Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Themen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Kontakt    Haftungsausschluss

  CO2 - Sequestrierung

engl.: Carbon Capture and Storage 
(CCS)
Lexikon

Hintergrund   Kritik an CCS   Aktuelles/ Archiv    Daten/ Statistiken/ Infografiken  Dokumente   Links    
  

Hintergrund
            
NZZ-Infografik: CCS
Großansicht [NZZ]

"CO2" ist die chemische Kurzbezeichnung für Kohlendioxid, ein Gas, das bei der Verbrennung (chemische Reaktion von Kohlenstoff C mit Sauerstoff O) entsteht und zu rund 64 % zum menschgemachten Treibhauseffekt beiträgt.
Ein erheblicher Anteil des CO2s entsteht in den Industrieländern bei der Verfeuerung
fossiler Brennstoffe in Kraftwerken. Um den weiteren Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre abzubremsen und längerfristig wieder zu reduzieren, werden derzeit Verfahren erforscht, das in Kraftwerken (und anderen Anlagen) entstehende CO2 abzuscheiden und auf Dauer so zu lagern, dass es nicht in die Atmosphäre gelangen kann.
Solche Verfahren zur Abscheidung und Endlagerung von CO2 werden zusammenfassend mit "CO2-Sequestrierung" bezeichnet.

   

CCS

Das Kürzel "CCS" für die englische Bezeichnung "Carbon Capture and Storage" wird auch in Deutschland häufig verwendet, insbesondere werden die mit der Sequestrierung verbundenen Technologien häufig mit CCS-Technologien bezeichet. Sie werden detaillierter auf der Extra-Seite "CCS-Technologien" dargestellt.
    

CO2 - Endlager

Als Endlager kommen im Prinzip alle großen Hohlräume in der Erdkruste in Frage, die dicht und geologisch so stabil sind, dass sie das CO2 auf Dauer sicher vorm Entweichen in die Atmosphäre abhalten.
Als mögliche CO2-Endlager gelten z.B. ausgebeutete Erdöl- oder Erdgaslagerstätten wie auch
saline Aquifere (poröse, salzwasserführende Gesteinsschichten).  Auch die Endlagerung in der Tiefsee wird für möglich gehalten.
Alte Kohle- und Erzbergwerke dagegen sind ungeeignet, da das CO2 durch viele Risse und Öffnungen schnell ausgasen würde Quelle. Forscher der RWTH Aachen halten jedoch Kohleflöze in großter Tiefe für möglicherweise geeignet, wenn sie zuvor durch Untertage-Kohlevergasung ausgebeutet wurden Quellenangabe.
  
Speicherkapazität
weltweit
Bis zu 1800 Mrd Tonnen CO2 könnten weltweit unterirdisch gespeichert werden, schätzt der WBGU. Der weltweite energiebedingte CO2-Ausstoß beträgt z.Z. etwa 22 Mrd Tonnen CO2 pro Jahr. Die CO2-Sequestrierung könne daher einen Spielraum von einigen Jahrzehnten schaffen, in denen die Energiewende hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung umgesetzt werden könne, meint der WBGU.
Der IPCC schätzt in seinem 4.Klimabericht, dass die CO2-Sequestrierung weltweit etwa 55 % der notwendigen CO2-Reduktion bringen könnte .
   
Speicherkapazität
in Deutschland
Ein Kohle-Großkraftwerk stößt pro Jahr etwa 10 Mio Tonnen CO2 aus, bei 40 Jahren Laufzeit also etwa 400 Mio Tonnen. In Deutschland gibt es nur einen einzigen Ort mit etwa dieser Speicherkapazität: die Altmark-Lagerstädte bei Salzwedel. Angesichts der immer noch zahlreichen Kohlekraftwerke reicht die Inlandskapazität also bei weitem nicht aus, das CO2 müsste also größtenteils über Pipelines ins Ausland z.B. in ausgebeutete Erdgaslagerstätten nach Russland transportiert werden Quelle.
 
Gesamtkapazität von Lagermöglichkeiten in Deutschland (D) in Mrd. Tonnen CO2:
     Leere Gasfelder: 2,75;    saline Aquifere: 6,3 bis 12,8.
Zum Vergleich: Ausstoß aller fossilen Kraftwerke in D pro Jahr: 0,375
Quelle: "Stichwort CCS" [ZEIT Nr.47/18.11.10, S.48]
       
