ln(2) = t₂ • ln(q),    also:     t₂ = ln(2) / ln(q)  = 2,47.
  ➔ aktuelle Verdopplungszeiten aller Staaten


SZ-Grafik:
SZ-Grafik
Vergleich mit Epidemien in der Vergangenheit
In der Zeitleiste (SZ-Grafik 24.01.20) sind Daten vergangener Epidemien eingetragen

Zeitraum
Region/ Land
Erkrankte
Tote
Letal.¹
SARS 2002/03 weltweit
8.437
813
9,6%
Schweinegrippe 2009/10 weltweit
3.075.000²
18.449
0,6%
EHEC 2011 Deutschland
3.842
53
1,4%
Ebola 2014-16 Westafrika
28.610
11.308
39,5%
Ebola seit 2018 DR Kongo/Uganda
3.414
2.237
65,5%
Grippe 2017/18 Deutschland
334.000
25.000
7,5%
Grippe 2019/20 Deutschland 13.350 32
0,2%
SARS-CoV-2 2020 weltweit 938.373 47.273 5,0%
 
1 Letalitätsquote = Tote/Erkrankte nach Daten der Tabelle (s.a.: Folgeabschnitt)
2 SZ-Grafik-"unbekannt" ersetzt durch 18.449/0,6%
[12]
Die neue Corona-Epidemie zeigt inzwischen (Stand: 02.04.2020 09:02) weitaus mehr Infizierte und Tote als die SARS-Pandemie 2002/03, allerdings deutlich weniger als bei der Grippewelle 2017/18 in Deutschland.   
Letalität
Stand:
02.04.2020 09:02

Die Letalität beträgt aktuell weltweit mit obigen Zahlen 47273/938373 = 5,0%, deutlich weniger als 9,6% bei SARS. Die tatsächliche Letalität wird sogar noch deutlich darunter liegen, weil viele Infizierte nicht erfasst werden (sehr hohe Dunkelziffer in vielen Ländern).
Selbst unter entwickelten Ländern variiert die berechnete Letalität erheblich, wie beispielhaft OECD-Länder mit vielen SARS-CoV-2 Infizierten zeigen:
Südkorea: 169/9976 = 1,7%; Japan: 57/2384 = 2,4%; Frankreich: 4032/57763 = 7,0%; Spanien: 9387/104118 = 9,0%; USA 4443/216722 = 2,1%; Italien: 13155/110574 = 11,9% .
Bei einer vergleichsweise hohen Letalität - wie in Italien - ist zu vermuten, dass die Dunkelziffer nicht registrierter Infizierter besonders hoch ist, was die Letalitätsquote rein rechnersich erhöht . Dies trifft meist auch auf Schwellenländer - mehr noch Entwicklungsländer - zu, z.B. auf die beiden Schwellenländer mit der höchsten Anzahl COVID-19-Toter: China:
3289/82394 = 4,0%;   Iran: 3036/47593 = 6,4%.
Südkorea und inzwischen auch Deutschland sind aktuell die Staaten, in denen am häufigsten - umgerechnet auf die Bevölkerungszahl - auf den Coronavirus getestet wird; die berechnete Letalität wird dort daher nur wenig über der tatsächlichen liegen und ist daher ein guter Schätzwert.    -->  Letalitätsraten aller Länder
  