Kostenvergleich

CO2-Emissionszertifikat: Preis an der EEX
Emissions-Zertifikat EEX
Das europäische Forschungsprojekt GESTCO (u.a..BGR ) veranschlagt 54 Euro je Tonne CO2 Quelle, eine Expertise für den WBGU nennt eine Bandbreite von 75-150 Euro, deutlich mehr als ein Emissionszertifikat im Rahmen des Emissionshandels an der Leipziger Strombörse EEX bisher kostete. 
Der Preis für 1 Tonne CO2-Emission an der EEX erreichte am 17.4.06 ein bisheriges Hoch von rund 30 Euro, zerfiel dann auf etwa 1,00 Euro (2.3.07) und stieg danach wieder auf über 20 €. Aktuell (Stand: 12.12.08) beträgt der Preis rund 15 €.
Auch wenn der aktuell niedrige Zertifikatspreis - verursacht durch übermäßige kostenlose Anfangsausstattung im Rahmen des NAP - vermutlich auf Dauer wieder deutlich steigen wird, dürfte nach Einschätzung von Experten auf absehbare Zeit die CO2-Sequestrierung im Vergleich zum Emissionshandel viel teurer bleiben.
    
  
Kritik an der CO2- Abscheidung und Speicherung


Ausgasung

Viele Experten zweifeln daran, dass CO2 auf Dauer sicher vorm Entweichen in die Atmosphäre abgelagert werden kann. Sie befürchten ein langsames Ausgasen der Lagerstätten, so dass statt einer echten CO2-Reduktion nur eine Zeitverzögerung des Anstiegs der CO2-Konzentration in der Atmosphäre erreicht wird Ausgasungsrate: Hinweise/ Berechnungen.
Bei der Einlagerung im Meeresboden besteht die Gefahr, dass durch das Zusammenwirkung von CO2 und dem salzigen Meerwasser Minerale aus dem Meeresboden gelöst werden und ihn dadurch porös machen, was die CO2-Ausgasung erheblich verstärken würde Quelle.
  

Erstickungsgefahr

Kohlendioxyd ist ein geruchloses unsichtbares Gas, das schwerer ist als normale Luft und sich daher unbemerkt in Senken und Kellern ansammeln kann. Wiederholt starben Menschen z.B. in Italien durch CO2 aus vulkanischem Ursprung an Erstickung. Würde z.B. künftig CO2 per Pipeline von Kraftwerken zu den Kavernen nach Norddeutschland transportiert, könnten Leckagen entlang der Pipeline zum Erstickungstod führen.
Manche Experten sehen auch die Gefahr eines explosionsartigen Entweichens großer CO2-Mengen, was zur massenhaften Erstickung führen könnte. So erstickten 1986 in Kamerun 1700 Menschen, als CO2 durch einen Erdrutsch im See Nyos an die Oberfläche gelangte.
Großvolumige CO2-Ausbrüche aus Lagerstätten unter dem Meeresgrund könnten sogar große Schiffe versenken Hinweis.

  

Reduktion des
Wirkungsgrads

erhöhte CO2-Menge

Das Abscheiden und Endlagern von CO2 ist sehr energieaufwändig, so dass sich der bisher schon geringe Wirkungsgrad von zentralen Wärmekraftwerken bei zugeschalteter Sequestrierung um 10 Prozentpunkte, also z.B. von 40 % auf 30 % reduziert, wodurch der Kohleverbrauch und damit der CO2-Ausstoß um 1/3 steigt Hinweis.
Das eigentliche Ziel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, wird also durch den zusätzlichen Kohle-Einsatz
zunächst konterkariert. Ob dann die erhöhte CO2-Menge durch CCS auf Dauer im Untergrund gelagert werden kann, ist ungewiss. Falls die Ausgasungsrate zu hoch ist, gelangt über die Jahrhunderte mehr CO2 in die Atmosphäre als ohne CCS.
 

Strompreis-Erhöhung
Die Anlagen zur Sequestrierung sind teuer. Zusammen mit der Senkung des Wirkungsgrads der Kraftwerke wird der Strompreis nach ersten Schätzungen um etwa 30 - 60% steigen Quelle.
  
Zeitknappheit

Es muss noch nachgewiesen werden, dass die CO2-Sequestrierung nicht nur im Labor sondern auch großtechnisch einsetzbar ist: der Energiekonzern Vattenfall, der aktuell eine 10-MW-Pilotanlage baut, rechnet mit einem serienreifen Einsatz in Großkraftwerken erst ab etwa 2020, was nach Einschätzung von Kritikern viel zu spät ist, da bereits in den nächsten Jahren zahlreiche Kraftwerke ersetzt werden müssenQuelle. Laut IPCC-Klimabericht sollte die CO2-Reduktion außerdem möglichst bald einsetzen, so dass spätestens 2015 der weltweite Treibhausgasausstoß seinen Hochpunkt überschreitet.
  