Wirtschaft Gefährdung durch weltweite Lieferketten

 Globus Infografik 13050
Daten
Im Zuge der Globalisierung haben sich die Ökonomien von Ländern weltweit immer stärker vernetzt. Besonders China gilt als "Werkbank der Welt" und exportiert wichtige Vorprodukte insbesondere in Industrieländer, die auf stete Zulieferung angewiesen sind, denn durch die "Just-in-Time"-Produktion wurde die Lagerhaltung auf ein Minimum reduziert. China ist Deutschands wichtigstes Liefer- und drittwichtigstes Abnehmerland () (Rang 1 beim Handelsvolumen), eine Störung von Produktion und Konsum in China hat also starke Auswirkungen auf Deutschland. Ähnliches gilt für weitere Länder (wie USA, UK usw.).
  Viele Fabriken in China, besonders in der hauptsächlich betroffenen Provinz Hubei, haben ihre Produktion inzwischen eingeschränkt oder sogar eingestellt, darunter z.B. solche, die Elektronik, Batterien und andere Bauteile für die Autoproduktion in Deutschland herstellen. Betroffen ist auch die Logistik, z.B. fehlen die Arbeiter für das Verladen von Containern im Hafen von Wuhan, dem größten Binnenhafen Chinas.
Die Beeinträchtigung oder gar Unterbrechung von Lieferketten könnte bei einer längeren Coronaepidemie zur Rezension in Deutschland und darüber hinaus in Europa und weltweit führen [4] . Das Beipiel iPhone des Großkonzerns Apple zeigt exemplarisch, wie fragil die Weltwirtschaft inzwischen als Folge der Globalsierung ist [10] . Nicht nur Großkonzerne, auch viele mittelständische Unternehmen, besonders in Deutschland, sind inzwischen eng mit China vernetzt und werden daher stärker durch die Coronaepidemie wirtschaftlich beeinträchtig, die Firma Webasto nahe München sogar zusätzlich direkt durch COVID-19, da Mitarbeiter bei einem Meeting in der Firmenzentrale in Stockberg infiziert wurden durch eine Kollegin aus Shanghai, der Beginn der ersten Infektionskette in Deutschland und von sozialer Ausgrenzung von Webasto-Mitarbeitern und ihrem Umfeld [11] .
Arzeimittel Gefährliche Abhängigkeit von Arznei aus Fernost
Ein großer Teil der in Europa verwendeten lebenswichtigen Medikamente (oder deren Wirkstoffe) werden in China und Indien als Generika hergestellt. Da eine Reihe von Fabriken in China als Folge der Coronaepidemie ihre Produktion eingeschränkt oder eingestellt haben oder aufgrund des hohen Inlandbedarfs (z.B. bei Schutzmasken [5]) durch die Regierung gezwungen werden, für den heimischen Markt zu produzieren (z.B. Ausfuhrstopp auf Hygieneartikel), droht eine Verknappung von Medikamenten und sonstigen Apothekenprodukten auch in Deutschland [6]. Zur Vorsorge auf den Krisenfall sollte die durch die Globalisierung aktuell zu hohe Konzentration der Produktion besonders bei kritischen Wirkstoffen auf wenige Ländern wieder reduziert werden: wichtige Substanzen für Medikamente und diese selbst sollten wieder in Europa produziert werden, um die Resilienz des Gesamtsystems zu erhöhen.
   
Anregungen und Materialien für den Unterricht
  Das Thema Coronaepidemie eignet sich gut, um an einem aktuellen wichtigen Problemkomplex fachbezogene und fächerübergreifende Inhalte im Unterricht zu behandeln und Kompetenzen einzuüben.
Dazu bietet die Webseite zur Vogelgrippe Anregungen, Vorschläge und Fragestellugen für vier Fächer(gruppen) ab Jahrgang 11 (z.T. ab Jahrgang 9): Biologie; Gesellschaftslehre/ Sozialwissenschaften/ Politik/ Erdkunde; Geschichte; Mathematik.
Die dortigen Inhalte können direkt auf die aktuelle Coronapandemie angewendet werden, allerdings sollte ein wichtiger Unterschied beachtet und herausgearbeitet werden: Bei der Vogelgrippe war die Virenübertragung von Mensch-zu-Mensch nur das bedrohliche Szenario, bei der jetzigen SARS-CoV-2 Pandemie ist sie Realität (wie bei der Spanischen Grippe 1918-1920), mit all den drastischen grundlegenden Folgen, die wir jetzt durchstehen müssen: sie reichen vom Individuum (soziale Distanzierung/ räumlich Abstand halten, Beschränkungen bis zur Quarantäne, Erkrankung) über Kommunen (massenweises Schließen von Einrichtungen aller Art und Betrieben mit drohender Konkurswelle und Vernichtung von Arbeitsplätzen), Regionen und Ländern bis in die globale Wirtschaft (Unterbrechung von Lieferketten, hohes Risiko einer neuen Weltwirtschafts- und Finanzkrise) und Gesellschaft (Sperrung von Grenzen, Ländern; weitgehende Beschränkungen im Flugverkehr und im Tourismus).
Seit dem 2.Weltkrieg hat es keine derart einschneidenden Änderungen im alltäglichen Leben gegeben, z.B. wurden noch nie in der Bundesrepublik Deutschland alle Bildungseinrichtungen wochenlang geschlossen.
 
Mathematik:
Wachstumsmodelle
Im Fach Mathematik standen bei der Vogelgrippe stochastische Fragen im Vordergrund, bei der jetzigen Corona-Pandemie sind es Wachstumsmodelle zur Virenausbreitung. In den Medien im Vordergrund steht exponentielles Wachstum, also der Anstieg um den gleichen Faktor in gleichen Zeitspannen, z.B. aktuell in Deutschland in etwa Verdreifachung alle 4 Tage (vgl. Abschnitt: Abflachung der Pandemiekurve).
Die Brisanz exponentiellen Wachstums sollte daher Schwerpunkt der mathematischen Modellierung und Berechnung sein, ggf. ergänzt um logistisches Wachstum. (s.o.: Exkurs in die Mathematik)
   
Bezug zur Agenda 21

Originaldokument
der Agenda 21
Ein herausragendes Ziel der Nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 ist der "Schutz und die Förderung der menschlichen Gesundheit". Unter diesem Titel widmet daher das Original-Dokument der Agenda 21 das gesamte Kapitel 6  dem Thema "Gesundheit".
Im Abschnitt B  "Bekämpfung übertragbarer Krankheiten" wird der Problembereich "Seuchen, Epidemien, Pandemien" ausführlich behandelt, z.B. im Absatz 6.11 die AIDS-Pandemie.  
Bei der Ausarbeitung der Agenda 21 auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro 1992 war das Problem einer möglichen Virus-Pandemie noch kein Thema und andere weitverbreitete Langzeit-Seuchen wie AIDS, Malaria, Cholera, Bilharziose, Masern und Tuberkulose standen im Vordergrund.
Beim Kamf gegen Seuchen setzt die Agenda 21 auf die Stärkung der nationalen öffentlichen Gesundheitssysteme in Verbindung mit weltweiter Koordination und Vernetzung, getragen von internationalen Organisationen wie WHO, UNICEF, UNFPA, UNESCO, UNDP, Weltbank. Neben der Förderung von Forschung & Entwicklung legt die Agenda 21 den Schwerpunkt auf Prävention sowie öffentliche Aufklärung und Gesundheitserziehung (siehe Abschnitt 6.13 "Maßnahmen")
  Der Kampf gegen Seuchen wurde auch in den Millenniumszielen (Nr.6) und in der 2030-Agenda mit den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDG-3) verankert.
   
  
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Presse-/ Medien-
Datenbank
Die Presse-/Medienbeiträge (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
Alle Datenbank-Einträge zum Thema  "Coronavirus SARS-CoV-2 (2019-nCoV)"
Jahrgang:
20 
   
Beliebige Suchbegriffe können recherchiert werden durch direkte Eingabe in die Maske oben auf der Startseite zum Archiv.  
  