Ökobilanz

Laut RECCS-Studie wird die CO2-Reduktion durch Erhöhen der Energieeffizienz in Kombination mit dem Ausbau des Ökostroms bis 2020 bereits preiswerter und zugleich klimafreundlicher sein als CCS-Technologien, insbesondere dann, wenn beim Vergleich die gesamte CCS-Prozesskette (Lebenszyklusanalyse) einbezogen wird. Außerdem sind beim Ökostrom deutliche Preissenkungen zu erwarten, während der Kohlepreis im Zuge eines übergreifenden Anstiegs der Preise für fossile Energien aufgrund ihrer Verknappung voraussichtlich stark steigen wird.
 

Nutzungskonkurrenz

Die CO2-Lagerung beansprucht in Deutschland in erheblichem Umfang die gleichen unterirdischen Hohlräume, die auch für Luftdruckspeicher (Stromspeicherung) benötigt werden. Eine großvolumige CO2-Speicherung würde also auf Dauer den Ausbau von Wind- und Solarstrom weitestgehend verhindern, denn deren Stromaufkommen schwankt witterungsbedingt stark und muss deshalb in Zeiten von Energieüberschuss großvolumig zwischengespeichert werden. Da das Ausbaupotenzial von Pumpspeicherwerken gering ist und die Stromspeicherung in Millionen von Elektroautos frühestens 2020 bis 2030 realisierbar ist Hinweis, verbleibt kurz- bis mittelfristig nur der Ausbau von Druckluftspeichern in Norddeutschland als einzige realistische Option zur Speicherung des Windstroms aus den geplanten oder im Bau befindlichen Off-Shore-Windparks Quelle.
  

Akzeptanzprobleme

In der breiten Öffentlichkeit wird die CCS-Problematik bisher kaum wahrgenommen. Im Umfeld der Diskussion des CCS-Gesetzentwurfs des Bundeskabinetts (1.4.09) im Bundestag (6.5.09) und im Bundesrat (15.5.09) haben sich die öffentlichen Medien etwas stärker mit dem Thema beschäftigt, das aber bisher vor allem unter Experten kontrovers diskutiert wird. So kritisierte der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) den CCS-Gesetzentwurf ungewohnt scharf in seiner Stellungnahme, die dann von Volker Hauff, dem Vorsitzenden des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE) als "provinziell" abgekanzelt wurde Quelle. In Expertenkreisen scheint sich eine fundamentale Kontroverse in Bezug auf CCS ähnlich wie zur Atomenergie zu entwickeln. Sollten sich CCS-Vorhaben wie z.B. die von RWE geplante CO2-Pipeline von Hürth bei Köln nach Norddeutschland konkretisieren, ist mit einer deutlichen Verbreiterung der CCS-Kontroverse und mit stark wachsendem Widerstand entlang des Trassenverlaufs und in jenen Regionen zu rechnen, wo das CO2 in den Untergrund verpresst werden soll. So haben massive Proteste der lokalen Bevölkerung in Jütland (Dänemark) die Pläne des Energiekonzerns Vattenfall für ein riesiges unterirdisches CO2-Lager vorerst gestoppt.Quelle: taz 15.05.09
 
Verzögerung der
Energiewende

Die hohen Investitionskosten für die CO2- Sequestrierung bremsen oder verhindern viel sinnvollere Investitionen an anderer Stelle, nämlich zur Erhöhung der Energieeffizienz und zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie der Erneuerbaren Energien, ein weiterer Aspekt neben der Nutzungskonkurrenz und den Akzeptanzproblemen, warum ein breiter Einsatz von CCS-Technologien die notwendige Energiewende rauszögert.
  

 
  
Pro- und Contra CCS:
Stellungnahmen zur CO2- Abscheidung und Speicherung

 
Prof.Dr. Marin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrats für Umwelt (SRU):

"Wir warnen vor übereilten Weichenstellungen. Die Anwendung von CCS im großen Maßstab kann derzeit nicht befriedigend geregelt werden. Das Gesetz würde dazu führen, dass die begrenzten unterirdischen Speicher durch das eingelagerte CO2 langfristig blockiert werden. Wir brauchen diese Speicher in Zukunft aber auch für andere Zwecke, etwa den Ausbau erneuerbarer Energien.SRU-Stellungnahme zum CCS-Gesetzentwurf
   

Volker Hauff, Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE)
"Es ist nicht hinnehmbar, dass in Deutschland weiter Kohlekraftwerke mit alter Emissionstechnik gebaut werden, die uns in den Klima-Gau treiben. Und es ist völlig unakzeptabel, dass wir weiterhin der alten Illusion nachgehen, Deutschland könne in den nächsten Jahrzehnten völlig auf Basis erneuerbarer Energien versorgt werden und brauche daher keine Energietechnik-Offensive. Beides stimmt nicht.“ RNE-News (14.05.09)
    
  Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB):
"Die derzeitige Wissensbasis reicht für eine belastbare Einschätzung der technischen und ökonomischen Machbarkeit von CCS und eine Bewertung, welchen Beitrag CCS zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten kann, bei Weitem nicht aus. Hierfür müssen zahlreiche kritische Wissenslücken geschlossen werden.Zusammenfassung des TAB-Arbeitsberichts Nr.120: CO2-Abscheidung und - Lagerung bei Kraftwerken
   
  Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung:
"... erscheint es unbestreitbar, dass CCS kein Alleinstellungsmerkmal besitzen wird, sondern sich im Konzert mit anderen Technologien zur CO2-armen Stromerzeugung behaupten muss". Technikfolgenabschätzung (TA) zur CO2-Abscheidung und - Lagerung bei Kraftwerken. Sachstandsbericht zum Monitoring
 
  RECCS-Studie:
"Schon im Jahr 2020, dem Jahr der voraussichtlich frühesten kommerziellen Verfügbarkeit der CCS-Technologie, dürfte eine Reihe von erneuerbaren Energie-technologien zu vergleichbaren oder günstigeren Konditionen Strom anbieten können, als dies über fossile Kraftwerke der Fall ist. Längerfristig ist zu erwarten, dass erneuerbare Energien wegen der Unabhängigkeit von Brennstoffpreisschwankungen erhebliche Vorteile haben."
RECCS-Kurzfassung (1,0 MB), S.6/pdf S.8
  


Ulrich Kelber, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion:
"CO2-Speicherung ist eine vielversprechende Technologie, die aber noch beweisen muss, dass sie zu konkurrenzfähigen Preisen funktioniert. Die SPD fordert, dass ab 2015 die ersten Kraftwerke mit CO2-Abscheidung ans Netz gehen und diese Technik für alle neuen Kraftwerke dann vorgeschrieben wird."Quelle
   

Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin der Grünen:
"Die CO2-Speicherung ist ein Greenwash-Programm der Kohle-Industrie. Sie dient als grünes Fähnchen für schmutzige Kohlekraftwerke, die in den nächsten 15 Jahren ans Netz gehen".Quelle
  

Gerhard Timm, BUND- Bundesgeschäftsführer:
"Vattenfall erzeugt seinen Strom zu 99 % aus fossilen Rohstoffen und aus Uran. Vattenfall torpediert den Klimaschutz. Vattenfall betreibt gefährliche Atommeiler. Vattenfall zerstört Naturoasen wie die Lakomaer Teiche bei Cottbus. Und jetzt will uns Vattenfall mit seiner Minipilotanlage direkt neben der riesigen CO2-Schleuder Schwarze Pumpe erklären, nachhaltig und umweltfreundlich zu sein?Quelle Quelle 
   

Günter Pusch, Prof. für Erdöl- und Erdgaslagerstättentechnik an der Uni. Clausthal:
"Ich habe das Gefühl, dass hier gehandelt wird wie beim Atommüll: Das Entsorgungsproblem wird auf später verschoben"
Quelle

 
  
zum SeitenanfangAktuelles/ Archiv

 
27.2.2007
GFZ-Projekt
in Ketzin
(Brandenburg)
Unter der Leitung des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) begann am 27.02.07 in Ketzin (Brandenburg) die erste Probebohrung für Europas größten unterirdischen CO2-Speicher. In den kommenden zwei Jahren sollen 60.000 Tonnen CO2 durch drei Bohrlöcher in mehr als 700 Meter Tiefe gepumpt werden. Gips und Tonschichten sollen das CO2 daran hindern "auszugasen", also in die Atmosphäre zu entweichen.
Das 35-Millionen-Euro-Projekt wird von der EU, dem Bund und Unternehmen aus acht EU-Ländern finanziert.
  
Presse-/ Online-Medien
Datenbank
Der Presse-/Medienspiegel (Tages-, Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und Online-Medien sowie Infos aus Newslettern von Umweltverbänden und NGOs) bieten vielfältige aktuelle und Hintergrund-Informationen.
Alle Datenbank-Einträge zum Thema  "CO2-Sequestrierung" oder "CCS-Technik":
Jahrgang:  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017 
   
Beliebige Suchbegriffe können recherchiert werden durch direkte Eingabe in die Maske oben auf der Startseite zum Presse-Archiv.  
   