Daten/Statistiken/ Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
COVID-19 Weltkarte
Corona ist fast überall | Statista
30.03.20    (1647)
Statista: Corona ist fast überall
Laut JHU-Daten hat sich das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 inzwischen in 176 Länder verbreitet. Weltweit wurden über 720k Infizierte und über 35k Tote durch COVID-19 registriert. Die USA (> 143k) und Italien (> 97k) liegen an der Spitze der Rangliste, gefolgt von China (> 82k) und Spanien (> 80k). Die meisten Toten wurden in Italien (10.779), Spanien (6.803), China (3.301 und Iran (2.640) verzeichnet. In Deutschland verstarben 541 von 62.435 Infizierten an COVID-19.
* Stand: 30.03.20, 08:45.

Statista: Infotext  Infografik 

| SARS-CoV-2 |
Coronakrise, Flugverkehr
Weltweiter Flugverkehr bricht um rund 30 Prozent ein | Statista
26.03.20    (1646)
Statista: Weltweiter Flugverkehr bricht um rund 30 Prozent ein
Um die Coronavirus-Pandemie abzubremsen und einzudämmen, wurden von vielen Ländern drastische Beschränkungen der Bewegungsfreiheit verhängt, besonders für Grenzwechsel, wodurch der Flugverkehr besonders betroffen wurde. Die Statista-Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl der Abflüge im Vergleich zur Vorjahrswoche vom 6.1. bis 9.3.20 weltweit und für die sechs Länder China, Südkorea, USA, Deutschland, Italien und Hongkong. Die Rückgänge reichen von -1,3% (USA) bis -77,5% (Hongkong). Am stärksten war der Rückgang bis zum 17.2. in China (-70%), danach stieg die Kurve aber wieder deutlich auf zuletzt -42%.
Datenquelle: OAG (12 Länder vom 6.1. bis 23.3.20)

Statista: Infotext  Infografik 

| SARS-CoV-2 | Mobilität/Verkehr |
Job-Verluste durch Coronakrise
Corona-Krise könnte weltweit 25 Millionen Jobs kosten | Statista
25.03.20    (1645)
Statista: Corona-Krise könnte weltweit 25 Millionen Jobs kosten
Laut dreier ILO-Szenarien auf Basis des geschätzten BIP-Sinkens könnte die Arbeitslosenzahl weltweit um 25 M steigen: -2%|5,3 M; -4%|13,0 M; -8%|24,7 M.
Zum Vergleich: Durch die Weltfinanzkrise 2008/09 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 22 M. Laut ILO belief sich die Zahl der Arbeitslosen 2019 weltweit auf rund 174 M.

Statista: Infotext  Infografik 

| SARS-CoV-2 | BIP | Konsum & Produktion |
Daten/Statistiken/ Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  20 
  
zum Seitenanfang interne Links
| SARS | Vogelgrippe | Gesundheit | 2030-Agenda | WHO |
 
zum Seitenanfang externe Links
Johns Hopkins University (JHU) Coronavirus COVID-19 Global Cases (dashboard)
Daten aller Länder mit Weltkarte: Infizierte, Tote, Geheilte.
mehrmals täglich aktualisiert
  
Wikipedia   Coronavirus    2019-nCoV   COVID-19-Pandemie  (en.)   Pandemie
  COVID-19-Epidemie in Deutschland  
  MERS-CoV  
  SARS   SARS-Pandemie 2002/2003  
  
WHO Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Extraseite zum neuen Coronavirus erstellt, die täglich aktualsiert wird. Die aktuellen Daten/Zahlen werden in einem täglichen Report publiziert. Ein Dashboard zeigt die Anzahl Infizierter und Toter in den Regionen Chinas und Ländern weltweit sowie Diagrammen zu den täglichen Neufällen sowie deren kumulierte Zahlen.
  