  
Daten/Statistiken/Infografiken: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
CO2-Endlager
Potentielle CO2-Endlager in Deutschland:  Grafik Großansicht
20.02.11   (302)
Greenpeace: Potentielle CO2-Endlager in Deutschland
In der Deutschlandkarte sind die Standorte potentieller CO2-Endlagerstätten für CCS durch Kreisflächen markiert, deren Flächengröße das geschätzte Volumen von unter 5 km³ bis über 30 km³ Gasvolumen darstellt. Die mit Abstand meisten und größten CO2-Endlager liegen in Norddeutschland und in der Nordsee. Weitere nennenswerte Potentiale bieten Ostdeutschland und die Region um München. Bei den CO2-Lagern handelt es sich vor allem um saline Aquifere (Salzwasser führendes poröses Tiefengestein), die von Ton- und Schieferschichten überdeckt sind, die verhindern sollen, dass das eingepresste CO2 nach oben in die Atmosphäre ausgast. Die Karte wurde von Greenpeace aus Daten der BGR erstellt, die allerdings zunächst nur potentielle Standorte ausweist. Die tatsächliche Eignung kann erst durch gezielte geophysikalische Erkundung (u.a.Bohrung) vorort festgestellt werden. CCS bei Kohlekraftwerken ist hoch umstritten und ist z.B. laut SRU-Sondergutachten und Leitstudie 2010 kontraproduktiv. In den betroffenen Regionen regt sich immer mehr Widerstand und die Gesetzesnovelle der Bundesregierung scheiterte bisher an der Ablehnung von Bundesländern wie Schleswig-Holstein, wo potentielle CO2-Endlager im großen Umfang vermutet werden.
 
Download: Landkarte potentieller CO2-Endlager [pdf, 1,8 MB]

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Treibhausgase | Fossile Energien | Klimaerwärmung |
CO2-Speicherung-Nutzung
Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid:  FR-Grafik
21.01.11   (304)
FR-Grafik: Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid
Verflüssigtes Kohlendioxid (CO2) wird in (ehemalige) Öl- und Gaslager oder in Salzstöcke verpresst. Dabei kann es Öl und Gas ausschwemmen und über Steigleitungen an die Erdoberfläche fördern. Falls Kohleflötze dicht genug sind, kann das CO2 auch dort hin gepumpt werden, wobei das Gas Methan zur Verstromung gewonnen werden kann. Neben Lagerstätten im Festland werden auch solche unter dem Meeresboden für nutzbar gehalten. Die CCS-Technik für Verstromung fossiler Energien wird jedoch von vielen Experten als kontraproduktiv eingeschätzt und in den betroffenen Regionen stößt sie wegen ihrer Risiken weitestgehend auf Widerstand.
  
Die Grafik ist abgedruckt im Artikel: Wie gefährlich ist die CO2-Endlagerung? [FR 21.01.11]

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Treibhausgase |  | Erdöl | Erdgas |
CCS-Oxyfuel-Verfahren
CCS-Technik; CO2-Abscheidung und Speicherung; Sequestrierung; Oxyfuel-Prozess; CO2-Verflüssigung / Infografik Globus 2869 vom 11.06.2009
11.06.09   (93)
dpa-Globus: Weg mit dem CO2
Die Grafik informiert über die Funktionsweise des sog. "Oxyfuel-Verfahrens", mit dem das in Kohlekraftwerken entstehende klimaschädliche Kohlendioxid (CO2) abgeschieden, verflüssigt und unterirdisch verpresst werden soll (CCS-Technologie). Das Oxyfuel-Verfahren wird derzeit von Vattenfall am Standort Schwarze Pumpe mit einer Pilotanlage erprobt. Ob es aber - wie geplant - ab etwa 2020 im großtechnischen Maßstab in Kraftwerken zum Einsatz kommt, ist derzeit nicht absehbar. Alternative Methoden zur CO2-Reduktion, nämlich Energiesparen, mehr Energieeffizienz und der Ausbau des Ökostroms werden schon vor 2020 wirksamer und zugleich preiswerter als CCS sein. Kritiker halten daher CCS für überflüssig und zugleich für kontraproduktiv, weil z.B. der Ausbau der Geothermie und von Druckluftspeicherwerken zur Pufferung des Windstroms behindert wird. Außerdem sind wichtige Fragen bisher nicht geklärt, u.a. wie groß die CO2-Ausgasungsrate sein wird und wer über Zeiträume von Jahrhunderten für die Deckung und Haftung bei Unfällen sowie Schäden aufkommt. An Orten in Norddeutschland und Dänemark, wo das CO2 verpresst werden soll, wehren sich daher betroffene Menschen gegen die CO2-Lagerung. Nicht zuletzt aus diesem Grund scheiterte bisher die Verabschiedung eines CCS-Gesetzentwurfs, der von der Bundesregierung am 1.4.09 beschlossen wurde, im Bundestag.