RKI Das Robert-Koch-Institut (RKI) informiert mit einer Extraseite über das neue Coroanavirus. Die Seite enthält zahlreiche Links auf interne Inhalte, darunter eine FAQ-Seite und Info-Seite zu den Fallzahlen in China und Ländern weltweit (Landkarte mit den Fallzahlen pro 100k in den Provinzen Chinas) sowie externe Links u.a. zur BZgA und WHO.
In unregelmäßigen Abständen: Epidemiologisches Bulletin: 7|12.02.20;
  
BZgA Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine Extraseite zum Coronavirurs 2019 nCoV erstellt mit Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ).
Zusätzlich wurde die Überblicksseite www.infektionsschutz.de erstellt mit Hygienetipps, Infektionskrankheiten, Erregersteckbriefe und die Mediathek, die Printmaterialien, Filme und eine Reihe von Infografiken zum Download bereitstellt, darunter:
- die 10 wichtigsten Hygienetipps
- Piktogramme - 10 Hygienetipps
- Piktogramme - Händewaschen - 5 Schritte
- Piktogramme - Händewaschen - 7 Situationen
- Richtig Hände waschen: für Jugendliche, Grundschüler, Kinder.
- Damit sich keiner ansteckt: Richtig husten und niesen.

 
  Mediatheken von Fernseh- und Rundfunksendern
ARD-Audiothek Coronavirus-Update mit dem Virologen Christian Drosten
Download der Beiträge bei NDR-Info.
Leschs Kosmos Video: Corona: Was weiß die Wissenschaft? [ZDF, 24.03.20, 43 min]
Guter Überblick über den Stand der Wissenschaft zum Coronavirus SARS-CoV-2
planet e Video: Welt der Viren [ZDF, 28 min, bis 23.03.21]
Wie entstehen gefährliche Viren wie Corona, Ebola und Co.?
scobel Video: Corona – was es über unsere Gesellschaft verrät [3sat, 17.03.20, 37 min]
Was ist Panikmache und was sind vernünftige Maßnahmen? Gerade jetzt haben wir die Chance, die Demokratie und jeden einzelnen um wichtige Erkenntnisse zu bereichern
   

zum Seitenanfang Anmerkungen
Anmerkungen werden im obigen Text durch [n] markiert, wobei n eine interne Nummer ist, die der zeitlichen Reihenfolge der Einführung der Anmerkungen [1], [2], [3], ..., folgt, die im Zuge von Ergänzungen abweichen kann von der Reihenfolge im Text. Durch einen Klick auf   [n]  gelangt man an die Textstelle der Anmerkung.
  
Bei sich möglicherweise verändernden Quellen (Websites) wird das Datum des Zugriffs (Z TT.MM.JJ) notiert, ansonsten das interne Datum [TT.MM.JJ] der jeweiligen Quelle, sofern vorhanden.
  