=> Daten/ Großansicht der Infografik

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Treibhausgase | Kohle |
Daten/Statistiken/Infografiken: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017 

      

zum Seitenanfangältere Daten/ Statistiken/ Infografiken

 
Globus 0706-09.06.06
Braunkohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung und Lagerung; Schwarze Pumpe (Lausitz) / Infografik Globus 0706 vom 09.06.2006
Bezug/Großansicht

  
  Infografik: Kraftwerk "ohne" CO2-Emissionen
Der Energieversorger Vattenfall will beim Braunkohlekraftwerk "Schwarze Pumpe" (Lausitz) eine 10-MW-Pilotanlage zur CO2-Sequestrierung in Betrieb nehmen. Die Grafik informiert über die Grundpinzipien einer CO2-Prozessanlage, mit der das CO2 aus der Kohleverbrennung abgeschieden, verflüssigt und bis zum unterirdischen Endlager (ausgedientes Öl-/Gasfeld oder Salzstock) transportiert wird.
Die einmontierte Detailgrafik zeigt die einzelnen Prozessstufen der CO2-Abscheidung im Oxyfuel-Verfahren, beim dem das CO2 nach der Abscheidung durch hohen Druck verflüssigt wird.    
Quelle: Vattenfall    
=> Treibhausgase  > Daten/Statistiken/ Infografiken  
  
CO2-Intensität
modernster fossiler
Wärmekraftwerke
Kraftwerkstyp
Wirkungsgrad
Gramm CO2/kWh
Steinkohlekraftwerke
45 %
740
Braunkohlekraftwerk
43 %
950
58 %
340
Datenquelle:Quelle
  
CO2-Emission durch
Kohlekraftwerke
Die deutschen Kohle-Kraftwerke erzeugen z.Z. etwa 300 Mio Tonnen CO2 pro Jahr, rund 1/3 der gesamten energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland.
 
   
Dokumente: Aktuelles   (die jüngsten Datensätze)
Erneuerbare Stromversorgung
SRU-Sondergutachten: Erneuerbare_Stromversorung
26.01.11   (87)
SRU: Wege zur 100 % erneuerbaren Stromversorgung
In seinem Sondergutachten zeigt der SRU anhand verschiedener vom DLR berechneter Szenarien, dass eine Vollversorgung mit Ökostrom in Deutschland bis 2050 machbar, sicher und ökonomisch vorteilhaft ist. Als günstigste Variante erweist sich ein Stromverbund mit Skandinavien mit seiner enormen Pumpspeicherkapazität (Norwegen 84 TWh, Schweden 36 TWh), die zur Speicherung von Windstrom vorteilhaft sind. Atom- und Kohlestrom mit CCS hält der SRU für nicht nachhaltig und lehnt daher die Laufzeitverlängerung von Atom- wie auch den Neubau von Kohlekraftwerken ab. Stattdessen sollen Energieeffizienz und Energiesparen sowie ein moderater Ausbau von Gaskraftwerken als Brückentechnologie zur Energiewende fungieren. Laut SRU sind nur die Erneuerbaren Energien vereinbar mit den Nachhaltigkeitskriterien der Generationengerechtigkeit und Risikovorsorge und daher langfristig die einzige absehbar nachhaltige Lösung für die Stromversorgung.
  
Download: SRU Sondergutachten zur nachhaltigen Stromversorgung [pdf; 4,4 MB]

| Umweltrat | Ökostrom | EW-Strom | Windenergie | Solarenergie | Wasserkraft | Geothermie | Biomasse | Atomausstieg | Kohle | CCS-Technologien | Sequestrierung |
CCS-SRU-0506
CCS-Gesetzt: SRU-Stellungnahme 6.5.2009
06.05.09   (44)
SRU-Stellungnahme: Abscheidung, Transport und Speicherung von Kohlendioxid
Der Gesetztentwurf der Bundesregierung im Kontext der Energiedebatte

Aus Anlass der ersten Lesung des CCS-Gesetzentwurfs, den die Bundesregierung am 1.4.09 beschlossen hat, warnt der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) vor übereilten Weichenstellungen: CCS im großen Maßstab trete in Nutzungskonkurrenz zur Speicherung von Gas oder Luftdruck (Stromspeicherung) sowie zur Geothermie, behindere also den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Der SRU plädiert stattdessen für ein Forschungsgesetz zur Erprobung von CCS und hält eine breite gesellschaftliche Debatte zur nachhaltigen Energieversorgung für notwendig.

SRU: Presseerklärung (pdf,  31 KB)    Stellungnahme (pdf, 429 KB)

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Treibhausgase | Kohle | Geothermie | Erneuerbare Energien | Energiewende | Umweltrat |

CCS-Gesetzentwurf
CCS-Gesetzentwurf: Bundestagsdrucksache 16/12782
27.04.09   (46)
Bundeskabinett: Gesetz zur Regelung von Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von Kohlendioxid
Der CCS-Gesetzentwurf wurde vom Bundeskabinett am 1.4.09 beschlossen und als Bundestagsdrucksache 16/12782 (elektronische Vorabfassung) am 27.04.09 veröffentlicht. Der Gesetzentwurf wurde von den meisten Umweltverbänden abgelehnt (u.a. Greenpeace, BUND). Aus Anlass der 1.Lesung im Bundesrat am 6.5.09 warnt auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in einer Stellungnahme vor übereilten Weichenstellungen und plädiert für ein Forschungsgesetz zur Erprobung von CCS sowie eine breite Diskussion in der Gesellschaft zur nachhaltigen Energieversorgung. Die SRU-Stellungnahme bezeichnet Volker Hauff (Vorsitzender des Nachhaltigkeitsrats (RNE)) in einer Pressemitteilung vom 8.5.09 als "provinziell". Es sei "unverantwortlich, bei uns zu Hause zu verweigern, was global für viele Länder ohne Alternative ist".
  
Deutscher Bundestag: CCS-Gesetzentwurf  Plenarprotokoll  Zusammenfassung

| CCS-Technologien | Sequestrierung | Kohle | Treibhausgase | Klimawandel | Umweltrat |
Dokumente: Archiv   (jahrgangsweise chronologisch)
Jahrgang:  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017 
zum Seitenanfangältere Dokumente

 
BINE-Infos zur CSS-Technologie BINE-Infoblatt: Kohlendioxid abtrennen und lagern
Beim Verfeuern fossiler Energien entsteht zwangsläufig das Treibhausgas CO2. In verschiedenen Forschungsprojekten wird untersucht, ob das CO2 mittels "Carbon Capture and Storage (CCS)-Technologien" abgetrennt, verflüssigt und über Pipelines zu geeigneten geologischen Langzeit-Speichern transportiert werden kann. Dort soll das Treibhausgas in mehr als 800 m Tiefe sicher und dauerhaft in ehemaligen Erdgaslagerstätten und Salzwasser führenden Gesteinsschichten verbleiben. Neben den technischen, geologischen und ökologischen Problemen werden auch der zusätzliche Energiebedarf  und die Wirtschaftlichkeit geprüft.
Das BINE-Projekt-Info gibt einen Überblick über Stand und Perspektiven der CCS-Technologien.
Infos, Bestellung, kostenloser Download [BINE]

      

Christiane Plötz: Sequestrierung von CO2: Technologien, Potenziale, Kosten und Umweltwirkungen. WBGU-Materialien, Berlin, Heidelberg 2003
Externe Expertise des VDI-Technologiezentrums für das WGBU-Hauptgutachten 2003
Inhalte:
- Analyse vorhandener oder möglicher Technologien zur Abscheidung, zum Transport und Lagerung in geologischen Formationen sowie im Ozean.
  - Ausblick, Forschungsbedarf,  Literaturüberblick
Wichtige Details:
  - Wirkungsgrad-Reduzierung: Tabellen auf S.4 (=pdf S.6)
  -  Kosten der CO2-Abscheidung: Tabelle auf S.5 (= pdf S.7)
 
  Dokument-Download  [pdf, 917 KB,  WBGU]
  

   

 
zum Seitenanfanginterne Links
  
Agenda 21 Lexikon:   Emissionshandel Nationaler Allokationsplan (NAP)
 
Energieeffizienz    Energiesparen 
 
Erneurbare Energien    fossile Energien   Klimawandel  
  Kraft-Wärme-Kopplung        Treibhausgase
 
  Treibhauseffekt  
   
Spezials:   Nachhaltige Energieversorgung/ Energiemix
  
Agenda 21 Themen:   Energie / Ressourcen    Klima / Klimaschutz  
   
zum Seitenanfangexterne Links / weiterführende Informationen
   
externes Lexikon
CO2-Sequestrierung   [Wikipedia] 
   