[1] Friederike Böge: Er schlug als Erster Alarm [FAZ 03.02.20]
[2] a) Chronologie: Ausbreitung des Coronavirus: Von Wuhan in die Welt [Tagesschau 28.01.20]
b) Katrin Büchenbacher, Lena Stallmach: Das neue Coronavirus breitet sich in Windeseile in der Welt aus – die chinesische Regierung gibt Fehler zu [NZZ 08.02.20]
c) WHO: Weltkarte zur Verbreitung des Coronavirus durch Fernflüge, in: Situation report-23 [12.02.20]
[3] a) Lea Deuber: Virus des Widerstands [SZ 07.02.20]
b) Lea Deuber: Totale Kontrolle bedeutet auch totale Verantwortung [SZ 11.02.20]
[4] a) ARD: Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgen [ARD-Morgenmagzin/Video 12.02.20]
b) Cerstin Gammelin: Das Coronavirus wird zum Wachstumshemmer [SZ 14.02.20]
c) Statista: Coronavirus könnte Nachschubprobleme verursachen [20.02.20]
d) Statista: So stark könnte Corona die Wirtschaft schwächen [21.02.20]
e) Dana Heide et.al.: Der Corona-Schock: Wie das Virus die Weltwirtschaft infiziert [HB 21.02.20]
f) siehe [10]
[5] Viola Diem: Bitte tief durchatmen! Die Angst vor dem Coronavirus geht um. Werden jetzt auch in Deutschland die Atemschutzmasken knapp? [ZEIT 12.02.20]
[6] Christian Baars: Drohen Medikamenten-Engpässe? [Tagesschau 07.02.20]
[7] Hanno Charisius, Berit Uhlmann: Ist das Coronavirus noch zu stoppen? [SZ 14.02.20]
[8] Statista: China: Die zehn größten Städte im Jahr 2018 [05.02.20]
[9] a) Wuhan liegt etwa in der Mitte zwischen Peking im Norden und Guangzhou, Shenzhen, Hongkong im Süden sowie Shanghai im Osten und Chongqing im Westen. Hier kreuzen sich wichtige Bahnstrecken (z.B. Schnellbahnstrecke Shanghai-Wuhan-Chengdu X Schnellfahrstrecke Peking–Guangzhou) und Autobahnen. Außerdem ist der Hafen Wuhans der größte Binnenhafen in China. Der Jangtse ist bis hier sogar für Seeschiffe schiffbar, hier werden normalerweise jährlich rund 1,5 M Container umgeschlagen. Außerdem mündet hier der Han-Fluss (längster Nebenfluss).
b) (dpa): Wuhan - Knotenpunkt für Handel und Verkehr in Zentralchina [welt.de 24.01.20]
[10] L. Deuber et.al.: Weltviruskrise. Das iPhone wird in China hergestellt. Aber jetzt stehen die Fabriken still. Wie das Coronavirus das Geschäft mit dem erfolgreichsten Produkt unserer Zeit infiziert - und zeigt, wie fragil die Weltwirtschaft ist [SZ 21.02.20]
[11] a) wirtschaftliche Aspekte: siehe [4]
b) 1. Infektionskette bei Webasto: Eine Mitarbeiterin des Unternehmensstandorts in Shanghai steckt sich an bei ihren Eltern aus Wuhan, dem Ursprungsort des neuen Coranavirus. Bei einem Arbeitstreffen in der Webasto-Zentrale in Stockdorf nahe München infiziert sie dortige Mitarbeiter, insgesamt 14.
2. Infektion(skette): Ein Mann aus dem Landkreis Landsberg hatte sich auf La Gomera angesteckt.
3. Infektion(skette): Bei einer Fau aus Freising, die von der Bundeswehr aus China ausgeflogen worden war, wurde SARS-CoV-2 festgestellt.
Quelle: Webasto will in den "normalen" Arbeitsalltag" zurückkehren    [SZ 12.02.20]
c) Soziale Ausgrenzung: Interview mit Webasto-Chef Holger Engelmann [SZ 07.02.20]
[12] Die Anzahl der Infektionen weltweit bei der Schweinegrippe ist nicht bekannt und wird hier rückwärts aus der geschätzten Letalitätsrate berechnet, deren Wert allerdings auch ungesichert ist und in den Quellen variiert. Der hier gewählte Wert 0,6% stammt aus dem RKI-Bulletin 21-10
[13] Details zur veränderten Zählweise in "Coronavirus-Epidemie 2019/2020" [Wkipedia]
Abschitt 5.1.: "Anmerkungen zu den Daten und Falldefinition"
[14] WHO: situation report Nr. 51 (pdf): " .. we are deeply concerned both by the alarming levels of spread and severity, and by the alarming levels of inaction. WHO therefore have made the assessment that COVID-19 can be characterized as a pandemic."
[15] H.Charisius, C.Endt, R.Preuss, V.Wormer: Welcher Weg führt aus der Epidemie? [SZ 28.03.20].
In dem Artikel werden vier Szenarien vorgestellt auf Basis von Modellrechnungen der SZ in Zusammenarbeit mit Martin Eichner (Uni Tübingen) und Markus Schwelm (Explosys)
 

Stand: 18.03.20/zgh
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