    
zum Seitenanfangergänzende Hinweise
  1. Laut Vorgaben des UBA* darf die Ausgasungsrate höchstens 0,01 % pro Jahr (9,5 % in 1000 Jahren; 63,2 % in 10.000 Jahren) betragen. Zeiträume über Jahrhunderte bis Jahrtausende sind zwar an menschlichen Maßstäben gemessen sehr lang, für das Klimasystem aber sehr relevant. Die Rechnungen zeigen, dass auf längere Sicht CCS keine echte CO2-Reduktion sondern nur eine Pufferung über einige Jahrhunderte leistet. Beträgt die Ausgasungsrate z.B. 0,1 %, beträgt der Netto-CO2-Reduktionseffekt in 1000 Jahren sogar nur noch 18 % **.
    * Vorgabe auf S.68 (pdf-S.71) in: UBA: Technische Abscheidung und Speicherung von CO2- nur eine Übergangslösung [1,6 MB,  August 2006]
    ** Bei einer Ausgasungsrate von 0,01 %  ist der Abnahmefaktor 100 % - 0,01 % = 0,9999 pro Jahr. Der Abnahmefaktor für 1000 Jahre ist dann 0,99991000 = 0, 9048 = 100 % - 9,52 %. Die Ausgasungsrate in 1000 Jahren beträgt also fast 10 %.
    Für 10.000 Jahre folgt: 0,999910.000 = 0, 3679 = 100 % - 63,21 %, d.h. die Rate beträgt 63,21 %.
    Es werden auch bis zu 10 mal so große Ausgasungsraten diskutiert. Aus 0,9991000 = 0, 3677 = 36,77 % ergibt sich eine Ausgasungsrate von 100 % - 36,77% = 63,23 %. Da CCS im Durchschnitt ca. 30 % mehr Kohle in CO2 erfordert, beträgt der CO2-Reduktionseffekt nach 1000 Jahren nur noch knapp 18 % im Vergleich zu einer Kohleverstromung ohne CCS (130 % • 63,23% = 82,20 % = 100 % - 17,8 %).
  2. Dass selbst sehr schwere Schiffe normalerweise im Meer schwimmen, liegt daran, dass der Auftrieb, den sie durch das Meerwasser erfahren, aufgrund ihres großen Volumens größer ist als ihr Gewicht. Nach dem Prinzip von Archimedes ist der Auftrieb so groß, wie die Gewichtskraft des verdrängten Mediums, im Normalfall also Meerwasser. Sollte aber CO2 großvolumig aus Speichern am Meeresboden ausgasen, würde der Auftrieb nahezu Null sein, weil die Gewichtskraft des Gases CO2 extrem klein ist, d.h. das Schiff würde versinken.
  3. Das weltweit größte CCS-Pilotprojekt "CASTOR" des dänischen Energiekonzerns Dong Energy Power zeigt desaströse Ergebnisse: Um 1 Tonne CO2 aus den Rauchgasen abzuscheiden, werden 3,7 GJ Energie verbraucht, was den Wirkungsgrad des Kraftwerks von 45 % auf 30 % reduziert. Um z.B. umgerechnet 1 tSKE Strom zu erzeugen, müssen 1/0,3 = 3,33 t statt 1/0,45 = 2,22 t Kohle ohne CCS eingesetzt werden, d.h. CCS erhöht den Kohleaufwand um 50 % Quelle .
    Der Betreiber Vattenfall nennt für sein Braunkohlekraftwerk "Schwarze Pumpe" bei  Spremberg folgende Zahlen: das derzeit modernste Kohlekraftwerk hat einen Wirkungsgrad von 43 %; durch Zuschaltung von CCS würde der Wirkungsgradauf 35 % sinken. Durch diese Absenkung des Wirkungsgrads würde der Kohleaufwand um 23 % steigen (43% / 35% = 1,23 = 100 % + 23 %).
  4. Elektroautos sind der neue Hoffnungsträger in Wirtschaft und Politik: sie sollen einerseits helfen, fossile Energien durch Strom möglichst aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen, um der sich abzeichnenden Verknappung vor allem beim Erdöl zu begegnen und den Treibhausgasausstoß zu reduzieren. Andererseits sollen die Batterien in einer Vielzahl von Elektroautos als Zwischenspeicher für Strom dienen. Überschüssiger Strom wird in den Batterien gespeichert und kann in Zeiten von Stromknappheit wieder ins allgemeine Netz eingespeist werden. Laut "Nationalem Entwicklungsplan Elektromobilität" sollen bis 2020 1 Millionen Elektrofahrzeuge in den Verkehr gebracht werden. Bei einer Pufferkapazität von rund 15 kWh pro Elektroauto könnten dann rein rechnerisch 15 GWh zwischengespeichert werden (zum Vergleich: Speicherkapazität von Deutschlands größtem Pumpspeicherwerk Goldisthal: rund 8 GWh). Mit der Pufferkapazität der Batterien könnte z.B. ein über 3 h andauernder Leistungsüberhang von 5 GW (rund 1/4 der installierten Windleistung) gespeichert werden.
    Wie schnell allerdings Elektroautos als Massenprodukt realisiert werden können, bleibt angesichts der noch gravierenden Probleme (unzureichende Batterietechnik, geringe Reichweite, hohe Kosten) einstweilen unsicher Janzing: Scheinlösung Elektroauto, taz 30.08.08.
    

Stand: 06.05.09/zgh =>  fossile Energien    Treibhausgase    Klimawandel
zur Themenübersicht Treibhausgase zum Seitenanfang

Homepage: Agenda 21 Treffpunkt
Suchen Lexikon
Register Fächer Datenbank
Medien Links Daten  
Projekte Dokumente  
Schule und Agenda 21
Lokale Agenda Globale Agenda
Homepage: Agenda 21 Treffpunkt

Kontakt über uns Impressum Haftungsausschluss Copyright   © 1999 - 2017  Agenda 21 Treffpunkt